GreenCrunch Zukunftswerkstatt & Jubiläumsdinner

14. Dezember 2023

Das große GWD-Jahresenddinner - Der GWD feiert fünf Jahre erfolgreiches Engagement, mit vielen Gästen aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft, interaktiven Workshops und anschließendem Dinner. Ergebniss und Impressionen.

Am 14. Dezember feierten wir unser jährliches GreenCrunch-Dinner, in diesem Jahr besonders festlich, da wir unser fünfjähriges Bestehen begehen konnten! Aus diesem Anlass haben wir das Dinner um eine nachmittägliche Zukunftswerkstatt ergänzt, mit tollen Gästen und spannenden Diskussionen zu einigen unserer zentralen Themenfeldern.

Folgende Workshops wurden durchgeführt:

1. Industrie im Wandel: Startups und Neugründungsinfrastruktur in Deutschland. Als Referentin begrüßten wir Melis Sekmen MdB, Obfrau im Wirtschaftsausschuss | Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen im Deutschen Bundestag. Moderation: Christian Forster, Leiter Programmentwicklung, Grüner Wirtschaftsdialog.

2. Klimapolitik und Energiewende: Hessen als Vorbild. Hier freuten wir uns über Kaya Kinkel MdL, Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen im Hessischen Landtag | Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Hessen.  Moderiert wurde dieser Workshop von Biggi Bender, ehemalige Abgeordnete der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen im Deutschen Bundestag

3. Die Rolle der deutschen und europäischen Außenpolitik: Dynamisierung und Harmonisierung der europäischen Industrie im Krisenszenario. Einmal mehr hatten wir in diesem Workshop Philip Krämer MdB, Mitglied im Verteidigungsausschuss | Bündnis 90/Die Grünen zu Gast, der zu den aktuellen Herausforderungen im Bereich Security & Defense referierte und als Gesprächspartner für unsere Gäste zur Verfügung stand. Moderiert wurde der Slot von Marco Lotz, Senior Consultant – Public Sector Defence | Capgemini Invent und weiterhin als freier Mitarbeiter für den GWD für diesen Themenbereich tätig.

4. Paradigmenwechsel zu einem regenerativen Kreislaufwirtschaftssystem: Deutschlands Umsetzung der europäischen Umwelt- und Verpackungsgesetze. Wie schon in unserem Beitrag vom Freitag berichtet hatten wir zu diesem Thema Dr. Bettina Hoffmann, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) als Impulsgeberin und Dialogpartnerin zu Gast und konnten in diesem Zusammenhang auch das aktuellen Positionspapier des GWD überreichen.

Beim folgenden festlichen Teil des Tages mit Sektempfang und anschließendem Dinner freuten wir uns über eine Dinner-Speech von Dr. Nicole Dreyer-Langlet, Mitglied der Geschäftsführung und Vizepräsidentin Forschung & Technologie der Airbus Operations GmbH.

