Grüner Wirtschaftstag 2026 – Abhängigkeiten reduzieren

2. Juli 2026 | 13:00 – 20:00 Uhr

mit unserem Vorsitzenden Karl Haeusgen

Die globale Wirtschaftsordnung steht unter Druck: Alte Verlässlichkeiten erodieren, Abhängigkeiten werden sichtbarer, und der Wunsch nach mehr Unabhängigkeit wächst – in Deutschland wie in ganz Europa. Gleichzeitig hat Deutschland wie kaum ein anderes Land von offenen Märkten profitiert. Sind die aktuellen Krisen der Anlass, Deutschland als Teil der europäischen Wirtschaft wieder ökonomisch unabhängiger zu machen? Und inwiefern ist das überhaupt wünschenswert?

Am 2. Juli 2026 diskutieren wir diese Fragen in mehreren Online-Panels ab 13:00 Uhr sowie einer Abendveranstaltung vor Ort in der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin ab 18:30 Uhr – mit hochkarätigen Gästen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, darunter auch unser Vorsitzender Karl Haeusgen.

Das vollständige Programm sowie einen Anmelde-Link finden Sie hier:
Grüner Wirtschaftstag 2026 | Boell Calendar

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und eine lebhafte Diskussion.

Weitere Veranstaltungen

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02.09.2024
Transformationsfinanzierung
Bei diesem Austausch werden wir unseren Fokus auf das zentrale Thema Transformationsfinanzierung richten und freuen uns daher besonders darauf, Stefan Evers, Bürgermeister und Senator für Finanzen des Landes Berlin, als Impulsgebenden zu begrüßen. Im Rahmen dieser Veranstaltung möchten wir gemeinsam mit Ihnen diskutieren, welche finanziellen Instrumente und politischen Maßnahmen erforderlich sind, um die Transformation zu unterstützen und den industriellen Fortschritt in der Metropolregion Berlin-Brandenburg zu gewährleisten. Ziel ist es dabei, im gemeinsamen Dialog zwischen Unternehmen und Politik über Parteigrenzen hinweg konkrete Lösungsansätze zu erarbeiten.
Klimaneutralität, Energiewende und IndustriepolitikRegionalforen
17.11.2023
Digitale Landwirtschaft als Praxisbeispiel für interministeriale Zusammenarbeit
Im Rahmen unseres Arbeitsfeldes Landwirtschaft & Ernährung haben wir gemeinsam mit Expert:innen aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft über das Brandenburger-Modell der interministerialen Zusammenarbeit diskutiert. In diesem Zusammenhang gab es einen politischen Impuls durch den Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz des Landes Brandenburg Axel Vogel. Als essentieller Punkt wurde der Ausbau der Dateninfrastruktur, 5G zur Datenweitergabe und GPS zur Anwendung genannt, denn nur dadurch werden Daten verfügbar und ökologische Vorteile durch die Anwendung moderner digitaler Methoden nutzbar gemacht. Einigung bestand darin, dass die Datenhoheit bei den Landwirt:innen bleiben und die öffentliche Akzeptanz von Digitalisierung und Datenerhebung ausgeweitet werden muss. Zuerst sollte die Anwendung der Technologien jedoch durch die nötigen Rahmenbedingungen ermöglicht werden: Dafür sei die Zusammenarbeit von Bund und Ländern nötig. Minister Vogel präsentierte die Ziele des Landes Brandenburgs zur Digitalisierung der Landwirtschaft: „Brandenburg strebt in der Land- und Forstwirtschaft eine digitalpolitische Vorreiterrolle an, die beispielgebend für Länder mit ähnlichen Strukturen sein soll. Das große Potenzial in diesem bereits stark innovativen und digitalisierten Wirtschaftsbereich unseres Landes wollen wir heben. Die Landesregierung will dafür Unterstützung geben beim Aufbau digitaler Anwendungen für die betriebliche Optimierung und ressourcenschonender Bewirtschaftung sowie zum Schutz der natürlichen Umwelt. Konkret geht es um, den Einsatz neuester Drohnen-, Mess- und Sensortechnik zur Verbesserung von Erträgen, zum Schutz von Natur und Umwelt, zur Einhaltung von Standards und Umweltauflagen sowie zur Abwehr von Gefahren (Waldbrände, Schädlinge), aber auch um die Erfassung und Bereitstellung wasserwirtschaftlicher Daten.“ _ Catharina Tendler, Leitung Lebendtiercontrolling bei der BWE-Brüterei Weser-Ems GmbH & Co. KG / PHW-Gruppe, betonte die Relevanz einer funktionierenden Netzinfrastruktur: „Im landwirtschaftlichen Bereich ist die Digitalisierung bereits stark vorangeschritten. Wissenschaft und Geflügelhaltung sind stetig auf der Suche nach Systemen, welche bei der Tierbetreuung unterstützen können. Solche Systeme werden das menschliche Auge nicht ersetzen können, bieten aber eine gute Möglichkeit um eine breitere Überwachung aufzubauen. Geht es um Unterstützung beim Tierhaltungsmanagement in der Geflügelhaltung, so wird der Upload der Daten in Echtzeit durch den mangelnden Glasfaserausbau heute jedoch maßgeblich behindert. Der Einsatz von beispielsweise umfassenden Kamerasystemen in Ställen, die bereits einzelne Tiere erkennen und Verhaltensveränderungen im Hinblick auf Tierwohl und Tiergesundheit wahrnehmen, verlangt eine vernünftige digitale Infrastruktur.“
Innovation, Digitalisierung und Technologie
31.05.2024
Schuldenbremse: Sinn und Gefahren einer Reform
Im Jahr 2024 feiert die im Grundgesetz verankerte Schuldenregel – die sogenannte Schuldenbremse – ihr 15-jähriges Bestehen. Seit dem Jahr 2009 ist für Bund und Länder nach einer Übergangszeit gemeinsam der Grundsatz des ausgeglichenen Haushalts verankert. Das Ziel der Schuldenbremse ist es, die Tragfähigkeit der Staatsverschuldung zu gewährleisten. Die Schuldenbremse schiebt der „Defizitneigung“ der Politik einen Riegel vor. Sie sorgt dafür, dass gute Zeiten zur Konsolidierung der Staatsfinanzen genutzt werden und der Gegenwartspräferenz der Politik Grenzen gesetzt werden. Gleichzeitig löst die  Schuldenbremse viele Debatten aus, insbesondere zu der Frage, ob die Einhaltung Innovationen und Investitionen sowie Wachstum konterkariert. Dieser Debatte sind wir im Rahmen des Fachforums gemeinsam mit der Abteilungsleiterin Wirtschaftspolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Dr. Elga Bartsch in den Dialog zu treten. Moderiert wird die Veranstaltung von Christian Forster, Leiter  Programmentwicklung beim GWD auf den Grund gegangen.
Standortpolitik, Infrastruktur und Europa