Regionaltreffen NRW

29. April 2022

Die Regionalgruppe NRW traf sich am 29. April bereits zum zweiten Mal. Als Gastreferentin durften wir zu diesem Anlass Mona Neubaur begrüßen, Landesvorsitzende von Bündnis90/Die Grünen und Spitzenkandidatin zu den Landtagswahlen in NRW. Mit den Teilnehmer:innen teilte und diskutierte sie ihre Überlegungen zu einer sozial-ökologischen Umgestaltung der Wirtschaft und einer Neuausrichtung der öffentlichen Verwaltung in NRW – unter anderem auch mit Blick auf die derzeitige weltpolitische Lage mit all ihren auch wirtschaftlichen Konsequenzen.

Weitere Informationen im NL 02/2022

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14.03.2024
Cannabislegalisierung: Wirtschaftliche Chancen, Risiken und Perspektiven
Gerade wird in Deutschland die Umsetzung einer Cannabislegalisierung verhandelt. Aus diesem Anlass fand am 14. März ein Fachforum Gesundheitswirtschaft zur Cannabislegalisierung in den Räumlichkeiten des GWDs statt. Im Fokus standen dabei die Implikationen und Potentiale für die Wirtschaft sowie für den medizinischen und den privaten Gebrauch. Hierbei wurde auf die aktuell im Vordergrund stehende erste Säule der Legalisierung eingegangen und gleichzeitig auch die Perspektive auf die zweite Säule, die sich mit der konkreten Umsetzung in regionalen Modellversuchen befasst, gelegt. Wir durften uns im Rahmen des Fachforums über einen politschen Impulsvortrag durch die Medizinerin und amtierende Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Deutschen Bundestag Dr. Kirsten Kappert-Gonther MdB. freuen. Zudem brachte Prof. Dr. Justus Haucap, Wirtschaftswissenschaftler und Direktor des Düsseldorf Institute for Competition Economics (DICE) von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf eine wissenschaftliche Perspektive ein. Biggi Bender, gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen Bundestagsfraktion a.D., moderierte die Runde, in der die positiven Effekte der Legalisierung beleuchet, aber auch auf Risiken und Kritik eingegangen wurde. Zu den genannten erhofften positiven Folgen der Legalisierung gehört die Eindämmung des Schwarzmarktes, der wiederum weitere Vorteile mit sich bringt: So werden Konsumierende nicht mehr kriminalisiert und die Prävention vor Abhängigkeiten dadurch unterstützt. Weiterhin wird Cannabis als Genussmittel sicherer, da eine kontrollierte Abgabe über sogenannte Cannabis-Clubs erfolgt. Darüber hinaus birgt eine Legalisierung auch wirtschaftliche Chancen im Bereich des Saatguts, des Anbaus, aber auch im medizinischen Bereich, in dem Cannabis als Medikament eingesetzt werden kann. Außerdem würden der Staat und die Justiz entlastet. Kritisiert wurde das Cannabis-Gesetz hinsichtlich seiner Übergangsphase bis zur 2. Säule (Legalisierung des kommerziellen Nutzens). Denn eine Evaluation des Konsums und dessen Auswirkungen auf beispielsweise die flächendeckende Gesundheit, Sicherheit im Straßenverkehr oder Abhängigkeit unter Jugendlichen nach einem Jahr wird als sehr kurz getitelt. Dr. Kappert-Gonther betonte die Chancen des Gesetzes für den Jugendschutz: „Unter den gesundheitsschädlichen Bedingungen der Prohibition steigt die Zahl der Cannabiskonsumierenden. Besonders Kinder und Jugendliche sind gefährdet. Die Reform ermöglicht einen sichereren Konsum für Erwachsene ohne Blei oder synthetische Cannabinoide im Cannabis. Wir setzen einen Fokus auf Prävention und besseren Jugendschutz.“ Prof. Dr. Justus Haucap kritisierte hingegen den Evaluationsrahmen der Teillegalisierung: „Eine Evaluation bereits nach einem oder auch zwei Jahren wird kaum Erkenntnisse bringen. Das Geld kann man sich besser sparen. Gerade zu Beginn wird nicht alles sofort perfekt klappen. Zudem zeigen Erfahrungen aus dem Ausland, dass es am Anfang viele Leute geben dürfte, die einmal Cannabis ausprobieren, dann aber den Konsum auch wieder einstellen. Auch der Schwarzmarkt wird nicht von heute auf morgen verschwinden, das dauert etwas. Nach einem Jahr ist es viel zu früh Erfolge oder auch Misserfolge dieser Reform zu evaluieren.“
29.04.2024
Energieversorgung Industrie und Mittelstand
Die erfolgreiche Umsetzung einer nachhaltigen Energieversorgung erfolgt vor allem auf regionaler Ebene. Durch die Förderung erneuerbarer Energien, die Steigerung der Energieeffizienz und die Schaffung einer dezentralen Energieinfrastruktur zur eigenständigen Versorgung können Regionen nicht nur ihren ökologischen Fußabdruck verringern, sondern auch neue Wirtschaftsmöglichkeiten schaffen und die lokale Gemeinschaft stärken.  Im Rahmen des Regionalforums Hessen wollen wir daher gemeinsam mit Kaya Kinkel MdL, Sprecherin für Wirtschaft und Energie, sowie Jürgen Frömmrich MdL, Sprecher für Medien, ländlichen Raum, Handwerk und Mittelstand der Grünen Landtagsfraktion, diskutieren, welche Möglichkeiten die regionale Wirtschaft in Hinblick auf die nachhaltige Energieversorgung sieht. Dabei möchten wir insbesondere die Herausforderungen beim Ausbau der Infrastruktur und der erneuerbaren Energien sowie in der finanziellen Förderung beleuchten. Zudem soll diskutiert werden durch welche Rahmenbedingungen die Landespolitikregionale Energiesysteme sowie -kooperationen und somit den Wirtschaftsstandort Hessen (auch im Kontext des internationalen Wettbewerbs) stärken kann.
Klimaneutralität, Energiewende und IndustriepolitikRegionalforen
28.11.2023
Die Zukunft der wehrhaften Demokratie
Bei der gemeinsamen Veranstaltung mit BundeswehrGrün e.V. im Rahmen unseres Fachforums Security & Defence unter Moderation von Gabriele C.Klug, 2. Vorsitzende des GWS, stand vor allem „Die Zukunft der wehrhaften Demokratie“ im Fokus.  Insbesondere das Risikomanagement, die Bundeswehr in Öffentlichkeit und Gesellschaft sowie Technologiehoheit wurden zur Verteidigungsfähigkeit diskutiert. Darüber hinaus wurde ebenfalls die mittel- bis langfristige Planung der Produktionskapazitäten, Konsolidierungstendenzen der Industrie und vor allem die Höhe der Bedarfe von Kapazitäten zur Produktion diskutiert. Ein weiterer Punkt war die Position Deutschlands hinsichtlich Spezialisierung und Lieferketten Europa- und NATO-weit, sowie internationale Kooperationen und die Ausrichtung an Menschenrechten.  Spannende Impulse lieferten Philip Krämer MdB, Michael Humbek, CEO von Dynamit Nobel Defence und Imke Kügele, Vorsitzende des BundeswehrGrün e.V    
Geoökonomie, Resilienz und Sicherheit