Governance und digitale Transformation von Staat & Verwaltung

10. August 2021

Unter Leitung von Gabriele C. Klug und Boris von Chlebowski (Accenture) fand die erste Veranstaltung des Fachforums Digitale Transformation von Staat und Verwaltung statt. Nach Keynotes von Jan Philipp Albrecht, Digitalisierungsminister in Schleswig-Holstein und Dr. Anna Christmann, Sprecherin für Innovationspolitik der Grünen-Fraktion im Bundestag, diskutierten Vertreter:innen der Digitalbranche sowie aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft über die Voraussetzungen „Guten Regierens“ im digitalen Zeitalter. Angesichts sich ständig wandelnder gesellschaftlicher Herausforderungen wie dem Klimawandel oder nicht zuletzt der Corona-Pandemie ist eine handlungsfähige und der Geschwindigkeit der digitalisierten Welt gewachsene öffentliche Verwaltung unverzichtbar. Welche Rahmenbedingungen hierfür geschaffen werden müssen, sind im Positionspapier des GWD festgehalten.

Weitere Informationen im Newsletter 11/2021.

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04.11.2024
Pharma und Medizintechnik: Zukunft in Deutschland
Was hat die US-Wahl mit der Gesundheitswirtschaft und HPharma in Deutschland zu tun? Von Abschottung bis Freihandel diskutierte Dr. Paula Piechotta, Mitglied des deutschen Bundestags und selbst Ärztin, mögliche Szenarien mit Mitgliedern der Wirtschaftsvereinigung der Grünen und weiteren Fachleuten aus den betroffenen Branchen. Die Folgen der Wahl für die internationalen Märkte könnten erheblich sein, sollte Donald Trump gewinnen. Im Austausch zwischen Wirtschaft und Politik ging es deshalb darum, wie sich Europa mit seinem Binnenmarkt für eine starke Pharmaindustrie und Gesundheitswirtschaft künftig zunehmend unabhängig machen kann – nicht nur von den USA, sondern auch etwa von China. Dabei ging es um viele konkrete Fragen, von einer besser ausbalancierten Regulatorik über Finanzierung bis hin zur strategischen Dimension. Innovation und Digitalisierung sind hier ein Schlüssel. Wir brauchen klare Rahmenbedingungen und Anreize, die Unternehmen und Forschungseinrichtungen unterstützen. Gleichzeitig müssen wir den in bei Pharma wie auch Medizintechnologie starken Standort Deutschland nachhaltig attraktiver machen, damit neue Entwicklungen – von innovativen Arzneimitteln bis hin zu modernsten Geräten – auch hier vorangetrieben werden.: Die Zukunft in Deutschland gestalten.
Innovation, Digitalisierung und Technologie
18.12.2024
Unternehmen vor hybriden Bedrohungen – Risiken wahrnehmen, Sicherheitslücken schließen
Die angespannte Sicherheitsarchitektur Europas stellt Unternehmen mehr denn je vor die wachsende Herausforderung der Wahrung der eigenen Sicherheit. Die Risiken reichen von wirtschaftlicher Spionage über Cyberangriffe bis hin zu Sabotage und physischen Angriffen, die den internationalen Handel und die Lieferketten destabilisieren können. In diesem Kontext möchten wir gemeinsam mit Dr. Christian Forwick, Abteilungsleiter Außenwirtschaftspolitik (Abt. V) im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz über Maßnahmen zur Steigerung der Resilienz und politische Rahmenbedingungen zur Schaffung eines größeren Schutzes von Unternehmen v.a. vor hybriden Angriffen sprechen. Von unternehmerischer Seite sind Impulse vonseiten der BASF SE und Fraport AG, aus wissenschaftlicher Perspektive vonseiten des Forschungsinstituts der DGAP geplant. Passend hierzu weisen wir zudem auf unser zuletzt veröffentlichtes Perspektivenpapier im Cluster Sicherheit & Verteidigung „Gesamtverteidigung in Deutschland und Europa: Herausforderungen, Ziele und industriepolitische Maßnahmen“ hin.
