Industrieller Wandel zwischen Klimazielen und Versorgungssicherheit

27. Oktober 2025

Herausforderungen und Chancen für den Wirtschaftsstandort Niedersachsen

Gemeinsam mit

möchten wir über die Herausforderungen und Chancen für den Wirtschaftsstandort Niedersachsen diskutieren.

Wir werden u. a. folgende Fragen zur Diskussion stellen:

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26.06.2023
CCS/CCU und die Carbon Management Strategie der Bundesregierung
In den drei Energie-Fachforen zum wirtschaftlichen Einsatz von CO2-Abscheidungs-, Speicherungs- bzw. Nutzungstechnologien (CCS/CCU) konnten bereits zahlreiche Herausforderungen in der CCS-Anwendung identifiziert und gemeinsam mit Vertreter:innen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), des Bundestags und der Wirtschaft diskutiert werden. Die vorerst letzte Veranstaltung in dieser Themenreihe fokussierte sich im Detail die Carbon Management Strategie (CMS), welche aktuell von der Bundesregierung erarbeitet und voraussichtlich im Herbst vorliegen wird. Dr. Sebastian Fischer aus dem BMWK (Referat IV E 2 – Marktrahmen zur Dekarbonisierung der Industrie, international Kooperation) gab dazu erneut einen Impuls für die anschließende Diskussion. Gleichzeitig spielte auch das auf Basis der bisherigen Veranstaltungen im Auftrag von der HAW Hamburg für den GWD verfasste Thesenpapier eine Rolle: Die dort aufgegriffenen Anforderungen und Priorisierungen an die CMS wurden in der Veranstaltung gemeinsam weiter erörtert. Dass CCS und CCU wichtige Maßnahmen für die Bundesregierung sind, um die Klimaziele zu erreichen, insbesondere die Klimaneutralität bis 2045, wurde in der Veranstaltung mehrfach betont. Darüber hinaus wurden die aktuellen Entwicklungen in anderen Ländern wie Dänemark, Norwegen, den USA und Australien, die bereits CCS und CCU nutzen oder nutzen wollen, diskutiert. Auch die EU strebt an, die Möglichkeiten von CCS zu nutzen und auf kommerzieller Ebene einzuführen, um ihre Klimaziele zu erreichen: Der Net-Zero Industry Act der EU hat bereits eine jährliche CO2-Abscheidung von mindestens 50 Millionen Tonnen ab 2030 festgelegt. Auch bei der Carbon Management Strategie der Bundesregierung sollen klare Anwendungsgebiete für CCS und CCU benannt und die rechtlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Allerdings wurde klargestellt, dass die CMS nur ein Instrument ist und nicht die einzige Lösung zur Erreichung der Klimaziele darstellt. Weitere Schwerpunkte liegen auf der Vermeidung von Treibhausgasemissionen, der Ressourceneffizienz und der sauberen und transparenten Bilanzierung, insbesondere bei CCU, um Doppelzählungen zu vermeiden. Es wurde betont, dass Anreizsysteme und Förderungen entwickelt werden müssen, um einen kommerziellen Maßstab zu erreichen, und dass die Öffentlichkeit (Stakeholderdialog) in den Prozess einbezogen wird. Außerdem betonte Dr. Nathalie Martin Hübner, Corporate Governmental and Stakeholder Affairs Manager der Robert Bosch GmbH, die Bedeutung gemeinsamer internationaler Anstrenungen zur CO2-Senkung und -Speicherung: „Die Problematik der CO2-Emissionen macht nicht vor nationalen Grenzen halt. Bei Modellierungen zu möglichem Einsatz von CCS und der Erarbeitung von konkreten Lösungsansätzen sollte daher die internationale Perspektive viel stärker betrachtet werden – nicht nur europaweit, sondern auch global.“ Moderiert wurde die Veranstaltung vom 1. GWD-Vorsitzenden Thomas Gambke.    
Klimaneutralität, Energiewende und Industriepolitik
12.03.2024
Eine Stunde zur Geschäftslage deutscher Unternehmen in China und Einordnung dieser in grüne Außenwirtschaftspolitik
Die aktuellen Einschätzungen der Bundesregierung, die China in ihrer Chinastrategie sowohl als Partner, Wettbewerber als auch als systemischen Rivalen betrachtet, prägen maßgeblich die Geschäftsbeziehungen zwischen beiden Ländern. Gleichzeitig schlägt die Bundesregierung ein „De-Risking“ der Handelsbeziehungen vor. Wie deutsche Unternehmen auf dieses Spannungsfeld reagieren und was für Maßnahmen sie im Zuge eines De-Risking bereits vornehmen, möchten wir in diesem Austausch diskutieren. Anhand der Ergebnisse der Geschäftsklimaumfrage der AHK wird die aktuelle Stimmungslage deutscher Unternehmen in China diskutiert und was sich daraus für grüne (Außenwirtschafts-) politik ableiten lässt.
Geoökonomie, Resilienz und Sicherheit
05.11.2024
Wasserstoffversorgung abseits des Kernnetzes
Wie deckt Deutschland künftig den Energiebedarf der Industrie? Eine Antwort liegt im Wasserstoff. Mit Axel Bree/ BMWK, Lizzie Herzog/Salzgitter AG, und Carsten Agert/Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt diskutierten Mitglieder der Wirtschaftsvereinigung der Grünen die Herausforderungen. Wasserstoff ist bei Erzeugung mit Grünstrom nicht nur klimafreundlich, sondern bietet auch breite Anwendungsmöglichkeiten. Aus diesem Grund soll Wasserstoff zukünftig eine zentrale Rolle in der Energieversorgung der deutschen Industrie spielen. Um das zu gewährleisten, wird in den nächsten Jahren das weltweit bisher einmalige Wasserstoffkernnetz ausgebaut. Bis zur Umsetzung und der Versorgung der Industrie mit Wasserstoff gibt es allerdings noch zahlreiche Herausforderungen. Woher wird der Wasserstoff kommen? Wie können auch Standorte abseits des Kernnetzes versorgt werden? Und wie können die Preise für Wasserstoff niedrig gehalten werden? Diskutiert wurden neben den Planungshorizonten auch unterschiedliche Alternativen der Belieferung, etwa via Schiff oder Bahn, oder durch den verstärkten Bau von weiteren Elektrolyseuren. Konkret werden sich Bedarfe aber jetzt im angegangenen Prozess zeigen und müssen dann flexibel von Ministerium und Wirtschaft in enger Zusammenarbeit angegangen werden.
Klimaneutralität, Energiewende und Industriepolitik