Pharma und Medizintechnik: Zukunft in Deutschland

4. November 2024

mit Dr. med. Paula Piechotta MdB

Was hat die US-Wahl mit der Gesundheitswirtschaft und HPharma in Deutschland zu tun? Von Abschottung bis Freihandel diskutierte Dr. Paula Piechotta, Mitglied des deutschen Bundestags und selbst Ärztin, mögliche Szenarien mit Mitgliedern der Wirtschaftsvereinigung der Grünen und weiteren Fachleuten aus den betroffenen Branchen. Die Folgen der Wahl für die internationalen Märkte könnten erheblich sein, sollte Donald Trump gewinnen.

Im Austausch zwischen Wirtschaft und Politik ging es deshalb darum, wie sich Europa mit seinem Binnenmarkt für eine starke Pharmaindustrie und Gesundheitswirtschaft künftig zunehmend unabhängig machen kann – nicht nur von den USA, sondern auch etwa von China. Dabei ging es um viele konkrete Fragen, von einer besser ausbalancierten Regulatorik über Finanzierung bis hin zur strategischen Dimension.

Innovation und Digitalisierung sind hier ein Schlüssel. Wir brauchen klare Rahmenbedingungen und Anreize, die Unternehmen und Forschungseinrichtungen unterstützen. Gleichzeitig müssen wir den in bei Pharma wie auch Medizintechnologie starken Standort Deutschland nachhaltig attraktiver machen, damit neue Entwicklungen – von innovativen Arzneimitteln bis hin zu modernsten Geräten – auch hier vorangetrieben werden.: Die Zukunft in Deutschland gestalten.

