Virtuelle Angriffe – Reale Schäden: Cybersecurity als Aufgabe für Staat und Wirtschaft

23. Juni 2025

mit Dr. Konstantin von Notz MdB, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der grünen Bundestagsfraktion und Mitglied des Innenausschusses

Der Schutz vor digitalen Angriffen ist zu einer Schlüsselaufgabe der inneren Sicherheit geworden. Immer häufiger geraten deutsche Unternehmen ins Visier von Angreifern aus dem In- und Ausland. Dahinter stehen nicht nur Einzeltäter, sondern zunehmend organisierte Kriminalität und staatliche Akteure, die gezielt mit hybriden Angriffen, Spionage und Sabotage operieren.
Laut einer Bitkom-Studie waren zuletzt 81 % der Unternehmen von entsprechenden Angriffen betroffen. Der wirtschaftliche Schaden ist auf den Rekordwert von 266,6 Milliarden Euro gestiegen. Die Bedrohungslage ist real – und sie spitzt sich weiter zu. Staat und Wirtschaft müssen ihre Schutzmaßnahmen konsequent ausbauen. Doch gerade bei grenzüberschreitenden Angriffen stoßen Sicherheitsbehörden an ihre Grenzen.
Daraus ergeben sich zentrale politische Fragen: Welche Maßnahmen braucht es, um ein wirksames Zusammenspiel von Staat und Wirtschaft zu ermöglichen? Wie können Kooperation und Reaktionsfähigkeit gegenüber hybriden Bedrohungen gestärkt werden? Und welche Investitionen sind nötig, um die Resilienz im digitalen Raum zu erhöhen – und die Zeitenwende auch im Inneren zu gestalten?

Diese Fragen möchten wir gemeinsamen mit Dr. Konstantin von Notz MdB, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der grünen Bundestagsfraktion und Mitglied des Innenausschusses, diskutieren.

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05.11.2024
Wasserstoffversorgung abseits des Kernnetzes
Wie deckt Deutschland künftig den Energiebedarf der Industrie? Eine Antwort liegt im Wasserstoff. Mit Axel Bree/ BMWK, Lizzie Herzog/Salzgitter AG, und Carsten Agert/Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt diskutierten Mitglieder der Wirtschaftsvereinigung der Grünen die Herausforderungen. Wasserstoff ist bei Erzeugung mit Grünstrom nicht nur klimafreundlich, sondern bietet auch breite Anwendungsmöglichkeiten. Aus diesem Grund soll Wasserstoff zukünftig eine zentrale Rolle in der Energieversorgung der deutschen Industrie spielen. Um das zu gewährleisten, wird in den nächsten Jahren das weltweit bisher einmalige Wasserstoffkernnetz ausgebaut. Bis zur Umsetzung und der Versorgung der Industrie mit Wasserstoff gibt es allerdings noch zahlreiche Herausforderungen. Woher wird der Wasserstoff kommen? Wie können auch Standorte abseits des Kernnetzes versorgt werden? Und wie können die Preise für Wasserstoff niedrig gehalten werden? Diskutiert wurden neben den Planungshorizonten auch unterschiedliche Alternativen der Belieferung, etwa via Schiff oder Bahn, oder durch den verstärkten Bau von weiteren Elektrolyseuren. Konkret werden sich Bedarfe aber jetzt im angegangenen Prozess zeigen und müssen dann flexibel von Ministerium und Wirtschaft in enger Zusammenarbeit angegangen werden.
Klimaneutralität, Energiewende und Industriepolitik
05.05.2021
Ad-hoc Forum Dekarbonisierung Fernwärme und quartiersbezogene Wärmeversorgung
Um die zentrale Herausforderung der Dekarbonisierung des Wärmesektors aufzugreifen, widmet sich der Grüne Wirtschaftsdialog zurzeit verstärkt dem Spannungsfeld Dekarbonisierung der Fernwärme bei parallelem Ausbau der quartiersbezogenen Nahwärmeversorgung. Hier treffen Wohnungswirtschaft und Energieversorgungsunternehmen mit unterschiedlichen Perspektiven aufeinander, was das große Gewicht der Fragestellung unterstreicht. Am 5. Mai wurde in einem spannenden und konstruktiven Rundgespräch mit Politik und Energieversorgungsunternehmen skizziert, welche Hürden der Transformation im Weg stehen und welcher Rahmenbedingungen es bedarf, um die Wärmeversorgung dauerhaft jenseits von fossilen Energieträgern zu gewährleisten. Neben der Lenkungswirkung eines höheren CO2-Preises – kostendeckend wären 190€ hieß es aus der Runde – wurden unter anderem die Wichtigkeit der sozialpolitischen Begleitung, hoher Sanierungsraten und der Akzeptanzschaffung für die Transformation vor Ort betont. Für die Umsetzung zentral ist die Schaffung quartiersbezogener Bündnisse und kommunaler Kooperationen zwischen Wohnungswirtschaft und Energieversorgungsunternehmen. Mit: Franz Untersteller, Umweltminister Baden-Württemberg, und Gerhard Zickenheiner, MdB
30.06.2022
Ad-hoc Forum Energiepolitik
Die deutsche Energiewirtschaft und die energieintensiven Produktionsbetriebe stehen vor immensen Herausforderungen. Die angespannte geopolitische Lage und insbesondere der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine haben in vielfacher Hinsicht gravierende Auswirkungen. Es gilt, Engpasssituationen entgegenzuwirken und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Gleichzeitig drängt die ökologisch-soziale Transformation der Branche zur Erreichung der Klimaziele, welche einer klugen Umsetzung mithilfe klarer Rahmenbedingungen bedarf. Im Ad-hoc Forum Energiepolitik haben wir die aktuellen energiewirtschaftlichen Handlungsfelder identifiziert sowie unsere Ideen für mögliche Fachforen vorgestellt und mit Ihnen diskutiert. Die gemeinsame Diskussion drehte sich dabei einerseits darum, wie Carbon Capture and Storage (CCS) und Carbon Capture and Utilisation (CCU) effektiv zum Klimaschutz beitragen kann. Dazu wurden von Dr. Erika Bellmann, Leiterin des Deutschlandprogramms bei Bellona, Leuchtturmprojekte vorgestellt, sowie Perspektiven, Hürden und Chancen der Technologie aufgezeigt. Ein weiteres hochaktuelles Thema, welches diskutiert wurde, ist der von Deutschland forcierte Ausbau von LNG-Terminals, dessen Klimaschutzkompatibilität und Möglichkeiten zur Umnutzung der Terminals. Foto: B’90/Die Grünen im Bundestag, Kaminski Dazu Stefan Wenzel, MdB und Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschafts- und Klimaschutzministerium: „Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine führte zwangsläufig zu einer Neubewertung der energie- und sicherheitspolitischen Lage in Deutschland. Um die Abhängigkeit von russischem Gas zu verringern, sind die vier schwimmenden Regasifizierungsanlagen für LNG zwingend erforderlich. Sie werden so lange genutzt, bis einige wenige feste Anlagen entstehen, die auch für Wasserstoffderivate geeignet sind. Ziel ist Energiepartnerschaften zu etablieren, die in möglichst kurzer Frist die Voraussetzungen zum Import von Wasserstoffderivaten aus Erneuerbaren Energien schaffen.“ Wir bedanken uns für die rege Diskussion und die Impulsvorträge.