GWD-Salon mit Prof. Dr. Johan Rockström

3. April 2023

Am 3. April durften wir Prof. Dr. Johan Rockström, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, im GWD-Salon Unter den Linden begrüßen. Bekannt wurde der Schwede mit seinem Konzept der „Planetary
Boundaries“, das inzwischen zu einem Standardwerk der Nachhaltigkeitswissenschaften geworden ist. Im Rahmen des Salons zum Thema „Planetare Grenzen, nachhaltige Wirtschaft und resiliente Standorte“, erläuterte Rockström, warum die 1,5 Grad-Grenze so essentiell ist und welche Maßnahmen dringend umgesetzt werden müssen, um diese Grenze zu halten. Dabei betonte er insbesondere die Vorbildfunktion von Deutschland im globalen Kampf gegen den Klimawandel. Weitere Impulse für die Diskussion lieferten GWD-Vorständin und Bauunternehmerin Annette Hering sowie Dr. Andreas Gruber, Chief Sustainability Officer der DKB.

An dieser Stelle gratulieren wir Herrn Prof. Rockström herzlich zum TIME-Titel “100 most influential people in the world 2023”, der ihm für sein Engagement in der wissenschaftlichen Aufklärungsarbeit verliehen wurde: “His work is crucial to understanding the interconnected crises facing our planet and is shaping the path forward, guiding leaders on how to turn complex science into clear, quantifiable actions.”

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Weitere Veranstaltungen

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25.10.2022
Fachforum Energie: CO2-Abscheidung und Speicherung (CCS/CCU)
Die CO2-Speicherung bietet große Chancen zur Erreichung der Klimaziele bis 2045. Damit daraus konkreter Nutzen erwachsen kann, bedarf es einer umfassenden Strategie. Dazu haben sich die Teilnehmer:innen des Fachforums gemeinsam mit Malte Bornkamm, Leiter des Referates IV E 2: Marktrahmen zur Dekarbonisierung der Industrie, internationale Kooperation im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), und Zoltan Elek, Geschäftsführer der Landwärme GmbH nach deren Impulsbeiträgen ausgetauscht. In seinem Vortrag betonte Malte Bornkamm die Relevanz von CCS bei der Erreichung der Klimaneutralität („Netto-Null Emissionen“) bis 2045. Er sieht den Einsatz von CSS als essentiell für die sogenannten „Hard-to-abate“- Sektoren, wie beispielsweise die Zement-, Kalk-, und Stahlproduktion. Zoltan Elek unterstrich demgegenüber die Rolle von CCUS bei der Biogas-Herstellung: „Carbon Capture und Usage bzw. Storage mit Biomethan kann sofort Klimaeffekte liefern: Die Abscheidung von CO2 ist heute schon Teil der Biomethanerzeugung. Durch CCS und CCU können wir damit schnell und kostengünstig die dringend nötigen Negativemissionen erreichen. Alle heute bestehenden Biomethananlagen in Deutschland könnten zusammen schon 2,5 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr aus der Atmosphäre ziehen. Das ist ein sehr guter Start dafür, dass wir heute noch gar kein aktives CCS in Deutschland betreiben. Wichtig dabei: Der Stoffstrom grünen CO2s muss bei der Verteilung der Kapazitäten nicht nur mitgedacht, sondern priorisiert werden. Das unterstützt nicht nur die Erzeugung von Biomethan als erneuerbarem und vor allem krisensicheren Energieträger, sondern beschleunigt den Aufbau eines CO2-negativen Energiesystems.„ Zoltan Elek, CEO, Landwärme GmbH (digital zugeschaltet) Birgit Ortlieb, DOW Chemicals Malte Bornkamm, BMWK
22.05.2023
Fachforum Mobilität
Die individuelle Mobilitätsfreiheit von Personen und eine zuverlässige Logistik von Produkten und Waren sind Grundvoraussetzungen einer funktionierenden Marktwirtschaft. Gleichzeitig ist der Verkehrssektor einer der größten Verursacher von Treibhausgasen – in Deutschland als auch weltweit. Eine massive Reduktion der Emissionen im Verkehrssektor ist alternativlos, um die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens zu erreichen. Dazu bedarf es eines umfassenden Umdenkens, welches in der Veranstaltung mit Nyke Slawik MdB Bündnis 90/Die Grüne und stellvertretende Vorsitzende des Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestages, und Mobilitätsforscher und Verkehrsexperte Prof. Dr. Andreas Knie diskutiert wurde. Foto (c) Michelle Gutiérrez Nyke Slawik MdB plädierte außerdem für eine smarte Kombination der verschiedenen Mobilitätskonzepte: „Menschen wollen bequem, günstig, schnell und sicher unterwegs sein. All das kann die Kombination aus ÖPNV, Fahrrad, On-Demand- und Sharing-Angeboten bieten. Mit dem Deutschlandticket sind wir bereits einen wichtigen Schritt in Richtung Mobilitätswende gegangen. Damit wir das Potential des ÖPNV ausschöpfen können, müssen wir jetzt die Rahmenbedingungen für die kombinierte Nutzung verbessern. Deshalb setzen wir uns für eine Verbesserung der Infrastruktur und für mehr sichere Fahrradstellplätze an Knotenpunkten des ÖPNV ein. Außerdem fordern wir mit dem „Mobilpass“ eine gute digitale Lösung, die Routenplanung und Ticketing für alle Mobilitätsangebote in einer App vereint.“  Prof. Dr. Andreas Knie kritisierte den Status-Quo des ÖPNV: „Der heutige öffentliche Verkehr taugt als Rückgrat der Verkehrswende nicht. Er ist eingefangen in ein starres Korsett von Finanzierungsverträgen, die keinerlei unternehmerischen Spielraum erlauben. Unter dem Deckmantel der Daseinsvorsorge wird eine Systemlogik festgeschrieben, die die Gesellschaft längst nicht mehr erreicht.“  
Standortpolitik, Infrastruktur und Europa
18.12.2024
Unternehmen vor hybriden Bedrohungen – Risiken wahrnehmen, Sicherheitslücken schließen
Die angespannte Sicherheitsarchitektur Europas stellt Unternehmen mehr denn je vor die wachsende Herausforderung der Wahrung der eigenen Sicherheit. Die Risiken reichen von wirtschaftlicher Spionage über Cyberangriffe bis hin zu Sabotage und physischen Angriffen, die den internationalen Handel und die Lieferketten destabilisieren können. In diesem Kontext möchten wir gemeinsam mit Dr. Christian Forwick, Abteilungsleiter Außenwirtschaftspolitik (Abt. V) im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz über Maßnahmen zur Steigerung der Resilienz und politische Rahmenbedingungen zur Schaffung eines größeren Schutzes von Unternehmen v.a. vor hybriden Angriffen sprechen. Von unternehmerischer Seite sind Impulse vonseiten der BASF SE und Fraport AG, aus wissenschaftlicher Perspektive vonseiten des Forschungsinstituts der DGAP geplant. Passend hierzu weisen wir zudem auf unser zuletzt veröffentlichtes Perspektivenpapier im Cluster Sicherheit & Verteidigung „Gesamtverteidigung in Deutschland und Europa: Herausforderungen, Ziele und industriepolitische Maßnahmen“ hin.
Geoökonomie, Resilienz und Sicherheit