Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie

22. Oktober 2024

mit Dr. Bodo Linscheidt, Unterabtteilungsleiter Digitalisierung, Nachhaltige Konsum- und Produktpolitik, Ressourcenschonung im BMUV

Die Wirtschaft der Zukunft wird eine Kreislaufwirtschaft sein. Bereits im Juni wurde deshalb durch das Bundesumweltministerium der Entwurf einer Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie veröffentlicht, in der die Ziele und Maßnahmen der Bundesregierung auf dem Weg zu einer Kreislaufwirtschaft dargelegt werden. Der Strategieentwurf befindet sich aktuell in der Ressortabstimmung, ein Kabinettsbeschluss ist für den Herbst 2024 geplant.

In der Sitzung wollen wir gemeinsam erörtern, wie der Strategieentwurf in andere Gesetzesinitiativen eingebettet wird und wo bis zur Bundestagswahl noch Handlungsspielraum bleibt. Diskutiert werden darüber hinaus u.a. die Herausforderungen bei der Steigerung des Anteils von Sekundärrohstoffen in Lebensmittelverpackungen sowie die Pläne zur Implementierung des digitalen Produktpasses und der nötigen digitalen Infrastruktur. Wir freuen uns dabei auf einen Impuls durch Dr. Bodo Linscheidt, Unterabtteilungsleiter Digitalisierung, Nachhaltige Konsum- und Produktpolitik, Ressourcenschonung im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV), der an der Erarbeitung des Strategieentwurfs federführend beteiligt war.

Weitere Veranstaltungen

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05.05.2022
LunchTimeTalk mit Melis Sekmen
Die Notwendigkeit, unsere Wirtschaft rapide und grundlegend zu transformieren ist dringender denn je. Gelingen kann dies vor allem auch durch: Innovation. Die mittelständischen Unternehmen Deutschlands zeichnen sich durch ihre Innovationsfähigkeit aus, doch um ihre Transformationskraft im Kontext eines wachsenden globalen Wettbewerbs zu erhalten und möglichst zu steigern, gilt es, den mittelständischen Innovationsstandort Deutschland auch für die Zukunft zu sichern. Was kann die Politik hierfür tun? Gast: Melis Sekmen MdB, Obfrau im Wirtschaftsausschuss des Bundestages und Berichterstatterin der GRÜNEN Bundestagsfraktion für Mittelstand.
05.11.2024
Wasserstoffversorgung abseits des Kernnetzes
Wie deckt Deutschland künftig den Energiebedarf der Industrie? Eine Antwort liegt im Wasserstoff. Mit Axel Bree/ BMWK, Lizzie Herzog/Salzgitter AG, und Carsten Agert/Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt diskutierten Mitglieder der Wirtschaftsvereinigung der Grünen die Herausforderungen. Wasserstoff ist bei Erzeugung mit Grünstrom nicht nur klimafreundlich, sondern bietet auch breite Anwendungsmöglichkeiten. Aus diesem Grund soll Wasserstoff zukünftig eine zentrale Rolle in der Energieversorgung der deutschen Industrie spielen. Um das zu gewährleisten, wird in den nächsten Jahren das weltweit bisher einmalige Wasserstoffkernnetz ausgebaut. Bis zur Umsetzung und der Versorgung der Industrie mit Wasserstoff gibt es allerdings noch zahlreiche Herausforderungen. Woher wird der Wasserstoff kommen? Wie können auch Standorte abseits des Kernnetzes versorgt werden? Und wie können die Preise für Wasserstoff niedrig gehalten werden? Diskutiert wurden neben den Planungshorizonten auch unterschiedliche Alternativen der Belieferung, etwa via Schiff oder Bahn, oder durch den verstärkten Bau von weiteren Elektrolyseuren. Konkret werden sich Bedarfe aber jetzt im angegangenen Prozess zeigen und müssen dann flexibel von Ministerium und Wirtschaft in enger Zusammenarbeit angegangen werden.
Klimaneutralität, Energiewende und Industriepolitik
08.02.2023
FF Energie: Kurzfristige Möglichkeiten und Herausforderungen in der CCS-Anwendung
In der Beschäftigung des GWD mit dem Thema CCS fand die Auftaktveranstaltung bereits am 25. Oktober 2022 zum Thema „CO2-Abscheidung und Speicherung (CCS/CCU)“ statt; hier konnten bereits erste politische und wirtschaftliche Handlungsfelder sowie Problemstellungen identifiziert werden. Am 8. Februar 2023 fand nun die zweite Veranstaltung zum Themenkomplex statt. Hier wurden insbesondere die kurzfristigen Möglichkeiten und Herausforderungen in der CCS-Anwendung diskutiert sowie konkrete Maßnahmen erarbeitet. Der Tenor der Beteiligten an dem Fachforum war dabei: Die Zeit drängt, es ist notwendig, bei CCS möglichst bald in die Umsetzung zu kommen. Impulsvorträge gaben Dr. Sebastian Fischer, Referent beim Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), Carolin Boßmeyer, Head of Liaison Office Berlin und Senior Manager Government Affairs bei Heidelberg Materials, sowie Sarah Endres, Projektleiterin Unternehmensentwicklung/Business Development Manager, EEW Energy from Waste GmbH. Wissenschaftliche begleitet wird die Veranstaltungsreihe von Prof. Dr. Sebastian Timmerberg von der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg). (c) BMWK, Anja Blumentritt Dr. Sebastian Fischer, Referent beim Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK): „Klimaneutralitätsstudien zeigen, dass nationale und internationale Klimaziele nur mit CCS/CCU in der Industrie und im Abfallsektor erreichbar sind. Für den erfolgreichen Hochlauf einer CCS/CCU-Wirtschaft erarbeitet die Bundesregierung aktuell eine Carbon Management Strategie (CMS). Die CMS soll den Schwerpunkt auf nicht bzw. schwer vermeidbare Prozessemissionen der Industrie legen, mögliche Anwendungsgebiete für CCU/CCS benennen, rechtliche und ökonomische Rahmenbedingungen schaffen sowie notwendige Infrastrukturentwicklungen identifizieren.“ Sarah Endres, Projektleiterin Unternehmensentwicklung/Business Development Manager, EEW Energy from Waste GmbH: „Bei der Ausgestaltung der Rahmenbedingungen muss die Politik die Besonderheiten der thermischen Abfallverwertung beachten: Wir benötigen die CO2-Abscheidung zur Erreichung unserer Emissionsminderungsziele. Gleichzeitig können wir durch die Generierung von Negativemissionen und durch die Bereitstellung von biogenem CO2 als Grundstoff für die Industrie erheblich zum Gesamtziel einer klimaneutralen Kreislaufwirtschaft 2050 beitragen.“
Klimaneutralität, Energiewende und Industriepolitik