Haushalt 2026 – Sondervermögen Infrastruktur zwischen Haushaltskosmetik und Zukunftsinvestitionen

23. Oktober 2025

Das Sondervermögen Infrastruktur wurde im Haushalt 2025 nicht im ursprünglich vorgesehenen Umfang eingesetzt. Nun stellt sich die Frage: Wie kann sichergestellt werden, dass die Mittel 2026 tatsächlich in die dringend notwendige Sanierung von Schiene, Gebäuden und Energieinfrastruktur fließen – und so als Innovationsmotor für die Transformation der Wirtschaft wirken?
Wir freuen uns, gemeinsam mit Dr. Sebastian Schäfer MdB haushaltspolitischem Sprecher der Grünen Bundestagsfraktion, 
Dr. Geraldine Dany-Knedlik, Leiterin Prognose und Konjunkturpolitik sowie stellvertretende Abteilungsleiterin Makroökonomie am DIW Berlin, sowie Mitgliedsunternehmen unserer Wirtschaftsvereinigung die aktuellen Entwicklungen einzuordnen und zu diskutieren:

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16.05.2025
Perspektiven für eine innovative Chemieindustrie
Mit über 12.000 Beschäftigten in der Region zählt die Chemiebranche zu den zentralen Säulen des Wirtschaftsstandorts Berlin-Brandenburg. Dringend notwendige Innovationen für den Erfolg der Antriebswende und der Dekarbonisierung der Industrie eröffnen neue Geschäftsmöglichkeiten. Gleichzeitig trägt die Chemieindustrie aktuell erheblich zu den CO2-Emissionen in Deutschland bei und benötigt daher radikale Innovationen und massive Investitionen in nachhaltige Produktionsprozesse. Vor diesem Hintergrund veranstalten wir ein Regionalforum Berlin-Brandenburg: Perspektiven für eine innovative Chemieindustrie. Im Rahmen eines Roundtable-Formats möchten wir gemeinsam mit Ihnen und weiteren Unternehmen der Region über die Herausforderungen und Chancen des Standorts in den Dialog treten. Impulse aus der Praxis erhalten wir dabei unter anderem von Martin Rahmel, Koordinator greenCHEM, und von der Bayer AG (angefragt). Wie wird Berlin-Brandenburg zum Hotspot einer neuen nachhaltigen Chemieindustrie und wie kann gleichzeitig der Transformationsprozess der bestehenden Industrie vorangetrieben werden? Welche Maßnahmen gilt es hierfür, sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene in der kommenden Legislaturperiode anzugehen? Was muss Europa beitragen, um den Erfolg der europäischen Chemieindustrie im globalen Wettbewerb zu sichern? – Wir freuen uns auf neue Perspektiven zu diesen und weiteren Fragen.
Innovation, Digitalisierung und TechnologieRegionalforen
18.02.2025
Circular Economy Act für die EU: Welche Rahmenbedingungen braucht die Wirtschaft?
Die EU-Kommission hat einen Circular Economy Act (CEA) für die laufende Legislatur in Aussicht gestellt: um einen Binnenmarkt für Sekundärrohstoffe zu schaffen und den Bedarf an wichtigen Rohstoffen zu sichern. Welche Rahmenbedingungen müsste ein CEA setzen, damit mehr kreislaufwirtschafliche Modelle in der Wirtschaft etabliert werden? Das wollen wir mit Aurel Ciobanu-Dordea, Direktor für Kreislaufwirtschaft der Generaldirektion Umwelt der Europäischen Kommission und unseren Mitgliedern in der Clustersitzung zur Kreislaufwirtschaft besprechen.
Geoökonomie, Resilienz und Sicherheit
16.05.2023
Defizite in der geschlechtsspezifischen Medizin
Am 16. Mai fand im Hörsaal der Kaiserin-Friedrich Stiftung das Expert:innengespräch zum Thema „Defizite in der geschlechtsspezifischen Medizin“ statt. Mit dabei waren die hochkarätigen Speaker:innen Saskia Weishaupt, MdB Bündnis 90/Die Grüne und Mitglied im Ausschuss für Gesundheit im Deutschen Bundestag, Prof. Dr. Mandy Mangler, Chefärztin Vivantes Auguste-Victoria Klinikum und Vivantes Klinikum Neukölln, Autorin des Tagesspiegel-Podcast “Gyncast” und Trägerin des Berliner Frauenpreises 2022, Prof. Dr. Turu Stadler, Professorin für geschlechtersensible Präventionsforschung und Leiterin Geschlechterforschung in der Medizin (GiM) an der Charité, sowie Christoph Habereder, Managing Director Organon.Neben den spannenden und informativen Inputs, wurde die Veranstaltung von Cornelia Wanke, Vorstand Healthcare Frauen und Spitzenfrauen Gesundheit moderiert. Themen wie die geschlechtsspezifischen Unterschiede in der medizinischen Versorgung, Forschung und dessen Auswirkungen auf die Wirtschaftsleistung in Deutschland standen dabei im Fokus. Ergebnis der Veranstaltung war unter anderem der Ausruf der Dekade der Gendergesundheit. Saskia Weishaupt MdB gab in ihrem Impulsvortrag Einblick in die Vorhaben der aktuellen Regierung: „Gendermedizin ist weder in der Lehre noch in der Forschung fest verankert, noch immer gelten Männerkörper als Norm in Forschung und Entwicklung. Als Politik müssen wir hier ansetzen. Daher hat die Ampel-Koalition hat das Thema Gendermedizin in den #Koalitionsvertrag aufgenommen und setzt sich für die Gleichstellung aller Geschlechter ein.“  Prof. Dr. Turu Stadler betonte die Relevanz von Einflussfaktoren, die über das Geschlecht hinausgehen: „Bei der Betrachtung der Einflussfaktoren, die die Gesundheit von Frauen bestimmen, wird deutlich, dass wir nicht länger nur das Geschlecht als alleinigen Faktor berücksichtigen dürfen. Es ist entscheidend, auch andere Aspekte wie sozialen Status, psychische Gesundheit, religiöse Zugehörigkeit und Ethnizität einzubeziehen. Die Berücksichtigung von Intersektionalität ist von großer Bedeutung, um eine umfassende und gerechte Gesundheitsversorgung für alle zu gewährleisten.“ Christoph Habereder zeigte vor allem die Bedeutung von Frauengesundheit auf die Wirtschaftsleistung auf: „Die Frauengesundheit hat Einfluss auf Gesellschaften. Und solche Gesellschaften, die das verstanden haben, sind gesünder und haben eine höhere Wirtschaftskraft. Das kommt einerseits durch geringere Arbeitsausfälle zu Stande, andererseits stärken Frauen durch einen hohen Anteil an Care-Arbeit die Wirtschaft indirekt oder stellen in manchen Berufsgruppen de facto die größte Arbeitskraft. Daher haben wir uns zum Ziel gesetzt, einen Beitrag zu einer verbesserten Frauengesundheit zu leisten.“ Prof. Dr. Mandy Mangler legte die ungleiche Geschlechterverteilung in Führungspositionen dar: „Insgesamt sind 83% der medizinischen Führungspositionen in den Deutschen Universitäten von Männern besetzt – das führt zu einer gravierenden Unterbesetzung dieser Stellen durch Frauen: So finden sich unter allen 21 gynäkologischen Chefärtz:innen in Berlin lediglich drei Frauen.“  
Arbeitsmarkt und Demografie