Unternehmen vor hybriden Bedrohungen – Risiken wahrnehmen, Sicherheitslücken schließen

18. Dezember 2024

mit Dr. Christian Forwick, Abteilungsleiter Außenwirtschaftspolitik (Abt. V) im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

Die angespannte Sicherheitsarchitektur Europas stellt Unternehmen mehr denn je vor die wachsende Herausforderung der Wahrung der eigenen Sicherheit. Die Risiken reichen von wirtschaftlicher Spionage über Cyberangriffe bis hin zu Sabotage und physischen Angriffen, die den internationalen Handel und die Lieferketten destabilisieren können. In diesem Kontext möchten wir gemeinsam mit Dr. Christian Forwick, Abteilungsleiter Außenwirtschaftspolitik (Abt. V) im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz über Maßnahmen zur Steigerung der Resilienz und politische Rahmenbedingungen zur Schaffung eines größeren Schutzes von Unternehmen v.a. vor hybriden Angriffen sprechen. Von unternehmerischer Seite sind Impulse vonseiten der BASF SE und Fraport AG, aus wissenschaftlicher Perspektive vonseiten des Forschungsinstituts der DGAP geplant.

Passend hierzu weisen wir zudem auf unser zuletzt veröffentlichtes Perspektivenpapier im Cluster Sicherheit & Verteidigung „Gesamtverteidigung in Deutschland und Europa: Herausforderungen, Ziele und industriepolitische Maßnahmen“ hin.

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06.06.2024
Verschmelzung von Wirtschafts- und Sicherheitspolitik
Das Konzept der Economic Security wird zunehmend als integraler Bestandteil von Sicherheitspolitik betrachtet, denn vermehrt nutzen autoritäre Staaten wie z.B. China wirtschaftliche Abhängigkeiten, um Druck in zahlreichen internationalen Politik- und Wirtschaftsbereichen auszuüben. Wie ist darauf auf deutscher und EU-Ebene zu reagieren, welche Ansätze gibt es bereits und was kann noch kommen? Um dieses kontroverse Thema näher zu beleuchten, haben wir zum GreenTeaTimeTalk Economic Security: Verschmelzung von Wirtschafts- und Sicherheitspolitik eingeladen und als Podiumsgäste Reinhard Bütikofer MdEP, Fraktion Grüne/EFA, und Prof. Dr. Moritz Schularick, Präsident des Kiel Instituts für Weltwirtschaft, begrüßt. Moderiert wurde der GreenTeaTimeTalk von Gabriele C. Klug, 2. Vorsitzende des GWD. Die Impulsvorträge sowie die anschließende Diskussion machten deutlich, dass es bei der „neuen Weltwirtschaftsordnung“ vor allem um die Rolle Chinas geht: eine Großmacht, die nicht an dem bisherigen regelbasierten System interessiert ist und gleichzeitig in vielen Bereichen eine globale Marktführerschaft hat. Die Bedeutung von „De-risking“ wurde hervorgehoben, jedoch gleichzeitig festgestellt, dass die deutsche und europäische Politik zu zaghaft bei der Umsetzung dieses Konzepts vorgeht. Reinhard BUTIKOFER in the EP in Brussels Bütikofer äußerte sich in diesem Rahmen u.a. zur Diversifizierung von Lieferketten: „Um die Abhängigkeit von China zu reduzieren, müssen gemeinsam mit Partnerländern neue Wertschöpfungsketten aufgebaut werden. Dafür braucht es unter anderem Abnahmeverpflichtungen seitens deutscher und europäischer Unternehmen. Das wirtschaftliche Interesse des einzelnen Unternehmens ist hier jedoch oft ein anderes, vor allem da Sicherheitsrisiken bisher nicht als Kosten internalisiert werden. Daher braucht es eine stärkere Verschränkung von Handels- und Außenpolitik. Dabei kann es keine „one size fits all“-Lösung geben und es muss klar priorisiert werden, welche Industrien wirklich sicherheitsrelevant sind.“
Geoökonomie, Resilienz und Sicherheit
22.02.2024
Arbeitsmarktintegration
Roundtable in NRW zum Thema Arbeitsmarktintegration zusammen mit Landesgeschäftsstelle von Bündnis 90/Die Grünen und weiteren Vertreter*innen von Wirtschaftsverbänden und Flüchtlingsorganisationen, inkl. Vorstellung des Perspektivenpapiers „Migration als Chance begreifen“.
Arbeitsmarkt und DemografieRegionalforen
19.01.2022
LTT Inflation-Stagflation-Transformation
Das Thema „Inflation“ verfestigt sich und gewinnt zunehmend an Relevanz. Wird der Wohlstand durch Inflation, Stagflation oder gar „greenflation“ gefährdet – was ist zu tun? Am 19. Januar stellten Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor des Instituts für Wirtschaftsforschung Köln (IW) und Katharina Beck MdB, Sprecherin für Finanzpolitik der Grünen Bundestagsfraktion und ordentliches Mitglied im Finanzausschuss des Bundestages, im Rahmen eines digitalen GWD-LunchTimeTalks ihre Einschätzungen zu diesem Thema vor und diskutierten mit GWD-Mitgliedern und geladenen Gästen, welche finanzpolitischen Instrumente eine Antwort auf die aktuellen Herausforderungen geben könnten. Auszüge aus der Diskussion in unserem Newsletter 01/2021