Weitere Veranstaltungen

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17.04.2023
Ad-hoc Meeting Kapitalmärkte
Im Rahmen des Ad-hoc Meetings zum Thema „Was treibt die Kapitalmärkte? Ein Blick auf die Zinsen, Nachhaltigkeit und Unsicherheitsfaktoren“ diskutierten die Teilnehmer:innen unter Moderation von GWD-Vorstandsmitglied Bernd Geilen über die aktuelle Lage der Finanzmärkte. Impulsgeber Dr. Moritz Kraemer, Chefvolkswirt bei der LBBW, gab dabei seine Einschätzung zur Effektivität von ESG-Ratingagenturen ab, zeigte die Position von Unternehmen in der Transformation hinsichtlich finanzieller und personeller Aspekte auf und äußerte sich zur finanziellen Sicherheit im Euroraum: „„Ein erneutes Aufflammen einer Eurokrise ist derzeit nicht zu befürchten. Auch weil seit der Eurokrise 1.0 verschiedene Krisenbekämpfungsmechanismen dazugekommen sind. Das beruhigt die Investor:innen. Das größte Risiko bleibt Italien. Glücklicherweise hat sich Meloni (noch?) nicht auf größere finanzpolitische Abenteuer eingelassen. Sie weiß, dass der größte Teil der Gläubiger:innen des italienischen Staates in Italien residieren: ihre Wählerinnnen und Wähler. Also: nessun esperimento!“
Standortpolitik, Infrastruktur und Europa
19.06.2024
Transformation des Schwerlastverkehrs
Gemeinsam mit Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie und stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, diskutierten die Teilnehmenden, welche Voraussetzungen Politik und Wirtschaft schaffen können, um die Transformation des Schwerlastverkehrs zu beschleunigen. Insbesondere die Fragestellung, ob Kosten und Prozesse so optimiert werden können, dass eTrucks sich breitflächig rechnen, formte den Rahmen für die Diskussion. Am Austausch beteiligt waren Akteure in ihrer ganzen Breite: Speditionen – vom Mittelstand bis Konzern – sowie Unternehmen mit Eigenspedition, Energieversorger – Verteilnetzbetreiber und Übertragungsnetzbetreiber, Förderbank, Ladestationsbetreiber, Ladetechnik-Hersteller und OEMs. Bei allen wirtschaftlichen Akteuren besteht eine große Bereitschaft, mit der Transformation voranzugehen, wenn es gelingt, die aktuell auf rund 30% geschätzten Mehrkosten drastisch zu senken. Als das größte aktuelle Hindernis wurde die fehlende Netzinfrastruktur benannt. Hier wurde an die Politik appelliert, den Ausbau zu beschleunigen und sich nicht nur auf öffentliche Lkw-Ladestationen zu konzentrieren, sondern auch die Depot-Ladeinfrastruktur bei den Unternehmen, auf den Betriebshöfen zu fördern, denn nur mit dieser sei eine Optimierung der Ladezeit möglich. In diesem Zusammenhang wies Ministerin Mona Neubaur auf ihren im März veröffentlichten Vorschlag hin, für Unternehmen, die klimafreundliche Investitionen tätigen, eine Steuergutschrift von 25 Prozent der Investitionssumme einzuführen. Die Teilnehmenden haben sich auf eine Fortführung der Diskussion in der zweiten Jahreshälfte geeinigt, um gemeinsam Ansätze für eine sich selbst verstärkende Skalierung zu entwickeln.
Klimaneutralität, Energiewende und IndustriepolitikRegionalforen
29.05.2024
Regionale Strukturen für Kreislaufwirtschaft
Kreiswirtschaftliche Ansätze sind von entscheidender Bedeutung für eine nachhaltige Wirtschaftsweise: Dadurch wird nicht nur die Umweltbelastung reduziert, sondern auch die Abhängigkeit von endlichen Ressourcen und Drittstaaten verringert und damit Resilienz in der Wirtschaft gesteigert. Auf lange Sicht ermöglicht Kreislaufwirtschaft eine nachhaltige Entwicklung, die sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Ziele in Einklang bringt. Auf dem Weg dort hin stellen sich jedoch zahlreiche Herausforderungen in Hinblick auf Regulatorik, Neugestaltung von Lieferketten und die Finanzierung von neuen innovativen Technologien und Infrastruktur.  Im Rahmen des Regionalforums Sachsen haben wir gemeinsam mit den Teilnehmenden sowie dem Sächsischen Staatsminister für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft Wolfram Günther diskutiert, auf welche Weise Landespolitik dazu beitragen kann, kreislaufwirtschaftliche Ansätze zu fördern bzw. zu ermöglichen. Gleichzeitig haben wir beleuchtet, welche Kooperation zwischen Produzenten, Entsorgern und Verarbeitungsunternehmen möglich und notwendig sind, um Rückführungs- und Recyclingprozesse effizient zu gestalten. In einem Impulsvortrag hat Valentina Beatovic-Dobman von Dow Deutschland Inc. die Potenziale Sachsens hinsichtlich der Entwicklung eines  Kreislaufwirtschaft-Ökosystems beleuchtet und erläutert, welche politischen Rahmenbedingungen aus Sicht von Dow den Weg dorthin beschleunigen könnten. Beatovic-Dobmann betont die Möglichkeiten, die eine Transformation in Sachsen mit sich bringt: „Kreislaufwirtschaft ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und wir befinden uns zusammen mit unseren Partnern in der Transformation. Kollaborationen entlang der Wertschöpfungskette und mit Wissenschaft sind entscheidend und diese Region Sachsen hat ein großes Potential für die Skalierung der Kreislaufwirtschaft“. Staatsminister Günther stellt die Vorteile einer Kreislaufwirtschaft heraus: »Die Wirtschaft der Zukunft arbeitet in Kreisläufen. Wir müssen weg vom Raubbau an der Natur und von Abfallbergen und hin zu geschlossenen Stoffkreisläufen und Wiederverwendung. Kreislaufwirtschaft schützt Umwelt und Klima, zahlt sich aber auch betriebswirtschaftlich aus – weil neue Rohstoffe nicht mehr teuer beschafft werden müssen, weil Kreislaufwirtschaft ein Geschäftsfeld ist und unsere Volkswirtschaft resilienter macht. Denn Kreislaufwirtschaft heißt auch, sich strategisch unabhängiger von Lieferländern zu machen, in denen Menschenrechte und Umweltstandards nicht eingehalten werden.«
Geoökonomie, Resilienz und SicherheitRegionalforen