Transformationsfinanzierung

2. September 2024

mit Stefan Evers, Bürgermeister und Senator für Finanzen des Landes Berlin

Bei diesem Austausch werden wir unseren Fokus auf das zentrale Thema Transformationsfinanzierung richten und freuen uns daher besonders darauf, Stefan Evers, Bürgermeister und Senator für Finanzen des Landes Berlin, als Impulsgebenden zu begrüßen.

Im Rahmen dieser Veranstaltung möchten wir gemeinsam mit Ihnen diskutieren, welche finanziellen Instrumente und politischen Maßnahmen erforderlich sind, um die Transformation zu unterstützen und den industriellen Fortschritt in der Metropolregion Berlin-Brandenburg zu gewährleisten. Ziel ist es dabei, im gemeinsamen Dialog zwischen Unternehmen und Politik über Parteigrenzen hinweg konkrete Lösungsansätze zu erarbeiten.

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18.09.2025
Vorhaben für Landwirtschaft und Ernährung in der 21. Wahlperiode: Regional, bürokratiearm, ökologisch – aber wie?
Agrardieselvergütung, Entbürokratisierung und Anpassungen beim Tierhaltungskennzeichnungsgesetz – das sind die ersten Maßnahmen der Bundesregierung im Bereich Landwirtschaft und Ernährung. Darüber hinaus haben die Regierungsparteien im Koalitionsvertrag vereinbart, Ernährungssicherung und Ressourcenschonung gleichermaßen als politische Ziele zu berücksichtigen und regionale Wertschöpfungsketten zu erschließen. Doch wie können die Vorhaben konkret umgesetzt werden – und welche Rahmenbedingungen müssen dafür geschaffen werden? Darüber möchten wir mit Ihnen ins Gespräch kommen – im Rahmen der nächsten Sitzung des Kompetenzclusters Agrarwende und Ernährung mit Johannes Steiniger MdB, Mitglied im Ausschuss für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat im Deutschen Bundestag und Sprecher der CDU/CSU-Fraktion für Landwirtschaft und Ernährung.
Geoökonomie, Resilienz und Sicherheit
18.06.2024
Lehren aus dem Wirtschaftsnobelpreis für den Arbeitsmarkt & eine transformative Unternehmenskultur
Hindernisse abräumen: Das Potenzial von Frauen für den Arbeitsmarkt Wie können wir das volle Potenzial von Frauen auf dem Arbeitsmarkt mobilisieren? Das war die Leitfrage einer hochrangig besetzten Diskussion des Grünen Wirtschaftsdialogs diese Woche unter anderem mit der Vorsitzenden der Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer. Gerade in Zeiten des Arbeitskräftemangels kann Deutschland es sich nicht leisten, auf einen wichtigen Teil seiner Talente zu verzichten. Diskutiert wurde viele Elemente einer Lösung, vom Ausbau der Kinderbetreuung bis zur Abschaffung des steuerlichen Ehegattensplittings. Die Hindernisse insbesondere für Frauen auf dem Arbeitsmarkt, gerade mit Blick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sind weiterhin hoch, erklärte Gabriele C. Klug,  Vorstandsvorsitzende des Wirtschaftsdialogs, der aktuell mit der Wirtschaftsvereinigung der Grünen fusioniert. Diese Barrieren seien „einer der Hauptgründe für die schlechten Wachstumszahlen, die rückläufige Innovationskraft und die abnehmende internationale Wettbewerbsfähigkeit“, so Klug – und verwies auf die Forschungsergebnisse von Claudia Goldin von der Harvard Universität, die aktuelle Trägerin des Wirtschaftsnobelpreises. Nötig sei ein Kulturwandel. Ein Kernthema ist die Flexibilität, sagte Schnitzer in ihrer Keynote (die Präsentation finden Sie weiter unten). Der Arbeitsmarkt belohnt lange Arbeitszeiten, besonders im Bereich der höheren Löhne. Flexiblere Jobs werden geringer entlohnt. Die zwischen Männern und Frauen ungleich verteilte Sorgearbeit ist ein Grund für die Verteilung am Arbeitsmarkt: Männer machen unflexiblere Jobs mit längeren Arbeitszeiten, Frauen flexiblere Jobs mit kürzeren Arbeitszeiten. Dies führt zu einem weiter hohen Gender Pay Gap und damit zu Fehlanreizen. Insbesondere in Deutschland führt die Geburt des ersten Kindes bei Frauen, nicht bei Männern, zu einem drastisch sinkenden Einkommen, und zwar auf Dauer. Etwa in Schweden ist dieser Effekt viel weniger stark, aber auch in Ostdeutschland. Wichtig seien Vorbilder, erklärte Sigrid Nikutta, Vorständin Güterverkehr der Deutschen Bahn AG und DB Cargo AG. Bei der Bahn gebe es 30% Frauen in Führungspositionen, Ziel sei die Parität. In Skandinavien, sagte Wiebke Ankersen, Geschäftsführerin der AllBright Stiftung, gebe es eine andere Arbeitszeitkultur – auch Führungskräfte könnten sich um Familie kümmern. Notwendig sei ein