LTT Gas als Energieträger in der Transformation und auf Dauer

26. Januar 2022

Im Rahmen der Brüssler Vorschläge zur Taxonomie hat das Thema die Öffentlichkeit erreicht. Es geht um nichts weniger als wirksame Rahmenbedingungen, die sowohl in einer Übergangszeit als auch danach sowohl den Einsatz privaten Kapitals als auch die Erreichung der Klimaziele ermöglichen. Dazu gehört auch eine pragmatische, an Klimazielen und Nachhaltigkeit orientierte Bewertung aktuell zur Verfügung stehender und zukünftiger Technologien. Dabei müssen sowohl die Fristen für den Aufbau einer ‚grünen‘ Energieversorgung als auch alle Sektoren – also nicht nur Energieerzeugung und Mobilität sondern auch industriellen Prozesse – bei der Festlegung der Rahmenbedingungen Berücksichtigung finden. Dr. Felix Matthes, Forschungskoordinator am Öko-Institut und Mitglied des Nationalen Wasserstoffrats, leitete mit einem Impuls in das Thema ein.

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10.05.2021
Fachforum Sustainable Finance
Am 10. Mai fand unter der Leitung von Gabriele C. Klug und Bernd Geilen die dritte Vertiefungsveranstaltung des Fachforums Sustainable Finance mit dem Titel „Der Impact des „grünen“ Investment-Booms – Wie schaffen wir datenbasierte Transparenz?“  statt. Die Finanzindustrie ist ein entscheidender Hebel für die Transformation hin zu einer klimaneutralen Ökonomie. Auf dem Weg zu einem 1,5°C-Pfad spielen einheitliche Szenarioanalysen, verbindliche Standards und Screening-Methoden und einfache sowie durchschaubare Finanzprodukte eine entscheidende Rolle. Szenarioanalysen erlauben es Unsicherheiten zu modellieren, indem sie Prognosen, abhängig von der Entwicklung verschiedener Parameter darstellen. Weitere Informationen im Newsletter 06/2021
13.02.2024
CEO-Meeting: Rolle der Finanz- und Versicherungswirtschaft in der Transformation
Welche Rolle kann und sollte die Finanz- und Versicherungswirtschaft bei der Umsetzung der Transformation spielen? Um einen gemeinsamen kritischen Blick auf den Ist-Stand zu werfen sowie neue Wege und Lösungen im Zusammenspiel von Politik, Finanz- und Realwirtschaft zu identifizieren, lud der GWD zum CEO-Meeting auf dem Karriere-Campus Hannover. Rahmengebende Impulsvorträge durch den Niedersächsischen Finanzminister Gerald Heere, die Vorsitzende des Sustainable Finance-Beirats der Bundesregierung Silke Stremlau, sowie Jörg Arnold, CEO von Swiss Life Deutschland, lieferten die Grundlage für die anschließende von Tjark Melchert, politischer Repräsentant des GDV – Gesamtverband der Versicherer, moderierte Diskussion.  Themen wie die Priorisierung der Aufgaben in der Transformation, die Rahmengestaltung für Investitionen in der Zeitenwende, Definitionen von Standards für nachhaltige Investitionen und die Verantwortung des Finanz- und Versicherungsvertriebs standen dabei im Mittelpunkt. Die Finanzwirtschaft als solche wurde dabei als ein wesentlicher Hebel hinter der Transformation benannt, denn die Branche ist mit allen Wirtschaftsbereichen verknüpft und kann monetäre Mittel in transformative Projekte lenken. Es wurde diskutiert, welche strategischen Grundsatzentscheidungen aus der Politik diese Steuerung ermöglichen, erleichtern bzw. beschleunigen könnten. Klar ist, dass bereits heute enorme finanzielle Mittel im Markt vorhanden sind, diese aber noch nicht effizient für die Transformation genutzt werden. Silke