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22.04.2024
Rahmenbedingungen des Photovoltaikausbaus
Die Stärkung der Photovoltaikindustrie in Deutschland und Europa muss eine energie-, klima-, außen-, und sicherheitspolitische Priorität werden. Im Arbeitsfeld Energie werden wir uns deshalb im Rahmen einer Veranstaltungsreihe mit dem Thema Photovoltaik von A bis Z – von der Herstellung bis zum Einbau auseinandersetzen. Die Auftaktveranstaltung der Reihe mit Impulsen von Fabian Ehmann MdL, Sprecher Energie und Klimaschutz in Rheinland-Pfalz, Anna Heimsath, Abteilungsleiterin Analyse, PV-Module und Kraftwerke beim Fraunhofer ISE, sowie Amir Roughani, Gründer und CEO der VISPIRON Gruppe sowie Vorstand des GWD, widmete sich den energiepolitischen Rahmenbedingungen des Photovoltaikausbaus in Deutschland. Im Fokus standen hier die Überwindung der Hindernisse beim Ausbau, die Integration von Photovoltaik (PV) ins Stromnetz sowie der Förderrahmen und das Investitionsklima. Unter anderem wurde dabei ein Abbau von Netzentgelten, aber auch von Subventionen für fossile Energien skizziert, gleichzeitig ein wirksamer CO2-Preis gefordert. Einstimmigkeit gab es bei den Forderungen nach mehr Digitalisierung und beschleunigten Genehmigungsverfahren. Darüber hinaus wurden auch innovative Technologien und Trends in der Branche beleuchtet, mitunter Leichtbau-Photovoltaik oder Panels in Bauwerke oder Fahrzeuge zu integrieren, aber auch schwimmende Panels sowie das breite Themenfeld Agri-PV. Hervorgehoben wurde ebenso die Notwendigkeit für langlebige Module und eine erhöhte Effizienz. Außerdem wurden der zügige Zubau von PV-Anlagen und das Solarpflicht-Gesetz für Gewerbeneubauten und Parkplätze (ab 50 PKW) gelobt. Amir Roughani zeigte in seinem Impulsvortrag Lösungsansätze auf, welche die Solarbranche langfristig stärken können: „China ist mit etwa 90% verbautem PV-Modul-Anteil der wichtigste Lieferant für den Photovoltaikausbaus in Deutschland. Die strukturelle Abhängigkeit von China stellt jedoch eine komplexe Herausforderung dar, die nicht durch kurzfristige Maßnahmen im Bereich der Modulproduktion allein gelöst werden kann. Die Einführung von Zöllen und Resilienzboni würde den Ausbau der Photovoltaik erheblich verlangsamen und verteuern, was ein enormer finanzieller Kraftakt wäre. Stattdessen sollten Mittel in die Modernisierung der Verwaltung fließen, um Genehmigungsprozesse zu beschleunigen. Besorgniserregend ist, dass deutsche PV-Modulhersteller derzeit etwa dreimal teurer sind als die Weltmarktpreise. Diese Preisdifferenz verdeutlicht die Dimension der Herausforderung, die wir nicht allein durch Resilienzboni bewältigen können.“ Anna Heimsath bestärkt die Vorteile innovativer PV-Lösungen für Deutschland: „Integrierte Photovoltaik und PV-Anlagen im Batteriespeicher werden in Zukunft immer relevanter, um Flächennutzungskonflikte zu verringern und zukünftigen Lastprofilen und Netzanforderungen gerecht zu werden. Klare Gesetzgebung bringt Sicherheit, fördert den jährlich steigenden PV-Zubau und kann durch weitere Maßnahmen die heimische Industrie stärken.“
Klimaneutralität, Energiewende und Industriepolitik
03.08.2023
Ad-hoc Forum: Mobilitätsdatengesetz
Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BDMV) hat die Eckpunkte für das im Koalitionsvertrag vereinbarte Mobilitätsdatengesetz vorgelegt. Das Eckpunktepapier gibt einen Überblick über die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Beteiligungsprozess, der vom BDMV in Zusammenarbeit mit verschiedenen Stakeholdern von Oktober 2022 bis März 2023 durchgeführt wurde. Um das Eckpunktepapier zu diskutieren, kamen am 3. August verschiedene Akteur:innen des Mobilitätssektors beim Ad-hoc-Forum des GWD zusammen. Kontext zur Veranstaltung gibt auch das GWD-Positionspapier “Zukunftsfähige Verkehrswende durch multi- und intermodale Mobilitätsangebote”. Denn zur Implementierung dieser neuen Mobilitätsangebote sind Gesetzesänderung dringend nötig, da sie zahlreiche Vorteile bieten: Durch die Reduktion von CO2-Emissionen und Luftverschmutzung, Entlastung des Straßenverkehrs und Steigerung der Lebensqualität in urbanen Gebieten wird die ökologisch-soziale Transformation vorangetrieben. Die Ausgestaltung einer nachhaltigen Verkehrswende durch innovative und intermodale Mobilitätskonzepte wurden im Rahmen des Fachforums Mobilität die von Vertreter:innen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft erarbeitet.
Innovation, Digitalisierung und Technologie
21.07.2026
Regionalforum Berlin: Zukunftsstandort Gesundheitswirtschaft
Die Berliner Gesundheitswirtschaft zählt zu den stärksten und innovativsten Wirtschaftszweigen der Hauptstadtregion – sie ist ein Motor für Wachstum, Beschäftigung und medizinischen Fortschritt auf europäischem Niveau. Die Branche steht jedoch vor zahlreichen Herausforderungen: Neben den klassischen Hürden Fachkräftemangel, Bürokratie und Digitalisierungsdefizite beeinträchtigen auch steigende Produktionskosten und fragile Lieferketten die internationale Konkurrenzfähigkeit. Vor diesem Hintergrund wollen wir im Rahmen unseres Regionalforums gemeinsam mit unseren Mitgliedern Rahmenbedingungen für den Zukunftsstandort Gesundheitswirtschaft und Life Sciences diskutieren. Welche politischen Weichenstellungen braucht Berlin jetzt, um die Metropolregion als führenden internationalen Innovationsstandort zu stärken und zu bewahren? Wir freuen uns auf eine Round Table Diskussion mit: Werner Graf MdA, Fraktionsvorsitzender und Spitzenkandidat von B90/ Die Grünen für die Berliner Abgeordnetenhauswahl 2026, Tuba Bozkurt MdA, Sprecherin für Industrie und Digitalwirtschaft, B90/ Die Grünen, sowie einem Impuls aus der Wirtschaft von Tobias Helmstorf, Project Lead Berlin Center for Gene and Cell Therapies, Bayer AG.
RegionalforenStandortpolitik, Infrastruktur und Europa