umfassender Ausbau der Kinderbetreuung, vor allem auch der Betreuungszeiten, betonte Gisela Erler, eine der Pionierinnen bei diesem Thema, Unternehmerin und Staatsrätin a.D. Diversität sei auch ein essentieller Faktor für Nachhaltigkeit, unter anderem weil sie zur Innovationsfähigkeit beiträgt, sagte Christian Berg vom Club of Rome. Das Gespräch moderierte Christina Bösenberg von @BCG Brighthouse. Weitere Dialogformate folgen – wir bleiben dran an diesem für Deutschlands Wirtschaft so relevanten Thema. Helfen kann auch der Austausch zu Best Practices in Unternehmen. Lilly Deutschland hat gute Erfahrungen mit geteilter Führung gemacht – Job Sharing mit zwei Personen in Teilzeit auf einer Leitungsfunktion, erklärten Lena Jurich und Stefanie Möller. Der Übertragungsnetzbetreiber 50 Hertz habe eine eigene Kindertagesstätte und Langzeitarbeitskonten, berichtete Brigita Jeroncic. Wichtig sei die Flexibilisierung der Arbeitszeiten, so die Erfahrung der Berliner Stadtreinigung, sagte Stefanie Hansen-Heidelk. Das ermögliche eine bessere Verbindung von Job und Familie oder Pflege. Für alle, aber real vor allem für die im Unternehmen so wichtigen Frauen.
Arbeitsmarkt und Demografie
16.05.2023
Defizite in der geschlechtsspezifischen Medizin
Am 16. Mai fand im Hörsaal der Kaiserin-Friedrich Stiftung das Expert:innengespräch zum Thema „Defizite in der geschlechtsspezifischen Medizin“ statt. Mit dabei waren die hochkarätigen Speaker:innen Saskia Weishaupt, MdB Bündnis 90/Die Grüne und Mitglied im Ausschuss für Gesundheit im Deutschen Bundestag, Prof. Dr. Mandy Mangler, Chefärztin Vivantes Auguste-Victoria Klinikum und Vivantes Klinikum Neukölln, Autorin des Tagesspiegel-Podcast “Gyncast” und Trägerin des Berliner Frauenpreises 2022, Prof. Dr. Turu Stadler, Professorin für geschlechtersensible Präventionsforschung und Leiterin Geschlechterforschung in der Medizin (GiM) an der Charité, sowie Christoph Habereder, Managing Director Organon.Neben den spannenden und informativen Inputs, wurde die Veranstaltung von Cornelia Wanke, Vorstand Healthcare Frauen und Spitzenfrauen Gesundheit moderiert. Themen wie die geschlechtsspezifischen Unterschiede in der medizinischen Versorgung, Forschung und dessen Auswirkungen auf die Wirtschaftsleistung in Deutschland standen dabei im Fokus. Ergebnis der Veranstaltung war unter anderem der Ausruf der Dekade der Gendergesundheit. Saskia Weishaupt MdB gab in ihrem Impulsvortrag Einblick in die Vorhaben der aktuellen Regierung: „Gendermedizin ist weder in der Lehre noch in der Forschung fest verankert, noch immer gelten Männerkörper als Norm in Forschung und Entwicklung. Als Politik müssen wir hier ansetzen. Daher hat die Ampel-Koalition hat das Thema Gendermedizin in den #Koalitionsvertrag aufgenommen und setzt sich für die Gleichstellung aller Geschlechter ein.“  Prof. Dr. Turu Stadler betonte die Relevanz von Einflussfaktoren, die über das Geschlecht hinausgehen: „Bei der Betrachtung der Einflussfaktoren, die die Gesundheit von Frauen bestimmen, wird deutlich, dass wir nicht länger nur das Geschlecht als alleinigen Faktor berücksichtigen dürfen. Es ist entscheidend, auch andere Aspekte wie sozialen Status, psychische Gesundheit, religiöse Zugehörigkeit und Ethnizität einzubeziehen. Die Berücksichtigung von Intersektionalität ist von großer Bedeutung, um eine umfassende und gerechte Gesundheitsversorgung für alle zu gewährleisten.“ Christoph Habereder zeigte vor allem die Bedeutung von Frauengesundheit auf die Wirtschaftsleistung auf: „Die Frauengesundheit hat Einfluss auf Gesellschaften. Und solche Gesellschaften, die das verstanden haben, sind gesünder und haben eine höhere Wirtschaftskraft. Das kommt einerseits durch geringere Arbeitsausfälle zu Stande, andererseits stärken Frauen durch einen hohen Anteil an Care-Arbeit die Wirtschaft indirekt oder stellen in manchen Berufsgruppen de facto die größte Arbeitskraft. Daher haben wir uns zum Ziel gesetzt, einen Beitrag zu einer verbesserten Frauengesundheit zu leisten.“ Prof. Dr. Mandy Mangler legte die ungleiche Geschlechterverteilung in Führungspositionen dar: „Insgesamt sind 83% der medizinischen Führungspositionen in den Deutschen Universitäten von Männern besetzt – das führt zu einer gravierenden Unterbesetzung dieser Stellen durch Frauen: So finden sich unter allen 21 gynäkologischen Chefärtz:innen in Berlin lediglich drei Frauen.“  
Arbeitsmarkt und Demografie