Infrastrukturfinanzierung im Wandel – Wie kann privates Kapital zur Transformation beitragen?

22. April 2026 | 10:00 – 11:30 Uhr

mit Andreas Audretsch MdB

Deutschland steht vor massiven Investitionsbedarfen in Verkehr, Energie und kommunale Infrastruktur. Das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) setzt wichtige Impulse – sofern es denn zukunftsorientiert und zusätzlich eingesetzt würde. Aber selbst ohne Zweckentfremdung wird das SVIK die Finanzierungslücke nicht allein schließen. Gleichzeitig warnen insbesondere Bündnis 90/Die Grünen vor höheren langfristigen Kosten, Intransparenz, Schuldenbremse-Umgehung und Risiken für demokratische Kontrolle. Auf der anderen Seite verweisen Versicherer und infrastrukturnahe Unternehmen auf Effizienzpotenziale, zusätzliches Kapital und eine bessere Verteilung von Bau- und Betriebsrisiken durch langfristige Kooperationsmodelle zwischen öffentlicher Hand und Privaten.

Gemeinsam mit Andreas Audretsch MdB, stellv. Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, Tim Ockenga, Leiter Kapitalanlagen beim Gesamtverband der Versicherer (GDV), Patrick Kaczmarczyk, Ph.D., Ökonom an der Universität Mannheim am Kompetenzzentrum für Transformation, und Ihnen wollen wir u.a. folgende Fragen diskutieren:

