Regionalforum Bayern

27. Juli 2023

Mit Katharina Schulze MdL: Beim Austausch mit Katharina Schulze MdL, Spitzenkandidatin der Grünen für die Landtagswahl in Bayern, in den Räumlichkeiten der Messe München ging es um die drängendsten wirtschaftspolitischen Fragen in Bayern und Deutschland.

Beim Austausch mit Katharina Schulze MdL, Spitzenkandidatin der Grünen für die Landtagswahl in Bayern, in den Räumlichkeiten der Messe München ging es um die drängendsten wirtschaftspolitischen Fragen in Bayern und Deutschland.

Diskutiert wurden u.a. konkrete Fragen der regionalen Energiewende, der Ausbau des ÖPNV in ländlichen Gebieten und die Hürden im Bereich der Digitalisierung und der Erwerbsmigration. Unabhängig von den spezifischen Herausforderungen, die es aktuell in Bayern und Deutschland zu meistern gilt, herrschte in der Runde Einigkeit darüber, dass es an einem positiven Gesamtnarrativ für den Standort fehlt, das Mut und Lust macht auf die Zukunft. Es sei unter anderem dieses Vakuum, das den populistischen Parteien gegenwärtig in die Hände spielt. Und es sei die Aufgabe der Regierung, hier eine Vision zu entwickeln und die konsequente Führung auf dem Weg dorthin zu übernehmen.

Katharina Schulze MdL zeigt Lösungskonzepte für die Bewältigung dieser Herausforderungen auf:
“In unserer Zeit der multiplen Krisen gibt es keine einfachen Antworten. Die nächsten Jahre werden eine Herausforderung für uns alle. Was wir uns dabei nicht leisten können, sind weitere fünf Jahre Stillstand in Bayern. Vor allem bei der Energiewende, beim Arbeitskräftemangel und der Digitalisierung müssen wir einen Sprint hinlegen, um Verschlepptes aufzuholen! Die Basis für diesen Sprint, und damit für einen zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort, ist eine starke Demokratie.”

 

