Biotechnologie

30. Januar 2025

mit Natalie Cramme-Hill, Landesvorsitzende der Grünen Rheinland-Pfalz, Thorsten Becherer, Direktkandidat zur Bundestagswahl, Bündnis 90/Die Grünen Mainz, Julian Joswig, Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft Wirtschaft & Finanzen Rheinland- Pfalz und Bundestagswahlkandidat Bündnis 90/Die Grünen.

Die Biotechnologie gilt als Schlüsselbranche für die nachhaltige Transformation unserer Wirtschaft. Insbesondere in Rheinland-Pfalz bietet diese Zukunftsindustrie enormes Potenzial, um innovative Lösungen für Gesundheit, Umwelt und Landwirtschaft zu entwickeln und gleichzeitig wirtschaftliches Wachstum zu fördern. Aktuell gibt es landesweit 500 Forschungsprojekte mit Biotech-Bezug, und Rheinland-Pfalz ist mit 13,6 Patenten pro einer Million Einwohner deutscher Spitzenreiter.

In diesem Zusammenhang wollen wir im Regionalforum über die Chancen, Herausforderungen und Rahmenbedingungen für die Biotech-Branche in der Region mit Natalie Cramme-Hill, Landesvorsitzende der Grünen Rheinland-Pfalz, Thorsten Becherer, Direktkandidat zur Bundestagswahl, Bündnis 90/Die Grünen Mainz, Julian Joswig, Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft Wirtschaft & Finanzen Rheinland- Pfalz und Bundestagswahlkandidat Bündnis 90/Die Grünen, sowie weiteren politischen Entscheider:innen und Unternehmen aus der Biotechnologiebranche sprechen. Moderiert wird der Austausch von Gabriele C. Klug, Co-Vorstandsvorsitzende der Wirtschaftsvereinigung der Grünen.