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12.02.2021
Strategieforum Wohnungswirtschaft
Die Unternehmen der Wohnungswirtschaft bekennen sich zu den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens. Im Rahmen des Strategieforums „Wohnungswirtschaft“ im Grünen Wirtschaftsdialog haben sich die führenden Unternehmen daher verabredet, einen politischen Handlungsrahmen vorzuschlagen, der das Ziel eines nahezu klimaneutralen Gebäudebestandes bis 2050 ermöglichen kann und dabei für eine sozialverträgliche Ausgestaltung sorgt. Dabei wurden die Zielbereiche Klimaneutralität, Quartieransatz, Finanzierung sowie Akzeptanz und Bezahlbarkeit besonders umfassend diskutiert. Weitere Informationen im Sondernewsletter Wohnungswirtschaft Digitale Konferenz
04.11.2024
Pharma und Medizintechnik: Zukunft in Deutschland
Was hat die US-Wahl mit der Gesundheitswirtschaft und HPharma in Deutschland zu tun? Von Abschottung bis Freihandel diskutierte Dr. Paula Piechotta, Mitglied des deutschen Bundestags und selbst Ärztin, mögliche Szenarien mit Mitgliedern der Wirtschaftsvereinigung der Grünen und weiteren Fachleuten aus den betroffenen Branchen. Die Folgen der Wahl für die internationalen Märkte könnten erheblich sein, sollte Donald Trump gewinnen. Im Austausch zwischen Wirtschaft und Politik ging es deshalb darum, wie sich Europa mit seinem Binnenmarkt für eine starke Pharmaindustrie und Gesundheitswirtschaft künftig zunehmend unabhängig machen kann – nicht nur von den USA, sondern auch etwa von China. Dabei ging es um viele konkrete Fragen, von einer besser ausbalancierten Regulatorik über Finanzierung bis hin zur strategischen Dimension. Innovation und Digitalisierung sind hier ein Schlüssel. Wir brauchen klare Rahmenbedingungen und Anreize, die Unternehmen und Forschungseinrichtungen unterstützen. Gleichzeitig müssen wir den in bei Pharma wie auch Medizintechnologie starken Standort Deutschland nachhaltig attraktiver machen, damit neue Entwicklungen – von innovativen Arzneimitteln bis hin zu modernsten Geräten – auch hier vorangetrieben werden.: Die Zukunft in Deutschland gestalten.
Innovation, Digitalisierung und Technologie
22.01.2024
Nachhaltige Energieversorgung des Industriestandortes Deutschland
Als parteiunabhängige, in erster Linie dem Ziel der klimafreundlichen Transformation verpflichtete Organisation richtet der GWD seinen Blick auch immer wieder über den grünen Tellerrand hinaus. Beim Fachforum Energie am Montag war daher ein Gast aus der CDU-Fraktion des Bundestages zu Besuch: Thomas Heilmann MdB, Vorsitzender der Klimaunion und Mitglied im Ausschuss für Klimaschutz  und Energie, war neben dem digital zugeschalteten Prof. Dr. Andreas Löschel, Professor für Umwelt-/Ressourcenökonomik und Nachhaltigkeit, Ruhr-Universität Bochum und Vorsitzender der Expertenkommission „Energie der Zukunft“ der Bundesregierung, Hauptimpulsgeber des Dialogs zum Thema „Langfristige und nachhaltige Energieversorgung für den Industriestandort Deutschland“. Diese Veranstaltung basiert erneut auf dem Ad-hoc Forum zum Industriestrompreis des vergangenen Jahres sowie dem dazu veröffentlichten GWD-Standpunktpapier „Zukunftsfähige Energieversorgung des Industriestandortes Deutschland“. Thomas Heilmann unterstrich mit seinem Credo für die Marktwirtschaft den Ansatz, der von den Unternehmen und dem Grünen Wirtschaftsdialog getragen wird: nur mit einer funktionierende Marktwirtschaft, mit Innovationen und Investitionen kann die ökologisch-soziale Transformation bewältigt werden. Direkte fiskalische Eingriffe des Staates müssen sich auf Anschub und Überbrückung konzentrieren und dürfen marktwirtschaftliche Ansätze nicht hindern oder konterkarieren. Thomas Heilmann MdB: „Eine kurzfristige Abwanderung ergibt für viele produzierende Unternehmen vor dem Hintergrund, dass ihre Anlagen in Deutschland bereits bezahlt sind, keinen Sinn. Heute geht es aber um Investitionen, die nicht mehr in Deutschland stattfinden. Dabei spielen bei den Standortfragen neben den hohen Energiekosten der Fachkräftemangel, der demografische Wandel, marode Infrastrukturen oder die hohe Steuerlast wichtige Rollen. Subventionen sind keine Lösung, die Schuldenbremse lässt das auch nicht zu. Nur mit Wettbewerb im Energiesystem können wir die Defizite überbrücken.“ Foto: Robert Hoernig Prof. Dr. Andreas Löschel: „Wenn es gelingt, das Stromangebot rasch auszubauen, den Zugang zu grünem Strom zu erleichtern und die Flexibilität in der Industrie zu stärken, dürften viele Unternehmen mit den höheren Stromkosten umgehen können. Die günstigen Strompreise der letzten Jahre gehören aber wohl der Vergangenheit an. Für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen spielen daneben der Ausbau der Infrastruktur, eine Entbürokratisierung der Energiewende sowie die Verfügbarkeit von günstigem Wasserstoff eine entscheidende Rolle.“ Die Kernaussagen der Diskussion sind so zusammenzufassen: Das Leistungsniveau der Wirtschaft kann mit den derzeitigen hohen Strompreisen nicht gehalten werden; Eine Verbesserung der Verlässlichkeit der politischen Entscheidungen ist mit Blick auf Prognosefähigkeit und damit Risikominderung für die Unternehmen unabdingbar; Marktwirtschaftliche Mechanismen und Stärkung des fairen Wettbewerbs sind unabdingbar, um tragbare Energiekosten zu erreichen; Eine Flexibilisierung des Strommarktes ist wesentliches Element zur Unterstützung der Energiewende; Einsparpotenzial liegt in einer effizienteren Gestaltung der Energieversorgung. Die Folien zu seinem Vortrag hat Prof. Dr. Löschel freundlicherweise zum Nachlesen zur Verfügung gestellt: [pdf-embedder url=“https://gruener-wirtschaftsdialog.de/wp-content/uploads/2024/01/20240122-GWD-Industrie-Loeschel.pdf“ title=“20240122 GWD Industrie Loeschel“]    
Klimaneutralität, Energiewende und Industriepolitik