Geoökonomie, Resilienz und Sicherheit
03.11.2022
LTT Zeitenwende — auch bei Erwerbsmigration und Integration?
Viele deutsche Unternehmen sehen den Fachkräftemangel als großes Risiko für ihren Unternehmenserfolg. Was muss geschehen, damit Deutschland für Zuwanderer wieder attraktiver wird? Im LTT Zeitenwende  mit Misbah Khan MdB, Mitglied im Ausschuss für Inneres und Heimat des Deutschen Bundestages, Dr. Tanja Fendel, Bereich Migration, Integration und internationale Arbeitsmarktforschung (INTER) am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), und Kristin Hühnergarth, REWE Group, sowie weiteren Teilnehmenden aus der Mitgliedschaft wurden die Chancen, Herausforderungen und Möglichkeiten der Fachkräfteeinwanderung in Deutschland diskutiert. Dr. Tanja Fendel – (C) DiCV/Jo Schwartz Dr. Tanja Fendel bewertet die bisherigen Anstrengungen, um Fachkräfte aus dem Ausland anzuwerben, als unzureichend und möchte daher auch Geflüchtete in den Arbeitsmarkt integrieren: „Die rechtlichen Änderungen im Rahmen des Fachkräfteeinwanderungsgesetz stellen wichtige Erleichterungen für den Zuzug von Fachkräften nach Deutschland dar, eine substanzielle Erhöhung der Fachkräftezuwanderung ist jedoch nicht zu erwarten. Hierfür wären wahrscheinlich maßgebliche Reformen zur Vereinfachung der Gleichwertigkeitsprüfungen ausländischer beruflicher Abschlüsse erforderlich.“ „Die in den letzten Jahren und seit Anfang des Jahres nach Deutschland gekommenen Geflüchteten können zur Reduzierung des Fach- und Arbeitskräftebedarfs beitragen, auch wenn mit der Schutzgewährung durch das Asylsystem auf Grundlage des Grundgesetzes und der völkerrechtlichen Verpflichtung Deutschlands primär andere Ziele als die Steuerung der Arbeitsmigration im Vordergrund stehen. Für die Arbeitsmarktintegration Geflüchteter kommt neben der Unterstützung bei der Arbeitssuche und -vermittlung der Deutschspracherwerb (auch im Rahmen der Teilnahme an Integrations- und Sprachkursen), die Beratung zur Anerkennung beruflicher Abschlüsse sowie umfassende Bildungs- und Weiterbildungsangebote eine hohe Relevanz zu, um zu vermeiden, dass ein Großteil der Geflüchteten langfristig unterhalb der eigenen Qualifikation beschäftigt ist.“  Misbah Khan MdB ging dabei auf mangelnde attraktive Angebote für Fachkräfte aus dem Ausland ein, darunter Bildungschancen und Integrationsmöglichkeiten auch für Familien. Außerdem sei ein gesamtgesellschaftlicher Wandel dringend nötig, damit die ca. 400.000 fehlenden Fachkräfte auch langfristig im Land bleiben:  „Unsere Wirtschaft ist nicht zuletzt angesichts der demographischen Entwicklung dringend auf ausländische Arbeitskräfte angewiesen. Mit dem neuen Fachkräfteeinwanderungsgesetz werden wir bürokratische Hürden abbauen und Verfahren digitalisieren, damit der Zuzug endlich schneller und einfacher gelingt. Als Gesellschaft müssen wir uns jedoch auch die Frage stellen, wie wir mit Migrant*innen umgehen. Hass, Hetze und Ausgrenzung sind keine Werbung für ein Einwanderungsland.“ Kristin Hühnergarth Kristin Hühnergarth der REWE Group betont, dass auch die Anerkennung nichtakademischer Berufe in Deutschland vereinfacht werden muss: „Die Diskussion um den Fachkräftemangel greift leider zu kurz: Es fehlt mittlerweile an Kräften auf allen Qualifizierungsniveaus – wir sprechen längst von einem Arbeitskräftemangel. Entscheidend wird für Branchen wie der Unseren zudem sein, dass die nun diskutierten Maßnahmen endlich auch stärker auf nicht-akademische Berufe abzielen.“