GTTT Diversität in Führungspositionen

24. Mai 2023

Mit Ekin Deligöz MdB und Dr. Philine Sandhu Erfurt: Zahlreiche Studien belegen, dass Diversität, vor allem im Top-Management, positive wirtschaftliche Effekte mit sich bringt – nichtsdestotrotz stagniert hier die Entwicklung in den meisten Unternehmen. Im Rahmen des GWD-GreenTeaTimeTalks...

Zahlreiche Studien belegen, dass Diversität, vor allem im Top-Management, positive wirtschaftliche Effekte mit sich bringt – nichtsdestotrotz stagniert hier die Entwicklung in den meisten Unternehmen. Im Rahmen des GWD-GreenTeaTimeTalks haben wir daher vor allem über die Herausforderungen bei der Umsetzung von Diversität in Führungspositionen diskutiert.  

Spannende und auch teils schockierende Impulse haben Ekin Deligöz MdB, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, und Dr. Philine Erfurt Sandhu, Programmleiterin der hochschulzertifizierten Weiterbildung „Strategische Kompetenz für Frauen in Aufsichtsräten“ an der Berlin Professional School der HWR Berlin mit eingebracht. Sandhu Erfurt stellte vor allem Daten und Erkenntnisse aus ihrer aufsehenerregenden Studie zu dem Thema “Der Einfluss von Investoren auf die Diversität in deutschen Aufsichtsräten und Vorständen” vor, welche im Januar dieses Jahres veröffentlicht wurde.  

Ekin Deligöz MdB, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, zeigte dabei die Vorteile divers besetzter Führungsteams auf und betonte den Wirkungshebel gesetzlich geschaffener Rahmenbedingungen:

“Mehr Frauen in Führungspositionen sind nicht nur im Sinne der Geschlechtergerechtigkeit – es ist ein konkreter Beitrag für den Erfolg von Unternehmen. Dass Investoren in puncto Diversität sogar mehr wollen, als gesetzlich gefordert ist, zeigt: Wir haben mit unseren gesetzlichen Vorgaben einen Stein ins Rollen gebracht und sind auf einem guten Weg.”

Dr. Philine Erfurt Sandhu, Programmleiterin „Strategische Kompetenz für Frauen in Aufsichtsräten“ an der HWR Berlin, wies auf die positiven wirtschaftlichen Folgen von Quotierungen in Aufsichtsräten und anderen Führungsgremien hin:

„Geschlechterquoten haben einen spannenden Professionalisierungseffekt in Gremien. Studien zeigen, dass Frauenquoten im Aufsichtsrats und in Führungspositionen zu einer strukturierteren Personalauswahl führen und dadurch viel stärker auf die Qualifikation geschaut wird. Das Qualifikationsniveau steigt damit insgesamt, mittelmäßige Männer fallen durchs Raster. Insofern könnten wir auch von einer „Professionalisierungsquote“ sprechen, die nicht nur Chancengleichheit bringt, sondern auch die Leistungsfähigkeit und Expertise in der Unternehmensführung stärkt.“

