Regionalforum Bayern: Resilienz durch Kreislauf: Wirtschaftspolitik für zirkuläre Wertschöpfung

23. Juni 2026 | 17:00 – 19:00 Uhr

Katha Schulze MdL, Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/ Die Grünen im Bayerischen Landtag &
Stephanie Schuhknecht MdL, Vorsitzende des Ausschusses für Wirtschaft, Landesentwicklung, Energie, Medien und Digitalisierung des Bayerischen Landtags

Zunehmende Krisen rund um Rohstoffknappheit und unsichere Lieferketten machen immer deutlicher: Zirkuläre Lösungen dienen nicht nur der Nachhaltigkeit, sondern auch der Resilienz eines Wirtschaftsstandorts. Und sie sind ein Wachstumsfaktor, wie eine Studien-Veröffentlichung des BDI auf der IFAT beziffert hat: bis 2045 kann sich die zirkuläre Bruttowertschöpfung mehr als verdoppeln – auf bis zu 125 Milliarden Euro jährlich.

Bayern bietet dabei gute Voraussetzungen, um zirkuläre Wertschöpfungsketten zu entwickeln: eine starke Industrie und produzierendes Gewerbe und damit eine gute Stoffstrombasis, kombiniert mit einer herausragenden Forschungskompetenz und -transfer und einem dynamischen Startup-Ökosystem. Gleichzeitig gibt es Hemmnisse, die abgebaut werden müssen, um zirkuläres Wirtschaften unternehmerisch attraktiv und skalierbar zu machen.

Vor diesem Hintergrund wollen wir im Rahmen eines regionalen Roundtables in München gemeinsam mit unseren Mitgliedern und politischen Gästen

diskutieren, welche politischen Weichenstellungen Bayern braucht, um sein Potenzial als internationaler Leitstandort für Kreislaufwirtschaft zu realisieren.

Folgende Fragen wollen wir unter anderem beleuchten:

Weitere Veranstaltungen

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27.04.2021
Ad-hoc Forum E-Fuels
Für die Erreichung der Pariser Klimaziele werden E-Fuels unabdingbar eine Rolle spielen und sind ein wichtiger Baustein für die Energiewende. Dies gilt insbesondere in der Luft- und Schifffahrt, bei denen Elektrifizierung keine realistische Perspektive für die absehbare Zukunft darstellt. Gleichzeitig hat die Mehrheit der Teilnehmer:innen des Fachforums einem großflächigen Einsatz von E-Fuels im PKW-Sektor keine realistische Perspektive eingeräumt. Durch die geringe bestehende Produktionskapazität werden E-Fuels weiterhin in der Breite der Einsatzbereiche relativ teure Optionen bleiben. Für die Steigerung der Wirtschaftlichkeit von E-Fuels bedarf es daher eines globalen Ausbaus von E-Fuel-Produktionsstätten und erneuerbaren Energiequellen. Vor dem Hintergrund dieser Herausforderungen und auf der Suche nach konkreten Vorschlägen für die Schaffung angemessener Rahmenbedingungen wird der GWD das Fachforum E-Fuels definitiv fortführen und das Thema mit weiteren Veranstaltungen vorantreiben. Die Zusammenfassung der Diskussion finden Sie in unserem Sondernewsletter Mobilität II. Digitale Konferenz
24.06.2024
Wirtschaftsfaktor Inklusion
Die Inklusion von Menschen mit Behinderung in den Arbeitsmarkt ist ein wichtiger Baustein, um sowohl eine nachhaltige und integrative Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Deutschland zu ermöglichen als auch dem Arbeitskräftemangel entgegenzuwirken. Die Relevanz des Themas ist dabei vielen Unternehmen noch nicht bewusst: Inklusion meint weit mehr als den barrierefreien Zugang zum Arbeitsplatz, sondern betrifft auch chronische und psychische Erkrankungen. Aktuell leben 8 Mio. anerkannte schwerbehinderte Menschen in Deutschland, davon haben nur 4% eine angeborene Beeinträchtigung, die restlichen entstanden im Laufe des (Arbeits-)Lebens. Angesichts der demografischen Entwicklungen und der Zunahme von psychischen Erkrankungen wird sich der Anteil schwerbehinderter Menschen am Arbeitsmarkt voraussichtlich weiter erhöhen. Gemeinsam mit Vertreter:innen aus Politik und Wirtschaft haben wir daher darüber diskutiert, welchen Hürden Unternehmen bei der Förderung von Inklusion begegnen sowie welche Maßnahmen sie dabei unterstützen können. Als Impulsgeberinnen durften wir Corinna Rüffer MdB, Bündnis 90/Die Grünen und Mitglied des Ausschusses für Arbeit und Soziales, sowie Prof. Dr. Gudrun Wansing, Sprecherin des Arbeitsbereiches Inklusion im Kontext von Arbeit und Beruf des Zentrums für Inklusionsforschung Berlin an der Humboldt-Universität, begrüßen. Best Practice Beispiele aus der Wirtschaft stellten Sebastian Cramer, Inklusionsbeauftragter bei Merck KGaA, und Olaf Guttzeit, Head of Disability Management bei Boehringer Ingelheim, vor. Die Diskussion im Anschluss an die Impulsvorträge machte deutlich, dass in Bezug auf Inklusion einen Kulturwandel notwendig ist. Es besteht vielfach der Trugschluss, dass Personen mit Behinderung nicht qualifiziert sind und keinen wirtschaftlichen Beitrag leisten können. Dabei zeigen Statistiken, dass 1,1 Millionen Menschen mit Behinderung in Beschäftigung sind und dies oft mit geringen Kündigungszahlen einhergeht. Darüber hinaus betonten die Impulsgebenden die Bedeutung von Inklusion für die Unternehmenskultur, insbesondere für die Förderung von Innovation. Ein inklusiver Arbeitsmarkt ist nicht nur ein Menschenrecht, sondern auch eine Notwendigkeit, um dem Arbeitskräftemangel entgegenzuwirken. Die Veranstaltung zeigte, dass Unternehmen bereit sind, inklusiv zu handeln, die politischen Rahmenbedingungen und praktischen Unterstützungsangebote müssen jedoch weiter verbessert und vor allem in der Breite bekannter gemacht werden.
Arbeitsmarkt und Demografie
30.01.2025
Biotechnologie
Die Biotechnologie gilt als Schlüsselbranche für die nachhaltige Transformation unserer Wirtschaft. Insbesondere in Rheinland-Pfalz bietet diese Zukunftsindustrie enormes Potenzial, um innovative Lösungen für Gesundheit, Umwelt und Landwirtschaft zu entwickeln und gleichzeitig wirtschaftliches Wachstum zu fördern. Aktuell gibt es landesweit 500 Forschungsprojekte mit Biotech-Bezug, und Rheinland-Pfalz ist mit 13,6 Patenten pro einer Million Einwohner deutscher Spitzenreiter. In diesem Zusammenhang wollen wir im Regionalforum über die Chancen, Herausforderungen und Rahmenbedingungen für die Biotech-Branche in der Region mit Natalie Cramme-Hill, Landesvorsitzende der Grünen Rheinland-Pfalz, Thorsten Becherer, Direktkandidat zur Bundestagswahl, Bündnis 90/Die Grünen Mainz, Julian Joswig, Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft Wirtschaft & Finanzen Rheinland- Pfalz und Bundestagswahlkandidat Bündnis 90/Die Grünen, sowie weiteren politischen Entscheider:innen und Unternehmen aus der Biotechnologiebranche sprechen. Moderiert wird der Austausch von Gabriele C. Klug, Co-Vorstandsvorsitzende der Wirtschaftsvereinigung der Grünen.
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