Wärmewende im Gebäude

10. September 2024

mit Dr. Alexander Renner (BMWK) und Lothar Fehn Krestas (BMWSB)

Auf Basis des Perspektivenpapiers „Wärmewende im Gebäude zum Erfolg bringen“ werden wir uns gemeinsam mit Dr. Alexander Renner, Referatsleiter Grundsatz Energie- und Klimaschutz im Gebäudesektor, Strategien und Gebäudetechnologien im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, und Lothar Fehn Krestas, Unterabteilungsleiter Baupolitik, Klimaschutz und Nachhaltigkeit, Bundesbau im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, über das Thema austauschen.

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15.09.2023
Vereinbarkeit von Familie und Beruf – Erfolgsfaktor für den Arbeitsmarkt der Zukunft
(c) Sonja Macholl Sowohl der demographische als auch gesellschaftliche Wandel bringen große Herausforderungen für den Arbeitsmarkt der Zukunft hervor. Daher widmete sich das Fachforum Neue Arbeit & Neue Qualifikation mit Nina Stahr MdB (Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Mitglied im Familienausschuss, seit 2021 im Bundestag) und Marcus Lueger (Geschäftsführer Finanzen DACH Sanofi-Aventis Deutschland GmbH) am vergangenen Freitag dem Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf – Erfolgsfaktor für den Arbeitsmarkt der Zukunft“. Der Arbeitsmarkt der Zukunft steht vor großen Herausforderungen, wie Fachkräftemangel, Digitalisierung und gesellschaftlichem Wandel. Daher wird es umso wichtiger, bereits ausgebildete und eingearbeitete Fachkräfte in ihren Positionen zu halten. Darüber hinaus ist die Attraktivität von Unternehmen mit familienfreundlichen Strukturen höher, wodurch mehr qualifizierte Arbeitskräfte zusätzlich gewonnen werden können. Außerdem möchten immer mehr Frauen ihre Stellen nicht für die Familiengründung aufgeben, weshalb Anreize für Väter geschaffen werden müssen, Elternzeit zu nehmen. Dies fördert die Verbundenheit der Mitarbeitenden zum Unternehmen und verhindert Diskriminierung aufgrund von Fürsorgeverantwortung. Verschiedene Modelle wie das 8-8-8-Modell und Freistellungen nach der Geburt für Väter erhöhen die Wiedereinstiegsquote von Eltern, vor allem Müttern stark. Nina Stahr MdB betonte außerdem den Effekt von familienfreundlichen Strukturen im Unternehmen auf die Gleichstellung: „Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Als Bildungs- und Familienpolitikerin arbeite ich an Anreizen und Angeboten für junge Paare sich Sorgearbeit paritätisch aufzuteilen und an einem gesellschaftlichen Klima, das diese Entscheidung unterstützt. Ich sehe hier einen wichtigen Hebel für Gleichberechtigung, Steigerung des Fachkräftepotentials und dem Kampf gegen Altersarmut bei Frauen.“ Marcus Lueger stellt die eigenen Maßnahmen und Erfahrungen aus der unternehmerischen Praxis bei Sanofi: “Wir glauben fest daran, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht nur ein sozialer, sondern auch ein wirtschaftlicher Vorteil ist. Bei Sanofi setzen wir daher auf aktive Vaterschaft als Grundhaltung und bieten unseren Mitarbeitenden die Möglichkeit, 14 Wochen Familienzeit bei vollem Lohnausgleich zu nehmen, sei es bei Geburt oder Adoption. Insbesondere unsere Väter nehmen dieses Angebot sehr gut an. Dadurch stärken wir nicht nur die Bindung unserer Mitarbeitenden zum Unternehmen, sondern steigern auch unsere Arbeitgeberattraktivität. Im Sinne einer gelebten Corporate Social Responsibility reden wir nicht nur, sondern haben gehandelt.“ Zum Arbeitsfeld Neue Arbeit/ Neue Qualifikation.  
Arbeitsmarkt und Demografie
16.01.2024
Internationale Wirtschaftskooperationen
