Vortragsabend mit Michael Scharfschwerdt

29. März 2023

In Kooperation mit der Plattform für Europäische Sicherheitspolitik lud der GWD am 29. März zum Vortragsabend mit Michael Scharfschwerdt, Leiter des Planungsstabs im Auswärtigen Amt, zum Thema „Die nationale Sicherheitsstrategie Deutschlands“ in der österreichischen Botschaft.

Ein Kernpunkt in Scharfschwerdts Vortrag war das neue Verständnis von Sicherheitspolitik:

“Die deutsche Sicherheitspolitik ist mehr als Militär und Diplomatie. Die Nationale Sicherheitsstrategie wird daher einem integrierten Sicherheitsansatz folgen, denn nur mit umfassenden Antworten können wir den komplexen Risiken unserer Zeit erfolgreich begegnen.“

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03.06.2024
Biodiversität im Bau: Biophiles Design in Neu- und Bestandsbauten
Biodiversität ist entscheidend für unsere Lebensgrundlage, für unsere Lebensqualität, und die Qualität der Gewässer. Daher haben wir im zweiten Fachforum Bauen & Wohnen der Reihe Biodiversität im Bau mit dem Titel „Biophiles Design in Neu- und Bestandsbauten“ unter Moderation von Dr. Ipek Ölcüm, Fachanwältin für Bau- und Architektenrecht und Wirtschaftsmediatorin (IHK) mit Expert:innen aus Politik und Wirtschaft die Bedeutung von biophilem Design sowie biodiversitätsfördernden Lösungen wie Dachbegrünungen diskutiert. Denn versiegelte Innenstädte gefährden auch die Gesundheit von Menschen, wenn sich die Innenstädte in den Sommermonaten verstärkt aufheizen. Beim fortschreitenden Verlust von Biodiversität kann Fassadenbegrünung zwar helfen, jedoch wird die Biodiversitätskrise dadurch nicht gelöst. Anja Liebert MdB, Ausschuss für Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen, leitete die Diskussion mit einem Impulsvortrag ein, in dem sie die Relevanz der Sicherung von Biodiversität aufzeigte: „Biodiversität im Bau nutzt nicht nur den Tieren, sondern auch den Menschen, indem Quartiere durch mehr natürliche Lebensräume aufgewertet werden. Neben der erhöhten Lebensqualität fördert der Naturschutz im Bau die Resilienz gegen sich verstärkende Wetterereignisse: Grünflächen wirken sowohl kühlend als auch als natürlicher Speicher für Wasser.“ Städte bieten vielen Arten unterschlupf, wenn auf dem Land durch landwirtschaftliche Nutzung Lebensräume zerstört werden. Dennoch werden auch in Städten immer mehr Arten durch das Wachstum der Städte verdrängt – urbane Freiräume werden immer kleiner. Dabei könnten Tiere bei der Gestaltung von Neubauten mitgedacht werden. Landschaftsarchtektin Christine Jakoby von Studio Animal-Aided Design klärte in ihrem Impulsvortrag über gängige Fehlannahmen beim Naturschutz  im Bau auf: „Ein Problem des Naturschutzes im Bau liegt in der Fehlannahme, dass Mensch und Tiere als unterschiedliche Systeme mit gegensätzlichen Anforderungen gesehen werden müssen. Dazu erwarten viele Auftraggeber enorme Aufwendungen für die Implementierung von biodiversitätsfördernden Maßnahmen, obgleich auch durch verhältnismäßig geringe Kosten Erfolge erzielt werden können, sofern (tierische) Artenvielfalt bei der Planung mitgedacht wird.“ 
Standortpolitik, Infrastruktur und Europa
22.02.2024
Werbeverbot ungesunder Lebensmittel für Kinder und Jugendliche
In Fortsetzung des GWD-Fachforums Ernährungswirtschaft haben wir gemeinsam mit einer hochrangigen Runde aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft über das Gesetzesvorhaben zu klaren Vorgaben für an Kinder gerichteter Lebensmittelwerbung diskutiert. Aus der Politik durften wir uns dabei auf einen Impuls von Rita Hagl-Kehl MdB, zuständige Berichterstatterin für das geplante Werbeverbot der SPD-Fraktion, freuen. Aus der Wissenschaft begleitete ein Impuls von Prof. Dr. Pablo Steinberg, Präsident des Max-Rubner-Instituts, Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel, die Veranstaltung. Unter Moderation von Christian Forster, Programmleiter des Grünen Wirtschaftsdialogs, wurde deutlich, dass keine generalisierenden Aussagen über die Effektivität von bisherigen Selbstregulierungen möglich ist, da viele Faktoren die Gesundheit von Kindern beeinflussen. So spielen Einflüsse der Eltern, insbesondere der Mütter, bereits während der Schwangerschaft wie auch in der Stillzeit eine wichtige Rolle. Einigkeit herrschte darüber, dass die Folgekosten ungesunder Ernährung für die Krankenkassen, aber auch die wirtschaftliche Produktivität enorm sind und vermieden werden sollten. Als wichtigste Stellschraube im gesamtgesellschaftlichen Kontext wurde hier die Bildung als Faktor für eine gesunde Lebensweise eruiert. Dennoch möchte die Bundesregierung keine generelle „Erziehung“ der Bevölkerung vornehmen, sondern lediglich ein etwaiges Werbeverbot für spezifische Werbung für Kinder und Jugendliche durchsetzen. Fraglich ist nun, wie eine umfänglich geltende Definition von „kindertypischen Inhalten“ lauten kann. Prof. Dr. Pablo Steinberg erklärt wann der Grundstein für Kinderernährung gelegt wird: „Ernährungsmuster entwickeln sich in den ersten Lebensjahren des Kindes und beeinflussen spätere Ernährungsmuster. Präventive Interventionen zur Verbesserung der Ernährungsqualität sollten sich insbesondere auf die frühe Kindheit konzentrieren.“
Geoökonomie, Resilienz und Sicherheit
01.12.2022
FF NANQ: Unternehmerische Initiativen in der Weiterbildung
Mit Tina Winklmann MdB, Ausschuss für Arbeit und Soziales, Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, und Frank Büchner, Qualifizierungsverbund in der Lausitz für Erneuerbare Energien (QLEE), Verbundmanager LEAG.
Arbeitsmarkt und Demografie