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24.06.2024
Wirtschaftsfaktor Inklusion
Die Inklusion von Menschen mit Behinderung in den Arbeitsmarkt ist ein wichtiger Baustein, um sowohl eine nachhaltige und integrative Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Deutschland zu ermöglichen als auch dem Arbeitskräftemangel entgegenzuwirken. Die Relevanz des Themas ist dabei vielen Unternehmen noch nicht bewusst: Inklusion meint weit mehr als den barrierefreien Zugang zum Arbeitsplatz, sondern betrifft auch chronische und psychische Erkrankungen. Aktuell leben 8 Mio. anerkannte schwerbehinderte Menschen in Deutschland, davon haben nur 4% eine angeborene Beeinträchtigung, die restlichen entstanden im Laufe des (Arbeits-)Lebens. Angesichts der demografischen Entwicklungen und der Zunahme von psychischen Erkrankungen wird sich der Anteil schwerbehinderter Menschen am Arbeitsmarkt voraussichtlich weiter erhöhen. Gemeinsam mit Vertreter:innen aus Politik und Wirtschaft haben wir daher darüber diskutiert, welchen Hürden Unternehmen bei der Förderung von Inklusion begegnen sowie welche Maßnahmen sie dabei unterstützen können. Als Impulsgeberinnen durften wir Corinna Rüffer MdB, Bündnis 90/Die Grünen und Mitglied des Ausschusses für Arbeit und Soziales, sowie Prof. Dr. Gudrun Wansing, Sprecherin des Arbeitsbereiches Inklusion im Kontext von Arbeit und Beruf des Zentrums für Inklusionsforschung Berlin an der Humboldt-Universität, begrüßen. Best Practice Beispiele aus der Wirtschaft stellten Sebastian Cramer, Inklusionsbeauftragter bei Merck KGaA, und Olaf Guttzeit, Head of Disability Management bei Boehringer Ingelheim, vor. Die Diskussion im Anschluss an die Impulsvorträge machte deutlich, dass in Bezug auf Inklusion einen Kulturwandel notwendig ist. Es besteht vielfach der Trugschluss, dass Personen mit Behinderung nicht qualifiziert sind und keinen wirtschaftlichen Beitrag leisten können. Dabei zeigen Statistiken, dass 1,1 Millionen Menschen mit Behinderung in Beschäftigung sind und dies oft mit geringen Kündigungszahlen einhergeht. Darüber hinaus betonten die Impulsgebenden die Bedeutung von Inklusion für die Unternehmenskultur, insbesondere für die Förderung von Innovation. Ein inklusiver Arbeitsmarkt ist nicht nur ein Menschenrecht, sondern auch eine Notwendigkeit, um dem Arbeitskräftemangel entgegenzuwirken. Die Veranstaltung zeigte, dass Unternehmen bereit sind, inklusiv zu handeln, die politischen Rahmenbedingungen und praktischen Unterstützungsangebote müssen jedoch weiter verbessert und vor allem in der Breite bekannter gemacht werden.
Arbeitsmarkt und Demografie
19.08.2024
Austausch zum Perspektivenpapier Wasserstoff-Hochlauf
Der Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft in Deutschland ist eine große Herausforderung und kann maßgeblich zur Erreichung der Klimaneutralität beitragen. Die Anwendungsmöglichkeiten in der Wirtschaft sind dabei zwar in der Theorie sehr breit, müssen in der Praxis jedoch von den richtigen Rahmenbedingungen begleitet werden. Das Cluster Energie & Wärmewende unseres Fusionspartners hat dazu ein Perspektivenpapier erarbeitet, welches in der Sitzung präsentiert und gemeinsam mit mit Felix Banaszak MdB, Wasserstoff-Experte der Grünen-Bundestagsfraktion, diskutiert wurde. Wesentliche Punkte des Perspektivenpapiers sind: Überwindung von Unsicherheiten für Investitionen in Angebot und Nachfrage von Wasserstoff Die Nutzung von Wasserstoffspeichern Den Aufbau und den Betrieb von Elektrolyseuren anreizen Hochlauf durch Nutzung von Wasserstoff-Derivaten flexibilisieren Als entscheidende Punkte benannte Felix Banaszak im Austausch: Mit dem Amortisationskonto für das Kernnetz sei eine sinnvolle Absicherung gefunden worden, um die Investitionen in Pipelines anzureizen. Aber angesichts der enormen Kosten, die u.a. für den Wasserstoff-Hochlauf noch entstehen würden, müsse auch die Debatte über die Schuldenbremse in ihrer derzeitigen Form geführt werden. Darüber hinaus brauche es klare Rahmenbedingungen, die planbar über die Legislaturperioden hinaus gehen würden. Die Mitglieder aus den Unternehmen diskutierten dazu folgende Punkte: Richtig sei eine Priorisierung auf jene großen Abnehmer(Industrien), die ihre Prozesse nicht elektrifizieren könnten. Eine zu starke Fokussierung könnte allerdings dabei Gefahr laufen, dass sich eine Preisnormalisierung von Wasserstoff verzögern könne. Die Strombezugskriterien seien ein wesentlicher Kostenfaktor für die H2-Produktion in Deutschland. Für den Technologie-Fortschritt brauche es Förderungen über einen langen Zeitraum. Zudem lohne es sich auch zu erörtern, inwieweit steuerliche Aspekte berücksichtigt werden könnten, um Anreize zu schaffen.
Klimaneutralität, Energiewende und Industriepolitik
23.10.2025
Haushalt 2026 – Sondervermögen Infrastruktur zwischen Haushaltskosmetik und Zukunftsinvestitionen
Das Sondervermögen Infrastruktur wurde im Haushalt 2025 nicht im ursprünglich vorgesehenen Umfang eingesetzt. Nun stellt sich die Frage: Wie kann sichergestellt werden, dass die Mittel 2026 tatsächlich in die dringend notwendige Sanierung von Schiene, Gebäuden und Energieinfrastruktur fließen – und so als Innovationsmotor für die Transformation der Wirtschaft wirken? Wir freuen uns, gemeinsam mit Dr. Sebastian Schäfer MdB haushaltspolitischem Sprecher der Grünen Bundestagsfraktion, Dr. Geraldine Dany-Knedlik, Leiterin Prognose und Konjunkturpolitik sowie stellvertretende Abteilungsleiterin Makroökonomie am DIW Berlin, sowie Mitgliedsunternehmen unserer Wirtschaftsvereinigung die aktuellen Entwicklungen einzuordnen und zu diskutieren: Was bedeutet es für zentrale Infrastrukturprojekte, wenn Milliardenbeträge erneut zwischen Kernhaushalt und Sondervermögen verschoben werden? Wie kann verhindert werden, dass Investitionen in Gebäudesanierung, Elektromobilität, Breitbandausbau oder die klimaneutrale Transformation der Industrie gekürzt werden, während fossile Subventionen bestehen bleiben? Welche finanzpolitischen Rahmenbedingungen braucht es, damit das Sondervermögen langfristig wirksam ist und allen Akteuren Planungssicherheit bietet? Welche Rolle können Unternehmen spielen, damit das Sondervermögen nicht verpufft, sondern Innovation fördert und die Transformation der Wirtschaft voranbringt?
Standortpolitik, Infrastruktur und Europa