Das erste GWD-Fachforum in 2024 legte den Schwerpunkt auf die Frage, welche Rolle Internationale Wirtschaftskooperationen bei der Umsetzung der sozial-ökologischen Transformation spielen können. Das BMZ hat jüngst angekündigt, die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft unter dem Motto „Partners in Transformation“ neu ausrichten zu wollen. Vor diesem Hintergrund sollte unter anderem kritisch diskutiert werden, wie staatliche Förderprogramme und Initiativen hierbei wirksam und zielgerichtet unterstützen können, und welche Chancen und Risiken für die Wirtschaft bei und in internationalem Engagement liegen. Dazu begrüßte der GWD als Impulsgeberin aus der Politik Deborah Düring MdB von der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen und Mitglied im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie Roland Siller, Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG). In der Diskussion spielten die Themen SDG / Agenda 2030 sowie faire Lieferketten eine zentrale Rolle: welche Bedeutung haben sie für international tätige Unternehmen, welche Chancen ergeben sich durch die Einhaltung der SDG, welche Verpflichtungen entstehen aber auch daraus? Roland Siller verdeutlichte dabei, dass Umwelt-, Sozial-, Klimastandards und Menschenrechte viel paper work sind, aber das Thema ist bei den Unternehmen, die internationale Lieferketten haben, angekommen. Deborah Düring MdB, Sprecherin für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und neue Sprecherin für Außenpolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen: „Es ist nicht nur eine moralische Verpflichtung, sondern für international tätige Unternehmen essenziell: Nachhaltige Lieferketten können nur funktionieren, wenn wir die Agenda 2030 einhalten bzw. umsetzen. Die SDG sind nicht nur menschen-, natur- und klimafreundlich, sondern – gerade in Hinsicht auf Stabilität und Verlässlichkeit – klar unternehmensrelevant, wenn es um internationale Wirtschaftskooperationen geht.“ Grundsätzlich gilt, dass Dialoge zu diesen Themenkomplexen inzwischen immer unter den Bedingungen der Großthemen stattfinden: Klimawandel, Corona, Kriege und andere mililtärische Auseinadnersetzungen wie in der Ukraine, Israel/Palästina oder Jemen. Weitere Themen der Veranstaltung waren darüber hinaus die Einrichtung einer panafrikanischen Freihandelszone, weltweite Steuerquoten oder faire Mindestbesteuerung.
Geoökonomie, Resilienz und Sicherheit
17.04.2024
Nachhaltigkeitsberichterstattung
Die 2023 in Kraft getretene Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) der EU stellt viele Unternehmen vor neue Herausforderungen. Gemeinsam mit Christoph Töpfer, Experte zu diesem Thema beim Umweltbundesamt, sowie Patrick Schöpflin, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsfeld Unternehmen, Wertschöpfungsketten und Konsum am IÖW und GWD-Vorständin sowie Wirtschaftsprüferin Barbara Hoffmann haben wir diskutiert, welche Hürden die Umsetzung der CSRD-Richtlinie in der Praxis mit sich bringt und welche Lösungsansätze es hierfür bereits gibt. Dabei standen vor allem die Synergiepotenziale zwischen deutscher und europäischer Nachhaltigkeits- und Lieferkettenberichterstattung im Zentrum der Veranstaltung. Darüber hinaus wird oft diskutiert, wie und ob sich die Berichtspflichten des Lieferkettensorgfaltspfichtengesetzes mit den Nachhaltigkeitsberichtspflichten der European Sustainability Reporting Standards (ESRS) und der CSRD überschneiden bzw. integrieren lassen. Dazu hat Töpfer eine Studie seines Hauses vorgestellt, die insbesondere diese Synergiepotenziale eingeht. Er betonte in seinem Vortrag zudem die Vorteile der Nachhaltigkeitsberichterstattung für Unternehmen selbst: „Die Nachhaltigkeitsberichterstattung nach der CSRD wird ein Datenschatz – nicht nur für die Finanzmärkte. Auch der Politik wird sie wertvolle Informationen zum Fortschritt bei der sozial-ökologischen Transformation der Wirtschaft liefern. Wenn die Unternehmen sehen, dass ihre Berichte auch umfänglich genutzt werden, wird die aktuelle Bürokratiediskussion schnell abflachen.“ >Zum Download der Studie<
Klimaneutralität, Energiewende und Industriepolitik