Fotos: Chris Eberhardt

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16.08.2022
Fachforum Altersvorsorge
Im Rahmen eines Arbeitsfrühstücks wurde die Zukunft der Altersvorsorge in Deutschland beleuchtet und Impulse für eine Neuausrichtung gegeben. Denn der demographische Wandel stellt Deutschland bei der Altersvorsorge vor massive Herausforderungen. Diese haben wir gemeinsam mit Dr. Elmar Dönnebrink, Leiter des Referats „Tragfähigkeit, Alterssicherung und Demografie“ im Bundesministerium der Finanzen, sowie Julia Schäfer, Mitarbeiterin im Bundestagsbüro von Stefan Schmidt MdB, besprochen. Thema war auch der steigende Trend, der sich besonders bei jungen Menschen abzeichnet: Sie nutzen vermehrt Anlagemöglichkeiten wie börsengehandelte Indexfonds, die es ihnen ermöglichen, relativ unkompliziert, günstig und breit gestreut in Aktien zu investieren. Jens Döbbelin, Public Affairs Manager der DKB | Deutsche Kreditbank AG, hat diese Trendwende wie folgt beschrieben: Jens Döbbelin, Public Affairs Manager bei DKB „Schon heute gibt es bei jungen Menschen einen Wandel bei der Altersvorsorge. Sie gehen immer weiter weg von klassischen Produkten wie zum Beispiel der Riester-Rente und hin zu Aktien, Fonds und ETF-Sparplänen, teilweise bewusst und explizit mit einem Fokus auf Nachhaltigkeit. Diesen Trend sollte man durch eine staatliche Anerkennung und Förderung von langfristig angelegten Wertpapiersparplänen unterstützen und nutzen. Statt gefühlte Hürden oder neue, komplizierte Altersvorsorgeprodukte zu schaffen, gäbe es so weiteren Schwung für diesen leicht zugänglichen Weg der Altersvorsorge.“
24.01.2023
Regionalforum NRW: CO2 freies NRW – Strategien für Wasserstoff und CCU/CCS
Wie kann Nordrhein-Westfalen CO2-neutral werden? Und welche Rolle spielen dabei Wasserstoff und CCU/CCS? Zu diesen Fragen sowie dem künftigen Wasserstofftransport entlang der Rheinschiene kamen Mona Neubaur MdL, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie, sowie stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen und Vertreter:innen von Unternehmen verschiedener Branchen am Dienstag den 24. Januar ins Gespräch.  Dabei kamen verschiedene Stimmen aus Wirtschaft und Politik zu Wort. Beginnend wurde die Pandemie und Wirtschaftskrise als Digitalisierungstreiber hervorgehoben und die Bedeutung von erneuerbaren Energien in der Transformation betont. Anschließend wurde die Relevanz diversifizierter Importstrategien unterstrichen, um einseitige Abhängigkeiten zu vermeiden.  Während ihres Impulsbeitrags ging Neubaur auf NRW als Industrie- und Wirtschaftsstandort mit vielen mittelständischen Unternehmen ein. Gerade die große Transformation stellt NRW als Produktionsstandort für Stahl vor viele Herausforderungen, sodass nun ein schneller Umbau zu einer sicheren und nachhaltigen Energieversorgung, also eine “grüne Modernisierung” bevorsteht. Dies kann vor allem mit grünem Wasserstoff gelingen, mit Unterstützung von CCS, bei unvermeidbaren Emissionen: „Der massive Ausbau der erneuerbaren Energien und ein verantwortungsvoller Umgang mit unvermeidbaren CO2-Emissionen sind die Eckpfeiler für die klimaneutrale Transformation des Industriestrandortes Nordrhein-Westfalen. Auch wenn uns dafür nur etwas mehr als 20 Jahre Zeit bleiben, blicke ich mit Zuversicht in die Zukunft: Der Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft nimmt Fahrt auf, die Unternehmen im Land unterstützen die Transformation, nutzen ihre starken Netzwerke und strukturieren ihre Prozesse für die Kreislaufwirtschaft um. Alle haben das Ziel im Blick und arbeiten gemeinsam daran, dass Nordrhein-Westfalen die erste klimaneutrale Industrieregion Europas wird.“  Katherina Reiche, Vorstandsvorsitzende, Westenergie AG: „GreenClusterNRW: Der energiewirtschaftliche Strukturwandel bietet die Chance, unser Bundesland als Vorreiter für die Wasserstoffwirtschaft zu etablieren – ein Schlüsselelement für mehr Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit. Mit starken Infrastrukturen und einer hohen Dichte an Industrie und Mittelstand verfügt NRW dabei bereits über sehr gute Voraussetzungen. Jetzt gilt es, alle Akteure vor Ort zu einem innovativen H2-Ökosystem zusammenzuführen – für ein starkes Miteinander.“  
Klimaneutralität, Energiewende und IndustriepolitikRegionalforen
23.09.2022
Fachforum Kreislaufwirtschaft
In der hybriden Veranstaltung mit Dr. Jan-Niclas Gesenhues MdB und Gunda Rachut, Vorstand der Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister, diskutierten die geladenen Teilnehmer:innen zum Thema „Aufschwung der Circular Economy: Kreislaufwirtschaft gegen Rohstoffkrise“. Jan-Niclas Gesenhues, MdB hob besonders hevor, wie die Nutzung der Kreislaufwirtschaft Deutschlands Rohstoffabhängigkeiten verringern kann: „Wir müssen nicht nur über Energieunabhängigkeit sprechen, sondern auch über Rohstoffunabhängigkeit. Hier setzt die Kreislaufwirtschaft an und bekommt so eine geopolitische Dimension. Indem Rohstoffe nicht den Stoffkreislauf verlassen, werden Nationen unabhängiger von Importen – das macht die Kreislaufwirtschaft zu einer Freiheitstechnologie.“ In ihrem Impulsvortrag wies Gunda Rachut unter anderem auf die Regelungen der Kommission zum Recyclateinsatz und die dadurch zusätzlich entstehenden Hindernisse für die Kreislaufwirtschaft hin: „Einer Kreislaufwirtschaft steht in Deutschland bzw. Europa viel Bürokratie im Wege: Das Einbringen von Recyclaten in Lebensmittelverpackungen war auf rechtlicher Ebene bereits sehr kompliziert, und wurde mit den neuen Vorschriften auf EU-Ebene noch weiter bürokratisiert. Um eine echte Kreislaufwirtschaft nach vorne zu bringen, müssen auf Bundes- aber auch europäischer Ebene zukunftsfähige Rahmenbedingungen geschaffen werden, die Konzepte wie die Kreislaufwirtschaft mitdenken. Zentral werden hier auch ökonomische Lenkungsinstrumente zur Förderung des Recyclateinsatzes sein.“