Weitere Veranstaltungen

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30.06.2021
Regionaltreffen in NRW
Am 30. Juni lud der Grüne Wirtschaftsdialog (GWD) nun auch zu einer Kick-off-Veranstaltung in NRW. Ca. 20 Eigentümer und CEOs aus großen, mittleren und klei­nen Unternehmen verschiedenster Branchen aus ganz NRW von Aachen bis Münster sowie Politike­rinnen und Politiker von Bündnis 90/Die Grünen aus NRW kamen in Düsseldorf zusammen, um eine neue Ebene des Dialogs zwischen Wirtschaft und grüner Politik mit dem Fokus auf die regiona­len Besonderheiten des Bundeslandes zu initiieren. Diese regionalen Austauschveranstaltungen sollen regelmäßig stattfinden und die gemeinsame Arbeit an der Transformation hin zu einer nach­haltigen, an den Pariszielen orientierten Wirtschaftsentwicklung in NRW auf ein weiteres vertrau­ensvolles Fundament zu stellen. Unter den Anwesenden der Auftaktveranstaltung waren Mona Neubaur, Vorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen in NRW, die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Düsseldorfer Landtag Wibke Brems, Roland Schüren, Vorstandsmitglied des GWD und Bundestagskandidat der Grünen in NRW, die Bundestagsabgeordneten Oliver Krischer und Markus Kurth sowie das neue Sprecherteam der Gruppe Trixi Bannert und Klaus Hermann. Mona Neubaur, Vorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen in NRW: „Die klimaneutrale Transformati­on unserer heimischen Wirtschaft ist eine der zentralen Herausforderungen des kommenden Jahr­zehnts. Gleichzeitig ist sie die einmalige Chance, Wohlstand und Sicherheit für kommende Genera­tionen zu schaffen. Das kann Politik aber nicht alleine hinbekommen – dafür brauchte es mutige Unternehmerinnen und Unternehmer, die voran gehen und diesen Wandel aktiv gestalten. Der Grü­ne Wirtschaftsdialog bringt diese Menschen zusammen und ins Gespräch miteinander – das ist gera­de für den Industrie. und Dienstleistungsstandort Nordrhein-Westfalen vor herausgehobener Be­deutung. Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, dieses Format in NRW zu etablieren.“ Roland Schüren, Bäckereiunternehmer aus Hilden, E-Mobility-Entrepreneur, Vorstandsmitglied des GWD und Bundestagskandidat für Bündnis 90 / Die Grünen: „Unser NRW-Auftakt offenbarte mit seinen vielfältigen Diskussionssträngen der Teilnehmer, welche Bereiche sehr schnell von der Politik angegangen werden müssen. Es entstand ein intensiver Vorgeschmack auf die wichtigen Themen der geplanten, kommenden Fachforen, von energieintensiver Industrie mit Wasserstoffwirt­schaft bis hin zur Veranstaltungsbranche. – Ein sehr gelungener Auftakt.“ Trixi Bannert, Sprecherin des NRW-Kreises, Weinhändlerin, Sommelière und Inhaberin einer Ver­anstaltungsagentur aus Münster: „Ich war begeistert von unserer Auftaktveranstaltung des Grünen Wirtschaftsdialog NRW in der Nachtresidenz in Düsseldorf : Es hat uns gezeigt, welch großes Inter­esse seitens der Wirtschaft und der grünen Politik besteht, die gegenseitigen Ansichten darzustellen und zu begreifen. Das Ziel, in einem offenen Dialog kontrovers und trotzdem zugewandt aufeinan­der zuzugehen, wurde in großartiger Weise umgesetzt und hat unsere Erwartungen übertroffen.“ Klaus Hermann, Sprecher des NRW-Kreises, Geschäftsführer der KH Versicherungen GmbH in Münster, Moderator und Coach: „In einer Zeit, in der mit rasantem Tempo enorme Veränderungen eintreten und weitreichende ordnungspolitische Unterstützungen notwendig sein werden, ist ein direkter Dialog zwischen Wirtschaft und Politik so wichtig wie selten zuvor. Diesen zu moderieren und zu begleiten ist eine tolle und sehr sinnvolle Aufgabe, die ich gerne übernehme. Gerade in NRW finden wir mit reger Startup Szene in direkter Nachbarschaft zum Mittelstand und der Industrie eine breite Mixtur der Interessen, die mit der Politik an einen Tisch gebracht werden sollten. Das errei­chen wir durch den GWD.“
