„Zwischen Nischen, Plattformen und Suchmaschinen“ – Wie finanziert sich guter Journalismus?

24. Juni 2021

Die Zukunft von Qualitätsjournalismus und die Frage, über welche (neuen) Geschäftsmodelle dieser weiterhin finanziert werden kann, sind dringende Themen angesichts des tiefgreifenden Wandels, dem die Medienlandschaft durch Internet und Internationalisierung und damit das veränderte Nutzer- bzw. Kundenverhalten ausgesetzt sind. Der Wandel ist, darin waren sich schnell alle einig, nichts Schlechtes, muss aber als Herausforderung begleitet und gestaltet werden. Nur das „Wie“ ist noch nicht klar und war daher eine Grundfrage dieser Runde. So war der Abend auch eine Art Auftaktveranstaltung, der bald weitere vertiefende Dialogveranstaltungen folgen werden.

Den Rahmen zur Diskussion bildeten drei Vorträge sowie ein politischer Impuls von Margitt Stumpp MdB, Sprecherin für Medienpolitik der Bundestagsfraktion B90/Die Grünen. Zunächst Stellte Tim Göbel die Arbeit der Schöpflin Stiftung im Bereich Journalismusförderung vor. Dabei ging es um die Frage, was gemeinnützigen Journalismus ausmacht, welche Rolle er in unserer Medienlandschaft übernimmt, und welche Geschäftsmodelle damit verbunden sein könnten.

Rainer Esser, Geschäftsführer des ZEIT Verlages und der DvH Medien GmbH, bezog sich in seinem Vortrag auf Strategie und Erfolgsmodell der ZEIT, die den Bogen zwischen Qualitätsjournalismus in Print und neuen Medien schlägt, damit wirtschaftlich sehr erfolgreich ist und ihren besonderen Platz in der deutschen Medienlandschaft stabil innehat. Den Abschluss der Impulsvorträge bildete Christian Kirchner, Autor und Mitinhaber von finanz-check.de, einem Nachrichtendienst, der mit seinem zielgruppengenauen und B2B-Entscheider-orientierten Angebot für die Banken- und FinTech-Branche in kürzester Zeit einen stabilen Konsolidierungs- und Wachstumskurs eingeschlagen hat. Themenpräzision mag ein Nischenthema sein, das aber auch für andere Branchen einen echten Markt hat.

 

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