Transformation des Schwerlastverkehrs

19. Juni 2024

Gemeinsam mit Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie und stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, diskutierten die Teilnehmenden, welche Voraussetzungen Politik und Wirtschaft schaffen können, um die Transformation des Schwerlastverkehrs zu beschleunigen. Insbesondere die Fragestellung, ob Kosten und Prozesse so optimiert werden können, dass eTrucks sich breitflächig rechnen, formte den Rahmen für die Diskussion.

Am Austausch beteiligt waren Akteure in ihrer ganzen Breite: Speditionen – vom Mittelstand bis Konzern – sowie Unternehmen mit Eigenspedition, Energieversorger – Verteilnetzbetreiber und Übertragungsnetzbetreiber, Förderbank, Ladestationsbetreiber, Ladetechnik-Hersteller und OEMs. Bei allen wirtschaftlichen Akteuren besteht eine große Bereitschaft, mit der Transformation voranzugehen, wenn es gelingt, die aktuell auf rund 30% geschätzten Mehrkosten drastisch zu senken.

Als das größte aktuelle Hindernis wurde die fehlende Netzinfrastruktur benannt. Hier wurde an die Politik appelliert, den Ausbau zu beschleunigen und sich nicht nur auf öffentliche Lkw-Ladestationen zu konzentrieren, sondern auch die Depot-Ladeinfrastruktur bei den Unternehmen, auf den Betriebshöfen zu fördern, denn nur mit dieser sei eine Optimierung der Ladezeit möglich. In diesem Zusammenhang wies Ministerin Mona Neubaur auf ihren im März veröffentlichten Vorschlag hin, für Unternehmen, die klimafreundliche Investitionen tätigen, eine Steuergutschrift von 25 Prozent der Investitionssumme einzuführen.

Die Teilnehmenden haben sich auf eine Fortführung der Diskussion in der zweiten Jahreshälfte geeinigt, um gemeinsam Ansätze für eine sich selbst verstärkende Skalierung zu entwickeln.

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06.07.2026
Regionalforum NRW: Ihre Impulse für Grüne Wirtschaftspolitik
NRW wählt 2027 einen neuen Landtag und die Weichen werden jetzt gestellt – unsere Mitglieder geben Impulse für die Landespolitik: Was bewegt Unternehmer:innen? Was braucht der Wirtschaftsstandort NRW? Welche Weichenstellungen sind jetzt entscheidend? Die Wirtschaftsvereinigung der Grünen lädt zu einem exklusiven Austausch in Köln im Rahmen der Grünen Ideentour NRW ein. In kleiner Runde kommen unsere Mitglieder und interessierte Unternehmer:innen direkt ins Gespräch mit: Yazgülü Zeybek, Landesvorsitzende Bündnis90/Die Grünen NRW Paul Frederik Höller, Staatssekretär im NRW-Wirtschaftsministerium Das ist keine Podiumsdiskussion – das ist ein echtes Arbeitsgespräch. Hier können die Gäste konkrete Ideen, Wünsche und unternehmerische Perspektiven einbringen.
Regionalforen
20.09.2023
EU-Mercosur Association Agreement – Navigating Economic Opportunities and Climate Challenges
Am 20. September trafen in der GWD-Repräsentanz Seine Exzellenz, der Botschafter von Brasilien, Roberto Jaguaribe, und Dr. Anton Hofreiter MdB, Vorsitzender des Ausschusses für Angelegenheiten der Europäischen Union im Bundestag, im Rahmen einer Global Perspectives-Diskussionsrunde zum Thema „EU-Mercosur Association Agreement: Navigating Economic Opportunities and Climate Challenges“ aufeinander. Beide betonten die positiven Auswirkungen, die ein Abschluss des Abkommens für Menschen und Unternehmen auf beiden Seiten des Atlantiks haben würde, und freuten sich über die engen deutsch-brasilianische Kooperationen auf Regierungsebene, die durch die Verhandlungen entstanden waren. Botschafter Jaguaribe sah das EU-Mercosur-Abkommen als große Chance für Brasilien, eine nachhaltige Wirtschaft aufzubauen, um die Entwaldung des Regenwalds finanziell unrentabel zu machen und gleichzeitig Wohlstand in die Amazonas-Gebiete zu bringen.   Dr. Hofreiter stellte allerdings auch klar, dass das Abkommen nur erfolgreich wäre, wenn es auf die richtige Art und Weise umgesetzt wird. Die bedeute, dass einige viel diskutierte Problempunkte wie der Einsatz von Pestiziden oder die Rechte von Indigenen im Amazonas beim Abschluss des Abkommens mitgedacht würden. Die Bedenken der Zivilgesellschaft in der EU und im Mercosur-Raum müssten beachtet und ernst genommen werden, um alle von den Vorteilen einer EU-Mercosur-Freihandelszone zu überzeugen.     Außerdem betonte Seine Exzellenz, der Botschafter von Brasilien, Roberto Jaguaribe die Vorteile des Abkommens für beide Wirtschaftsregionen: „Das Assoziierungsabkommen zwischen dem Mercosur und der Europäischen Union ist eine einzigartige Gelegenheit, die Beziehungen zwischen unseren beiden Regionen wieder auf eine breitere Basis zu stellen und einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zu einem Zyklus des Wirtschaftswachstums auf der Grundlage eines gemeinsamen Engagements für soziale und ökologische Nachhaltigkeit zu machen.“
Geoökonomie, Resilienz und Sicherheit
07.11.2023
Die Empfehlungen der Fokusgruppe Altersvorsorge: Meilenstein oder Placebo?
Beim Fachforum Altersvorsorge wurden die Empfehlungen der Fokusgruppe genauer betrachtet und diskutiert. Als Gundlage dafür dienten die Impulsbeiträge durch Dorothea Mohn, Leiterin des Teams Finanzmarkt des Verbraucherzentrale Bundesverbands, sowie Dr. Elmar Dönnebrink, Referatsleiter Tragfähigkeit, Demografie, Alterssicherung im Bundesministerium der Finanzen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Sebastian Frevel, GWD/von Beust & Coll. Pascalina Cropp, Gruppenleiterin Public Affairs und Leiterin Verbindungsbüro Berlin der Union Asset Management Holding AG, lobte dabei den schlanken Prozess der Fokusgruppe, zeigte jedoch auch noch bestehende Herausforderungen der Altersvorsorge auf: “Um die private Altersvorsorge für Bürgerinnen und Bürger attraktiver zu gestalten, spielen die Kosten in der aktuellen Diskussion eine große Rolle. Um Kosten gering zu halten, bedarf es flexibler Rahmenbedingungen anstatt starrer Vorgaben wie z.B. komplizierte Fördersysteme, Garantievorgaben oder überbürokratische Zertifizierungen“
Arbeitsmarkt und Demografie