Standort Deutschland | Konferenz der Wirtschaftsvereinigung der Grünen

24. September 2024

mit hochkarätigen Gästen aus Politik und Wirtschaft

Wie mobilisieren wir Investitionen für die Transformation?  Was sind die Erfolgsfaktoren für 2030? Was brauchen Unternehmen heute, damit wir morgen beides sichern – Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Standort Deutschland Konferenz der Wirtschaftsvereinigung der Grünen.

Aus der Politik mit dem Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, der Fraktionsvorsitzenden sowie der finanzpolitischen Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag, dem Finanzsenator der Freien Hansestadt Bremen, Staatssekretären aus Bund und Ländern, den grünen Parteivorsitzenden, und auch Gästen aus CDU und SPD. Aus der Wirtschaft mit zahlreichen C-Levels, unter anderem von Siemens, Salzgitter Stahl, Amundi, Allianz, Redstone, Amprion, RWE Renewables, Hager, ING-DiBa.

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11.05.2023
Fachforum Nachhaltiges Bauen
Am 11. Mai fand der Auftakt der neuen Veranstaltungsreihe „Bauwende: Versöhnung der Baustoffe“ des Fachforums Nachhaltiges Bauen in den Räumlichkeiten des GWD statt. Impulsgeber:innen waren Kassem Taher Saleh MdB, Obmann der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Ausschuss für Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen, Prof. Marzia Traverso, Professorin und Leiterin des Instituts für Nachhaltigkeit im Bauwesen der RWTH Aachen, sowie Prof. Hubert Röder, Professor für Betriebswirtschaftslehre Nachwachsender Rohstoffe an der University of Applied Sciences in Weihenstephan-Triesdorf. Anwendungsbeispiele aus der Praxis lieferte Architekt Julian Trummer (Leipfinger-Bader). Dr. Ipek Ölcüm, Fachanwältin für Bau- und Architektenrecht und Wirtschaftsmediatorin (IHK), moderierte das Event. Kassem T. Saleh betonte in seinem Impulsvortrag die Relevanz der Baustoffe bei der Erreichung der Pariser Klimaziele: „In der Baubranche manifestieren sich die gegenwärtigen Krisen in anschaulicher Weise, wobei die Mehrheit auf der nicht nachhaltigen Nutzung der Ressourcen unseres Planeten beruht. Die Auswahl der Baustoffe spielt dabei eine bedeutende Rolle. Um langfristig wirtschaftlich und ökologisch klug zu handeln, bedarf es einer Kombination aus verschiedenen Rohstoffen. Klar ist: Baustoffe der Zukunft sind regional, nachwachsend und kreislauffähig. Das sichert eine nachhaltige Versorgung und verbindet im Sinne der Nachhaltigkeit die ökologische und ökonomische Dimension.“  Julian Trummer von Leipfinger-Bader stellte einige neue Anwendungsarten von Baustoffen vor: „Ich sehe die Zukunft des nachhaltigen Bauens in der Symbiose der Baustoffe. Aus dem 20. Jahrhundert zu lernen kann nicht bedeuten, ein Einheitsmaterial durch ein anderes zu ersetzen. Stattdessen müssen wir wieder zu einer sinnvollen Kombination von Baustoffen finden, in der jedes Material seine Stärken ausspielt. Hier kann vor allem Lehm als Brückenbauer agieren.“ Prof. Marzia Traverso kommentierte in ihrem Impulsvortrag unter anderem den Stellenwert messbarer Kriterien in der Nachhaltigkeitsbewertung von Unternehmen: „Sagen Sie bitte nicht „Nachhaltigkeit“, wenn Sie es nicht wirklich meinen. Nachhaltige Leistung kann nicht mit Bauchgefühlen erreicht werden, sondern nur mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und quantitativen Messungen. Eine richtige Nachhaltigkeitsbewertung umfasst die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit und den gesamten Lebenszyklus eines Produktes oder einer Wertschöpfungskette einer Organisation.“ Prof. Dr. Hubert Röder bezog sich in seinem Impulsbeitrag auf die Vorteile des Rohstoffes Holz: „Holz liefert als Baustoff nicht nur die Chance, proaktiv unsere Mischwälder so umzugestalten, dass diese eine erhöhte Klimaresilienz und Biodiversität aufweisen, das Bauen mit Holz ermöglicht auch mehr bezahlbaren Wohnraum und bietet dazu noch einen Ausweg aus der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Somit dient Holz als Baustoff dem Klimaschutz, der Biodiversität, der Schaffung von Wohnraum und der Energiewende in Deutschland und sollte daher staatlich gefördert werden.“
Standortpolitik, Infrastruktur und Europa
23.03.2023
Fachforum Regionale Energiewende
Die Energiewende kann nur gelingen, wenn auch auf regionaler Ebene Maßnahmen zur Transformation umgesetzt werden. Daher hat der GWD das Fachforum Regionale Energiewende ins Leben gerufen. Zur Auftaktveranstaltung des Fachforums hat Dr. Jörg Raupach-Sumiya, Professor für Internationales Management an der Ritsumeikan University (Osaka/Japan) einen spanndenden Vortrag über “Regionale Kooperationen im Rahmen unternehmerischer Klimaschutzstrategien – Stellenwert, Potentiale, Erfolgsfaktoren” gehalten. Dabei stellte er insbesondere die Ergebnisse einer Umfrage unter Unternehmen, Verwaltungen und Verbänden in Deutschland vor. Die Erkenntnisse daraus sowie unternehmensübergreifende Kooperationen mit regionalen Stakeholdern standen in der anschließenden Diskussion im Fokus.  Dazu Dr. Jörg Raupach-Sumiya:  „Die Klimakrise ist global, aber ihre Überwindung verlangt wesentlich nach Regionalkonzepten für eine integrierte, sektorübergreifende Transformation der lokalen Infrastruktur. Klimaschutz und Nachhaltigkeit entwickelt sich zugleich zu einem bedeutenden Standort- und Wettbewerbsfaktor. Eine derartige Transformation bedarf regionaler Kooperationen zwischen Unternehmen, Verwaltung, Zivilgesellschaft und anderen lokalen Akteur:innen – unterlegt mit adäquaten, handlungsfähigen Strukturen und eingebettet in entsprechende strategische Ansätze von Unternehmen und Verwaltung.“  Zustimmung gab es auch von Corinna Altenburg, Teamleiterin Forschungsbereich Umwelt am Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) “Klimaschutz regional umsetzen heißt: Kooperation, Kommunikation und Strategie. Als klassische Querschnittsaufgabe gelingt Klimaschutz nur dann, wenn er in Verwaltung, Politik und bei Stakeholdern langfristig verankert wird und Akteure miteinander vernetzt sind. Dies gibt es nicht zum Nulltarif, ist jedoch ein notwendiges Investment für resiliente und klimagerechte Regionen.“   
Klimaneutralität, Energiewende und Industriepolitik
17.03.2022
Strategische Leitlinien in der Beschaffung und Versorgungssicherheit der Bundeswehr
Das Fachforum „Security and Defence“ des Grünen Wirtschaftsdialogs bringt seit August 2020 Stakeholder aus Politik und Industrie an einen Tisch, um wirtschaftliche Herausforderungen in der deutschen Sicherheitsarchitektur zu identifizieren und Lösungsvorschläge zu erarbeiten. In der Themenfeld-Session am 17. März wurden unter anderem die Finanzplanung der Bundesregierung und eine Reform des Beschaffungswesens diskutiert.