Regionalforum Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland

27. September 2022

Bei der Veranstaltung „Herausforderungen und Chancen der Transformation im Mittelstand“ in Frankfurt am Main lag der Fokus darauf, welche Rahmenbedingungen und Maßnahmen es braucht, um den aktuellen Herausforderungen der Unternehmen – etwa den hohen Energiekosten sowie dem Fachkräftemangel – wirkungsvoll zu begegnen und eine krisenfeste Entwicklung im Sinne der ökologisch-sozialen Transformation zu fördern. Dazu waren Staatssekretär Dr. Philipp Nimmermann aus dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, sowie die wirtschaftspolitischen Sprecher:innen der Grünen Landtagsfraktionen aus Hessen und Rheinland-Pfalz, Kaya Kinkel MdL und Fabian Ehmann MdL vor Ort, um mit den Teilnehmer:innen zu diskutieren.

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30.09.2024
Zukünftige Ausgestaltung der CO2-Bepreisung
Zu Beginn nächsten Jahres wird der Preis für den Ausstoß einer Tonne CO2 in Deutschland auf 55 Euro steigen. Einerseits sind die Auswirkungen in der Wirtschaft dabei umfänglich, der Beitrag zum Klimaschutz durch die Einzahlung in den Klima- und Transformationsfonds andererseits zukunftsgerichtet. In der Clustersitzung soll es um diverse Ansätze, wie Verwendungsmöglichkeiten der Einnahmen, Ausgleichsmöglichkeiten für Unternehmen oder die weitere technische Ausgestaltung der Bepreisung in Deutschland, gehen. Aus der Politik freuen wir uns dabei auf einen Impuls und Beitrag zur Diskussion von Felix Banaszak MdB (B90/Die Grünen), u.a. Mitglied im Wirtschaftsausschuss. Einen wissenschaftlichen Input werden wir von Dr. Michael Pahle, Leiter der Arbeitsgruppe „Klima- und Energiepolitik“ am Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung, erhalten.
Klimaneutralität, Energiewende und Industriepolitik
17.11.2023
Digitale Landwirtschaft als Praxisbeispiel für interministeriale Zusammenarbeit
Im Rahmen unseres Arbeitsfeldes Landwirtschaft & Ernährung haben wir gemeinsam mit Expert:innen aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft über das Brandenburger-Modell der interministerialen Zusammenarbeit diskutiert. In diesem Zusammenhang gab es einen politischen Impuls durch den Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz des Landes Brandenburg Axel Vogel. Als essentieller Punkt wurde der Ausbau der Dateninfrastruktur, 5G zur Datenweitergabe und GPS zur Anwendung genannt, denn nur dadurch werden Daten verfügbar und ökologische Vorteile durch die Anwendung moderner digitaler Methoden nutzbar gemacht. Einigung bestand darin, dass die Datenhoheit bei den Landwirt:innen bleiben und die öffentliche Akzeptanz von Digitalisierung und Datenerhebung ausgeweitet werden muss. Zuerst sollte die Anwendung der Technologien jedoch durch die nötigen Rahmenbedingungen ermöglicht werden: Dafür sei die Zusammenarbeit von Bund und Ländern nötig. Minister Vogel präsentierte die Ziele des Landes Brandenburgs zur Digitalisierung der Landwirtschaft: „Brandenburg strebt in der Land- und Forstwirtschaft eine digitalpolitische Vorreiterrolle an, die beispielgebend für Länder mit ähnlichen Strukturen sein soll. Das große Potenzial in diesem bereits stark innovativen und digitalisierten Wirtschaftsbereich unseres Landes wollen wir heben. Die Landesregierung will dafür Unterstützung geben beim Aufbau digitaler Anwendungen für die betriebliche Optimierung und ressourcenschonender Bewirtschaftung sowie zum Schutz der natürlichen Umwelt. Konkret geht es um, den Einsatz neuester Drohnen-, Mess- und Sensortechnik zur Verbesserung von Erträgen, zum Schutz von Natur und Umwelt, zur Einhaltung von Standards und Umweltauflagen sowie zur Abwehr von Gefahren (Waldbrände, Schädlinge), aber auch um die Erfassung und Bereitstellung wasserwirtschaftlicher Daten.