Zukunft unseres Arbeitsmarktes: Weiterbildung zielgerichtet stärken

15. Januar 2025

mit Ricarda Lang MdB und Stellv. Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales, Bündnis 90/Die Grünen und Dr. Gunilla Fincke, Leiterin der Abteilung I, Qualifizierung, Aus- und Weiterbildung und Fachkräftesicherung, Bundesministerium für Arbeit und Soziales

In einer schnelllebigen und dynamischen Arbeitswelt ist es von entscheidender Bedeutung, dass Deutschland über eine wettbewerbsfähige „Workforce“ verfügt, um den Wohlstand und die Wirtschaftskraft auch in Zukunft zu sichern. Die Einführung innovativer KI-Anwendungen und zahlreiche weitere Veränderungen stellen uns vor erhebliche Herausforderungen. In diesem Kontext rücken Weiterbildung sowie das Konzept des lebenslangen Lernens immer stärker in den Fokus. Qualifizierung ist ein wesentlicher Schlüssel, um die Arbeitswelt zukunftssicher zu gestalten und um unsere wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu stärken.

Wir wollen gemeinsam erörtern, wie innovative Ansätze aus der Wirtschaft bereits erfolgreich umgesetzt werden – und welche Unterstützung seitens der Politik erforderlich ist, um diese Potenziale weiter zu entfalten. In der Diskussion möchten wir insbesondere folgende Themen behandeln:

Wir freuen uns auf Impulse durch Ricarda Lang MdB und Stellv. Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales, Bündnis 90/Die Grünen und Dr. Gunilla Fincke, Leiterin der Abteilung I, Qualifizierung, Aus- und Weiterbildung und Fachkräftesicherung, Bundesministerium für Arbeit und Soziales, sowie Praxisbeispiele von Vertreter:innen aus der Wirtschaft.

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17.04.2024
Nachhaltigkeitsberichterstattung
Die 2023 in Kraft getretene Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) der EU stellt viele Unternehmen vor neue Herausforderungen. Gemeinsam mit Christoph Töpfer, Experte zu diesem Thema beim Umweltbundesamt, sowie Patrick Schöpflin, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsfeld Unternehmen, Wertschöpfungsketten und Konsum am IÖW und GWD-Vorständin sowie Wirtschaftsprüferin Barbara Hoffmann haben wir diskutiert, welche Hürden die Umsetzung der CSRD-Richtlinie in der Praxis mit sich bringt und welche Lösungsansätze es hierfür bereits gibt. Dabei standen vor allem die Synergiepotenziale zwischen deutscher und europäischer Nachhaltigkeits- und Lieferkettenberichterstattung im Zentrum der Veranstaltung. Darüber hinaus wird oft diskutiert, wie und ob sich die Berichtspflichten des Lieferkettensorgfaltspfichtengesetzes mit den Nachhaltigkeitsberichtspflichten der European Sustainability Reporting Standards (ESRS) und der CSRD überschneiden bzw. integrieren lassen. Dazu hat Töpfer eine Studie seines Hauses vorgestellt, die insbesondere diese Synergiepotenziale eingeht. Er betonte in seinem Vortrag zudem die Vorteile der Nachhaltigkeitsberichterstattung für Unternehmen selbst: „Die Nachhaltigkeitsberichterstattung nach der CSRD wird ein Datenschatz – nicht nur für die Finanzmärkte. Auch der Politik wird sie wertvolle Informationen zum Fortschritt bei der sozial-ökologischen Transformation der Wirtschaft liefern. Wenn die Unternehmen sehen, dass ihre Berichte auch umfänglich genutzt werden, wird die aktuelle Bürokratiediskussion schnell abflachen.“ >Zum Download der Studie<
Klimaneutralität, Energiewende und Industriepolitik
13.12.2024
Die Europäische Sustainable Finance Agenda: Weichenstellung für eine grüne Zukunft
Die Europäische Union hat in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte im Bereich Sustainable Finance gemacht. Die EU-Taxonomie wurde als Klassifizierungssystem für nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten eingeführt. Neue Offenlegungspflichten wie die CSRD und die SFDR wurden implementiert. Zudem hat die EU-Kommission eine umfassende Sustainable Finance Strategie vorgelegt. Trotz dieser Fortschritte besteht weiterhin ein jährlicher Investitionsbedarf von 260 bis 300 Milliarden Euro, um die Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen. Für die kommende Legislaturperiode des Europäischen Parlaments stehen verschiedene Ansätze zur Diskussion. Diese reichen von einer Weiterentwicklung der EU-Taxonomie über die Stärkung von Übergangsfinanzierungen bis hin zur besseren Integration von Nachhaltigkeitsrisiken in Finanzmarktregulierungen. Auch die Harmonisierung von ESG-Ratings und die Förderung nachhaltiger Finanzprodukte stehen auf der Agenda. Gleichzeitig wird debattiert, wie öffentliche und private Investitionen besser verzahnt werden können, um die notwendigen Transformationsprozesse zu finanzieren. Wir freuen uns sehr, Rasmus Andresen MdEP, Koordinator im Haushaltsausschuss und Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Währung, sowie Dr. Franziska Schütze vom DIW Berlin als Impulsgebende begrüßen zu dürfen.
Standortpolitik, Infrastruktur und Europa
11.11.2022
Fachforum Modernes Regieren: Dateninstitut
Gemeinsam mit Tobias Bacherle MdB, Berichterstatter der Grünen Bundestagsfraktion für das Dateninstitut, haben die Teilnehmenden im Rahmen des GWD-Fachgesprächs die notwendigen Bedingungen für ein zukunftsfähiges Dateninstitut, welches einen Mehrwehrt für Forschung, Politik und Wirtschaft und somit auch für Bürger:innen bietet, besprochen. Inbesondere wie eine verbesserte und gleichzeitig sichere Datennutzung sowie Datenverfügbarkeit aussehen kann, und welche technischen Möglichkeiten es für eine verschlüsselte Datenübertragung, -bearbeitung und -nutzung bereits gibt, stand dabei im Fokus. Die Ziele des Dateninstituts hat Tobias Bacherle MdB in seinem Impulsbeitrag zusammengefasst: „Als „Do-Tank“ soll das Dateninstitut als Vernetzungsstelle für vorhandene Expertise aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft fungieren, dabei praxisnah bleiben und Raum für Pilotprojekte bieten.“      Dr. Frank Bauer, Senior Financial Engineer bei Deloitte, betonte in der Diskussion rund um die Ausgestaltung des Dateninstituts die Herausforderung, fehlendes Vertrauen seitens der Datengeber:innen zu gewinnen: „Die technische Seite einer sicheren Speicherung und Weiterverarbeitung von Daten unter Wahrung der Datensouveränität der Datengeber und aller Datenschutzgesetze haben wir im Griff. Es fehlt allerdings an Anreizen, Daten bereitzustellen. Wir sehen aus verschiedenen Organisationen heraus regelmäßig Widerstände, die wahrscheinlich auf eine Überinterpretation des Begriffs Datenhoheit zurückzuführen sind. Dem können wir nur begegnen, wenn wir das Vertrauen in die vorhandenen technischen Möglichkeiten stärken. Es braucht an dieser Stelle eine transparente Kommunikation mit allen Beteiligten, um eine fortschrittliche Datenökonomie zu gewährleisten.“