Internationale Wirtschaftskooperationen

16. Januar 2024

mit Deborah Düring MdB, Außenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen und Mitglied im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie Roland Siller, Vorsitzender der DEG

Das erste GWD-Fachforum in 2024 legte den Schwerpunkt auf die Frage, welche Rolle Internationale Wirtschaftskooperationen bei der Umsetzung der sozial-ökologischen Transformation spielen können. Das BMZ hat jüngst angekündigt, die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft unter dem Motto „Partners in Transformation“ neu ausrichten zu wollen. Vor diesem Hintergrund sollte unter anderem kritisch diskutiert werden, wie staatliche Förderprogramme und Initiativen hierbei wirksam und zielgerichtet unterstützen können, und welche Chancen und Risiken für die Wirtschaft bei und in internationalem Engagement liegen.

Dazu begrüßte der GWD als Impulsgeberin aus der Politik Deborah Düring MdB von der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen und Mitglied im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie Roland Siller, Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG).

In der Diskussion spielten die Themen SDG / Agenda 2030 sowie faire Lieferketten eine zentrale Rolle: welche Bedeutung haben sie für international tätige Unternehmen, welche Chancen ergeben sich durch die Einhaltung der SDG, welche Verpflichtungen entstehen aber auch daraus? Roland Siller verdeutlichte dabei, dass Umwelt-, Sozial-, Klimastandards und Menschenrechte viel paper work sind, aber das Thema ist bei den Unternehmen, die internationale Lieferketten haben, angekommen.

Deborah Düring MdB, Sprecherin für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und neue Sprecherin für Außenpolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen: „Es ist nicht nur eine moralische Verpflichtung, sondern für international tätige Unternehmen essenziell: Nachhaltige Lieferketten können nur funktionieren, wenn wir die Agenda 2030 einhalten bzw. umsetzen. Die SDG sind nicht nur menschen-, natur- und klimafreundlich, sondern – gerade in Hinsicht auf Stabilität und Verlässlichkeit – klar unternehmensrelevant, wenn es um internationale Wirtschaftskooperationen geht.“

Grundsätzlich gilt, dass Dialoge zu diesen Themenkomplexen inzwischen immer unter den Bedingungen der Großthemen stattfinden: Klimawandel, Corona, Kriege und andere mililtärische Auseinadnersetzungen wie in der Ukraine, Israel/Palästina oder Jemen. Weitere Themen der Veranstaltung waren darüber hinaus die Einrichtung einer panafrikanischen Freihandelszone, weltweite Steuerquoten oder faire Mindestbesteuerung.

Weitere Veranstaltungen

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18.12.2024
Unternehmen vor hybriden Bedrohungen – Risiken wahrnehmen, Sicherheitslücken schließen
Die angespannte Sicherheitsarchitektur Europas stellt Unternehmen mehr denn je vor die wachsende Herausforderung der Wahrung der eigenen Sicherheit. Die Risiken reichen von wirtschaftlicher Spionage über Cyberangriffe bis hin zu Sabotage und physischen Angriffen, die den internationalen Handel und die Lieferketten destabilisieren können. In diesem Kontext möchten wir gemeinsam mit Dr. Christian Forwick, Abteilungsleiter Außenwirtschaftspolitik (Abt. V) im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz über Maßnahmen zur Steigerung der Resilienz und politische Rahmenbedingungen zur Schaffung eines größeren Schutzes von Unternehmen v.a. vor hybriden Angriffen sprechen. Von unternehmerischer Seite sind Impulse vonseiten der BASF SE und Fraport AG, aus wissenschaftlicher Perspektive vonseiten des Forschungsinstituts der DGAP geplant. Passend hierzu weisen wir zudem auf unser zuletzt veröffentlichtes Perspektivenpapier im Cluster Sicherheit & Verteidigung „Gesamtverteidigung in Deutschland und Europa: Herausforderungen, Ziele und industriepolitische Maßnahmen“ hin.
Geoökonomie, Resilienz und Sicherheit
11.03.2022
Mitgliederversammlung
Die Mitgliederversammlung des Grünen Wirtschaftsdialogs, wegen der Pandemie bereits zweimal verschoben, fand nun am 11. März als hybrides Format in den Räumen des Deutsche Börse-Hub in Berlin statt. Vor den zahlreich anwesenden Förder- und persönlichen (sog. „ordentlichen“) Mitgliedern konnten die Vorsitzenden die sehr erfolgreiche Entwicklung des GWD im vergangenen Jahr darlegen und einen Ausblick auf die in den kommenden Monaten geplanten Aktivitäten und Entwicklungen geben. Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einem öffentlichen Teil, in dem Saori Dubourg, Vorständin unseres Mitgliedsunternehmens BASF, einen Impulsvortrag mit anschließender Diskussion bot. Weitere Informationen in unserem Sondernewsletter zur Mitgliederversammlung.
14.11.2023
Der Europäische Gesundheitsdatenraum
Bei der Arbeitsgruppensitzung im Rahmen des Fachforums Gesundheitswirtschaft möchten wir den Entwurf des GWD-Standpunkts zum Thema European Health Data Space (EHDS) diskutieren. Aufbauend auf dem Fachforum am 6. September 2023 zum Thema „Der Europäische Gesundheitsdatenraum: Ein Zugewinn für das Patient:innenwohl?“ mit Sabine Grützmacher MdB wollen wir Kontroversen aufgreifen, unsere Forderungen verschärfen und eine gemeinsame Positionierung finden. Konkret setzen wir uns, unter Berücksichtigung der Chatham House Rule, mit den Fragen des Datenzugriffes, der Datensicherheit sowie der Datenqualität auseinander.
Innovation, Digitalisierung und Technologie