“ _ Catharina Tendler, Leitung Lebendtiercontrolling bei der BWE-Brüterei Weser-Ems GmbH & Co. KG / PHW-Gruppe, betonte die Relevanz einer funktionierenden Netzinfrastruktur: „Im landwirtschaftlichen Bereich ist die Digitalisierung bereits stark vorangeschritten. Wissenschaft und Geflügelhaltung sind stetig auf der Suche nach Systemen, welche bei der Tierbetreuung unterstützen können. Solche Systeme werden das menschliche Auge nicht ersetzen können, bieten aber eine gute Möglichkeit um eine breitere Überwachung aufzubauen. Geht es um Unterstützung beim Tierhaltungsmanagement in der Geflügelhaltung, so wird der Upload der Daten in Echtzeit durch den mangelnden Glasfaserausbau heute jedoch maßgeblich behindert. Der Einsatz von beispielsweise umfassenden Kamerasystemen in Ställen, die bereits einzelne Tiere erkennen und Verhaltensveränderungen im Hinblick auf Tierwohl und Tiergesundheit wahrnehmen, verlangt eine vernünftige digitale Infrastruktur.“
Innovation, Digitalisierung und Technologie
21.03.2024
Künstliche Intelligenz als Chancentreiber für Umwelt und Klima
Im vergangenen Jahr hat der GWD begonnen, im Rahmen des Arbeitsfeldes Forschung und Innovation den verantwortungsvollen Umgang mit den aktuellen Entwicklungen der Künstliche Intelligenz (KI) zu thematisieren. Aufbauend darauf haben wir im Fachforum die ökologischen Potenziale von KI-Einsatz sowie deren Gestaltung aus Sicht der Politik und der Wirtschaft diskutiert. Aus der Politik durften wir uns dabei über einen Impuls und Beitrag zur Diskussion von der Vorsitzenden des Ausschusses für Digitales sowie Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz im Deutschen Bundestag, Tabea Rößner MdB freuen. Einen wirtschaftlichen Impus lieferte Maximilian Dekorsy (ecoplanet). In diesem Zusammenhang wurde unter anderem die  umweltfreundliche Prozessoptimierung, ressourcenschonende und energieeffiziente Anwendung von KI für alle Sektoren, beispielsweise Logistik, digitale Kraftwerke, Prozessoptimierung sowie -prognosen genannt und näher beleuchtet. Weiterführend wurde auf die Notwendigkeit von Nachhaltigkeitsstandards für die Vermeidung potenzieller Rebound-Effekte des Ressourcenverbrauchs der Digitalisierung hingewiesen. Eine Herausforderung stellt außerdem die Implementierung von KI-gestützen Tools in kleinen und mittelständischen Unternehmen dar: Hier benötigt es einen hohen Beratungsaufwand und Pilotprojekte sowie eine Förderung. Tabea Rößner macht in Ihrem Impuls auch auf Herausforderung einer erhöhten Digitalisierung aufmerksam: „Nachhaltigkeit und potenzielle Rebound-Effekte müssen bereits bei der Konzeptionierung von KI im Blick stehen: Eine bessere Energieeffizienz kann sowohl durch infrastrukturelle Anpassungen, Datensparsamkeit als auch in der modularen Entwicklung der Software erreicht werden.“ Spannende Einblicke erhielten wir außerdem durch eine exklusive Vorstellung von Fabian Seiter der Deutschen Energie-Agentur (dena) zu ihrer neuen Studie zu energieeffizienter Künstlicher Intelligenz: „In der Studie „Energieeffiziente KI“ des Future Energy Labs konnten wir erhebliche Energieeinsparpotenziale zwischen 31 und 61 Prozent nachweisen. Das KI-Training mit „Föderiertem Lernen“ – also das Training von KI direkt auf den Endgeräten und die anschließende Übertragung an den Server – sowie die Ausführung von KI kann auf Basis unserer Ergebnisse deutlich energieeffizienter durchgeführt werden.“ > Zur Studie <
Innovation, Digitalisierung und Technologie