12.04.2023
Fachforum Kreislaufwirtschaft
Nachdem das letzte Treffen des Fachforums Kreislaufwirtschaft einen branchenübergreifenden Ansatz verfolgte, hat sich diese Sitzung zum Thema „Die neuen europäischen Verpackungsregelungen” auf Abfallvermeidung und Mehrweg, Anforderungen an die nachhaltige Gestaltung von Verpackungen sowie das effiziente Abfallmanagement konzentriert. Als Grundlage der Diskussion dienten die Impulsvorträge von der Referentin für die nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie und Ressourceneffizienz im Bundesumweltministerium (BMUV) Stefanie Schäfter, dem Abteilungsleiter Kreislaufwirtschaft des Wuppertal Instituts Prof. Dr. Henning Wilts sowie Felix Vogt-Heffinger, Referent für Vermeidung und Verwertung von Verpackungsabfällen (BMUV). Anschließend standen besonders die nationalen und europäischen Vorgaben für Mehrweg und zum chemischen Recycling im Fokus, dabei herrschte Einigkeit, dass dem mechanisches Recycling gegenüber chemischen Methoden Priorität eingeräumt werden sollte. Prof. Dr. Henning Wilts betonte in seinem Vortrag unter anderem die Chancen sowie Herausforderungen von Mehrwegsystemen: „Die Vermeidung von Verpackungsabfällen bietet zahlreiche ökologische als auch ökonomische Potentiale zur Einsparung von CO2-Emissionen genauso wie von Kosten. Häufig sind entsprechende Ansätze mit einer Erhöhung der Komplexität verbunden – es müssen beispielsweise mehr Akteur:innen einbezogen werden als bei klassischen Einweg-Lösungen. Von daher braucht es regulatorische Impulse, um hier auch Planungssicherheit für entsprechende Investitionen zu geben. Ein zentraler Ansatzpunkt sind dabei auch Standards und Normen, die gibt es seit langem für die klassische lineare Wirtschaft, für die Kreislaufwirtschaft hingegen noch nicht in ausreichendem Maße gibt. Hier ist hoher Handlungsbedarf erkenbar, wenn die Kreislaufwirtschaft sich auch am Markt durchsetzen können soll.“ David Lommatzsch, Umwelt- und Kreislaufwirtschaftsmanager der Schwarz Gruppe, stellt außerdem die Beurteilung der Ökobilanz (Life-Cycle-Assessment/LCA) von Verpackungen als essentiell heraus: „Einheitliche Standards – insb. beim Design for Recycling – und verbindliche Ziele zum Einsatz von Rezyklaten spielen für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft von Verpackungen im EU-Binnenmarkt eine zentrale Rolle. Es ist gut, dass dies jetzt auf EU-Ebene mit der PPWR (Proposal Packaging and Packaging Waste Regulation) angegangen wird. Regulatorische Hürden, beispielsweise beim Einsatz von Rezyklaten in kontaktsensitiven Anwendungen, sollten dabei aber beachtet und unter Maßgabe des Verbraucherschutzes bestmöglich abgebaut werden. Im Sinne eines ganzheitlichen Klima- und Ressourcenschutzes sollte zudem stets der gesamte Lebensweg einer Verpackung betrachtet werden und dabei auch Faktoren wie Transport- & Logistikemissionen sowie Vermeidung von Lebensmittelabfällen Betrachtung finden.“
Geoökonomie, Resilienz und Sicherheit
23.04.2021
Event on the future of the European automotive landscape
Gemeinsam mit dem Institut Montaigne (F) lud der Grüne Wirtschaftsdialog Vertreter:innen aus Politik, Industrie, und Arbeitnehmerschaft aus Deutschland, Frankreich und Italien ein. Die Veranstaltung widmete sich zwei zentralen Themen der Automobilindustrie: einerseits der Konsolidierung des Sektors in der Folge der Transformation, andererseits den strukturellen und sozialen Auswirkungen dieser Konsolidierung. Dabei war das Ziel, in zwei Podien aus verschiedenen Perspektiven auf die Herausforderungen und Chancen der Transformation und die Folgewirkungen für Unternehmen und Gesellschaft einzugehen. Die Zusammenfassung der Diskussion finden Sie in unserem Sondernewsletter Mobilität I. Partner-Veranstaltung mit Institut Montaigne Digitale Konferenz