LTT Tempo und Konsequenz beim Klimaschutz

17. Februar 2022

In Fortsetzung unserer Veranstaltung „Gas als Energieträger in der Transformation und auf Dauer“ mit Dr. Felix Matthes vom 26. Januar 2022 haben wir die Diskussion zum Thema Übergangstechnologien und -etappen in der Transformation weiter vertieft. Impulse für die Diskussion gaben diesmal Prof. Dr. Veronika Grimm, Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (in unserem Newsletter 01/2022 finden Sie auch einen Gastkommentar von Prof. Grimm zu dem Thema) und Lisa Badum MdB, Obfrau der Bundestagsfraktion
Bündnis 90/Die Grünen im Ausschuss für Klimaschutz und Energie des Deutschen Bundestages.

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07.03.2024
Deutschlands internationale Wasserstoffpartnerschaften
Im vergangenen Jahr hat der GWD im Rahmen des Fachforums Energie begonnen, über die zukünftige Wasserstoffinfrastruktur Deutschlands zu diskutieren. In Fortsetzung haben wir in dieser Veranstaltung vor allem in der Entstehungs- und Erarbeitungsphase eines Wasserstoff-Kernnetzes in Deutschland die (zukünftigen) internationalen Wasserstoffpartnerschaften Deutschlands in den Fokus gestellt. Dazu durften wir aus der Politik einen Impuls und Beitrag zur Diskussion von Till Mansmann MdB, Innovationsbeauftragter „Grüner Wasserstoff“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und entwicklungspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion begrüßen. Innerhalb des Fachforums herrschte Einigkeit darüber, dass Wasserstoff zu einer tragenden Säule unserer Energieversorgung werden soll. Dazu benötigt es ausreichende Speicherkapazitäten, aber auch Importmöglichkeiten. Hier kommt dem Infrastrukturaufbau eine tragende Rolle zu. Beim Import von Wasserstoff wird ein Wettbewerb der Häfen entstehen, letztendlich werden bei der Einfuhr von sehr großen Mengen Wasserstoff in der Zukunft jedoch nahezu alle Häfen involviert sein: Zu den größten Abnehmern werden große Stahlunternehmen gehören, denn diese benötigen sehr viel Wasserstoff. Es muss demnach dafür gesorgt werden, dass auch kleine und mittelständische Unternehmenn eine Möglichkeit haben, Wasserstoff abzunehmen. Für Mansmann sollte die EU für die Versorgungssicherung richtungsweisend agieren: “Wir müssen die Wasserstoffinfrastruktur als europäisches Vorhaben begreifen, um die Versorgung langfristig zu sichern. Dafür muss die EU pragmatischer werden und nicht zu komplizierte Regelwerke vorgeben, um international richtungsweisend zu werden.” Zum GWD-Standpunkt: Wasserstoffinfrastruktur Zum Positionspapier CCS
Klimaneutralität, Energiewende und Industriepolitik
17.11.2022
Fachforum Nachhaltiges Bauen und Kreislaufwirtschaft
Basierend auf den Ergebnissen der Roundtable-Veranstaltungen im Fachforum „Nachhaltiges Bauen und Kreislaufwirtschaft“ im Mai und Juni dieses Jahres ist nun unter der Federführung des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie ein Positionspapier entstanden, welches zentrale Herausforderungen der Kreislaufwirtschaft im Bausektor mit konkreten Handlungsempfehlungen für Umsetzungsakteur:innen und die Politik verbindet. Im nächsten und letzten Schritt der Reihe wurde nun das Positionspapier als Ergebnis der Arbeit im Fachforum an Chris Kühn MdB, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz, übergeben und die Kernpositionen des Papiers mit ihm gemeinsam diskutiert. Download Positionspapier
14.05.2024
Erwerbsmigration 2024: Rahmen und Umsetzung
Basierend auf unserem vergangenen Fachforum zum Thema Erwerbsmigration Ende 2022 evaluierten wir gemeinsam mit Vertreter:innen aus der Wirtschaft, Wissenschaft und Politik die Fachkräfteeinwanderungsstrategie. Dabei wurden im Rahmen eines Impulsvortrages von Dr. Tanja Fendel, Mitarbeiterin im Forschungsbereich „Migration, Integration und Internationale Arbeitsmarktforschung“ am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, vergleichende Daten vorgestellt, die seit Einführung des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes erhoben wurden. Die Daten zeigen, dass 40% aller Unternehmen im Jahr 2023 vom Fachkräftemangel betroffen sind¹. Oftmals ist auch das Fehlen qualifizierter Arbeitskräfte ein Grund für die Schließung von Betrieben. Während für Einwandernde Deutschland attraktiv bezüglich Einkommen, wirtschaftlicher und menschenrechtlicher Lage ist, stehen viele Migrierende jedoch vor einigen Hürden. So sind viele Eingewanderte unzufrieden mit der deutschen Bürokratie sowie dem Familiennachzug und ca. die Hälfte aller Migrant:innen haben bereits Diskriminierungserfahrungen gemacht. Um die Fachkräfteeinwanderung in Deutschland zu erhöhen, bedarf es daher einigen Maßnahmen. Misbah Khan MdB, Bündnis 90/Die Grünen und Mitglied im Ausschuss für Inneres und Heimat, stellte einige Gesetzesänderungen und Instrumente vor, mit denen auch in Zukunft eine qualifizierte Zuwanderung von Fachkräften sichergestellt und positive Signale gegen rechtsextreme Tendenzen gesetzt werden können. Sie hob dabei die Bedeutung einer höheren Migration nach Deutschland hervor: „Es braucht eine neue Art wie wir in Deutschland über Migration reden, denn die Brisanz des Arbeitskräftemangels wurde noch nicht verstanden. In vielen Debatten geht es um die Angst vor Einwanderung ins Sozialsystem. Dabei wird vergessen, dass es Migration braucht, damit Arbeitsplätze besetzt und so in die Sozialkassen eingezahlt werden kann. Nur dann kann Deutschland als Sozialstaat langfristig für eine hohe Lebensqualität für alle Bürger:innen sorgen.“ Moderiert wurde die Veranstaltung von Caroline Wittmann Projektreferentin „Unternehmen Berufsanerkennung“ der DIHK Service GmbH. ¹KfW-ifo-Fachkräftebarometer 2023
Arbeitsmarkt und Demografie