Stremlau wies in ihrem Impulsbeitrag auf den bereits eingetretenen Sinneswandel in der Finanzbranche hin –  aber auch, was es für eine konsequente Finanzwende noch braucht: „Sustainable Finance ist mittlerweile im Mainstream angekommen. Ökologische und soziale Nachhaltigkeit stehen in direkter Verbindung zum Risikomanagement: Die allermeisten Geschäftsmodelle sind von einer intakten Umwelt abhängig. Es wäre daher sinnvoll, dass Natur innerhalb der verschiedenen Analysemodelle einen finanziellen Wert bekommt. Hierbei können wir von anderen Ländern, wie z.B. UK, einiges lernen.“ Der Niedersächsische Finanzminister betonte die Bedeutung eines kritisch-konstruktiven Dialogs in dieser entscheidenden Phase der Transformation: „Die aktuellen Entwicklungen der wirtschaftlichen Transformation – einschließlich der nachhaltigkeitsbezogenen Regulierung im Finanzsektor – haben zweifelsohne stellenweise disruptiven Charakter. Der Hintergrund ist aber, dass in den letzten 20 Jahren zu wenig in Sachen Transformation geschehen ist und wir ohne Disruption das Versäumte nicht aufholen werden. In dieser kritischen Phase der Transformation ist mir der kritisch-konstruktive Dialog besonders wichtig, um das gegenseitige Verständnis und somit eine stabile Vertrauensbasis zu fördern.“ Jörg Arnold, CEO von Swiss Life Deutschland zeigt noch fehlende Regelungen, welche die Transformation auf wirtschaftlicher und endkund:innenebene anschieben: „Wir sind uns einig, dass wir die ökologisch-soziale Transformation in Europa wollen und privates Kapital in entsprechende Projekte gelenkt werden sollte. Fehlende Standards für nachhaltige Finanzprodukte führen jedoch dazu, dass der Markt zu undurchsichtig ist und dies ist in der Finanzberatung schwer vermittelbar. Wir brauchen ein einheitliches, verständliches Bewertungssystem – sei es ein Skala- oder ein Stufensystem – um die Komplexität für Privatanlegerinnen und Privatanleger zu reduzieren. Gleichzeitig braucht es neuartige Investitionsgefäße für Kleinsparerinnen und -sparer, damit sie sich an Transformationsprojekten – zum Beispiel auch in ihrer eigenen Region – beteiligen können.“   
Standortpolitik, Infrastruktur und Europa
04.05.2021
Dialogveranstaltung Transformation der Lebensmittelwertschöpfungskette
Am 4. Mai haben sich Vertreter:innen des Lebensmittelhandels und der Lebensmittelverarbeitung gemeinsam mit Politiker:innen der B90/Grünen in einem ersten spannenden und gewinnbringenden Dialog darüber ausgetauscht, wie wir zentrale Herausforderungen in der Ernährung hin zu mehr Gesundheit und in der Lebensmittelwertschöpfungskette hin zu mehr Nachhaltigkeit, Resilienz, Transparenz und Regionalität aufgreifen können. Moderiert wurde die Veranstaltung von GWD-Vorstandsmitglied Dr. Ophelia Nick. Übergeordnet begleiteten die Auftaktveranstaltung die Leitfragen: Wie können die Politik und Wirtschaft dazu beitragen, die gesamte Lebensmittelwertschöpfungskette fairer, nachhaltiger und transparenter zu gestalten und den Anteil an regionalen, tiergerecht und ökologisch erzeugten Lebensmitteln im Gesamtabsatz zu erhöhen? Wie können Politik und Wirtschaft darüber hinaus dazu beitragen, allen Konsument:innen gesunde und ökologisch wertvolle Lebensmittel leicht zugänglich zu machen, Transparenz durch Kennzeichnung zu stärken, und ernährungsbedingten Volkskrankheiten vorzubeugen? Weitere Informationen im NL05/2021