LTT Gas als Energieträger in der Transformation und auf Dauer

26. Januar 2022

Im Rahmen der Brüssler Vorschläge zur Taxonomie hat das Thema die Öffentlichkeit erreicht. Es geht um nichts weniger als wirksame Rahmenbedingungen, die sowohl in einer Übergangszeit als auch danach sowohl den Einsatz privaten Kapitals als auch die Erreichung der Klimaziele ermöglichen. Dazu gehört auch eine pragmatische, an Klimazielen und Nachhaltigkeit orientierte Bewertung aktuell zur Verfügung stehender und zukünftiger Technologien. Dabei müssen sowohl die Fristen für den Aufbau einer ‚grünen‘ Energieversorgung als auch alle Sektoren – also nicht nur Energieerzeugung und Mobilität sondern auch industriellen Prozesse – bei der Festlegung der Rahmenbedingungen Berücksichtigung finden. Dr. Felix Matthes, Forschungskoordinator am Öko-Institut und Mitglied des Nationalen Wasserstoffrats, leitete mit einem Impuls in das Thema ein.

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22.04.2026
Infrastrukturfinanzierung im Wandel – Wie kann privates Kapital zur Transformation beitragen?
Deutschland steht vor massiven Investitionsbedarfen in Verkehr, Energie und kommunale Infrastruktur. Das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) setzt wichtige Impulse – sofern es denn zukunftsorientiert und zusätzlich eingesetzt würde. Aber selbst ohne Zweckentfremdung wird das SVIK die Finanzierungslücke nicht allein schließen. Gleichzeitig warnen insbesondere Bündnis 90/Die Grünen vor höheren langfristigen Kosten, Intransparenz, Schuldenbremse-Umgehung und Risiken für demokratische Kontrolle. Auf der anderen Seite verweisen Versicherer und infrastrukturnahe Unternehmen auf Effizienzpotenziale, zusätzliches Kapital und eine bessere Verteilung von Bau- und Betriebsrisiken durch langfristige Kooperationsmodelle zwischen öffentlicher Hand und Privaten. Gemeinsam mit Andreas Audretsch MdB, stellv. Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, Tim Ockenga, Leiter Kapitalanlagen beim Gesamtverband der Versicherer (GDV), Patrick Kaczmarczyk, Ph.D., Ökonom an der Universität Mannheim am Kompetenzzentrum für Transformation, und Ihnen wollen wir u.a. folgende Fragen diskutieren: Unter welchen Bedingungen können solche Partnerschaften ein sinnvoller Baustein neben dem SVIK sein – und wann nicht? Wie lassen sich Effizienzgewinne, Gemeinwohlorientierung und Transparenz zusammenbringen? Welche Leitplanken braucht es, damit privates Kapital die Transformation unterstützt, ohne staatliche Verantwortung zu verdrängen?
Standortpolitik, Infrastruktur und Europa
16.09.2024
Entwaldungsfreie Lieferketten – Austausch mit der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung
Die EU-Verordnung für entwaldungsfreie Produkte/Lieferketten gilt ab dem 30. Dezember 2024 und zielt darauf, Entwaldung und Waldschädigung zu minimieren. Das betrifft Rohstoffe wie Holz, Kakao, Kaffee, Kautschuk, Ölpalme, Soja und Rinder sowie die daraus hergestellten Erzeugnisse. Bei der Umsetzung der Sorgfaltspflichten für Marktakteure bestehen noch Unklarheiten. Zuständig für die Umsetzung und Durchführung der Verordnung ist in Deutschland die Bundesanstalt für Landwirtschaſt und Ernährung (BLE). Bei der Veranstaltung freuen wir uns auf Impulse und Einblicke in den derzeitigen Umsetzungsstand der Verordnung und den Austausch mit Frank Lenz, Leiter der Abteilung 4 (Entwaldungsfreie Produkte, Ländliche Entwicklung, Umbau der Tierhaltung, Prüfdienst) aus der Bundesanstalt für Landwirtschaſt und Ernährung, sowie Annerose Lichtenstein, Leiterin der Referatsgruppe 41 (Entwaldungsfreie Produkte, Holzhandel) aus der BLE.
Geoökonomie, Resilienz und Sicherheit
13.12.2024
Die Europäische Sustainable Finance Agenda: Weichenstellung für eine grüne Zukunft
Die Europäische Union hat in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte im Bereich Sustainable Finance gemacht. Die EU-Taxonomie wurde als Klassifizierungssystem für nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten eingeführt. Neue Offenlegungspflichten wie die CSRD und die SFDR wurden implementiert. Zudem hat die EU-Kommission eine umfassende Sustainable Finance Strategie vorgelegt. Trotz dieser Fortschritte besteht weiterhin ein jährlicher Investitionsbedarf von 260 bis 300 Milliarden Euro, um die Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen. Für die kommende Legislaturperiode des Europäischen Parlaments stehen verschiedene Ansätze zur Diskussion. Diese reichen von einer Weiterentwicklung der EU-Taxonomie über die Stärkung von Übergangsfinanzierungen bis hin zur besseren Integration von Nachhaltigkeitsrisiken in Finanzmarktregulierungen. Auch die Harmonisierung von ESG-Ratings und die Förderung nachhaltiger Finanzprodukte stehen auf der Agenda. Gleichzeitig wird debattiert, wie öffentliche und private Investitionen besser verzahnt werden können, um die notwendigen Transformationsprozesse zu finanzieren. Wir freuen uns sehr, Rasmus Andresen MdEP, Koordinator im Haushaltsausschuss und Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Währung, sowie Dr. Franziska Schütze vom DIW Berlin als Impulsgebende begrüßen zu dürfen.
Standortpolitik, Infrastruktur und Europa