Fachforum Ernährungswirtschaft

29. November 2022

Auf der abschließenden Veranstaltung der Reihe „Transformation der Lebensmittelwertschöpfungskette: transparent, nachhaltig, versorgungssicher“ durften wir erneut die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Dr. Ophelia Nick MdB, sowie Dr. Anne-Monika Spallek MdB, Mitglied des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft im Deutscher Bundestag, beide von Bündnis 90/Die Grünen, begrüßen. Durch die Veranstaltung leitete GWD-Vorstandsmitglied Roland Schüren.

Im Zentrum dieses Forums stand der Entwurf des Scoping Papers mit dem Titel „Transformation der Lebensmittelwertschöpfungskette – transparent, nachhaltig, versorgungssicher“, das im Rahmen der ersten beiden Veranstaltungen durch Prof. Dr.  Achim Spiller, Dr. Anke Zühlsdorf und Dr. Sarah Iweala erarbeitet wurde.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden weitere Diskussionsbeiträge und Bewertungen der Handlungsempfehlungen für das Scoping-Papier besprochen; das Papier wird nun im weiteren Verlauf unserer Aktivitäten relevanten Akteuren aus Politik, Wirtschaft, Verbänden und der Wissenschaft zur Verfügung gestellt.

 

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23.06.2025
Fit für morgen – alle mitnehmen, besonders die Erfahrenen
Eine Studie der Bertelsmann Stiftung zeigt: Mit gezielten Maßnahmen ließe sich bis 2035 das Arbeitsvolumen von 1,36 Mio. Vollzeitkräften in der Altersgruppe 55–70 Jahre mobilisieren. Doch wie gelingt das in einer Arbeitswelt, die sich durch KI, Digitalisierung und demografischen Wandel rasant verändert? Unternehmen stehen vor der doppelten Herausforderung, ihre erfahrenen Mitarbeitenden länger im Erwerbsleben zu halten – und sie gleichzeitig fit für neue Technologien zu machen. Gefragt sind flexible Arbeitszeitmodelle, lebenslanges Lernen, passgenaue Weiterbildungsformate und Anreize für einen flexiblen Übergang in den Ruhestand. Welche Kompetenzen und Rahmenbedingungen braucht die Arbeitswelt von morgen im Zeitalter von KI und lebenslangem Lernen? Und wie sichern wir die Produktivität und Teilhabe erfahrener Beschäftigter – durch Weiterbildung, Gesundheitsvorsorge und generationenübergreifenden Wissenstransfer?
Arbeitsmarkt und Demografie
03.06.2024
Biodiversität im Bau: Biophiles Design in Neu- und Bestandsbauten
Biodiversität ist entscheidend für unsere Lebensgrundlage, für unsere Lebensqualität, und die Qualität der Gewässer. Daher haben wir im zweiten Fachforum Bauen & Wohnen der Reihe Biodiversität im Bau mit dem Titel „Biophiles Design in Neu- und Bestandsbauten“ unter Moderation von Dr. Ipek Ölcüm, Fachanwältin für Bau- und Architektenrecht und Wirtschaftsmediatorin (IHK) mit Expert:innen aus Politik und Wirtschaft die Bedeutung von biophilem Design sowie biodiversitätsfördernden Lösungen wie Dachbegrünungen diskutiert. Denn versiegelte Innenstädte gefährden auch die Gesundheit von Menschen, wenn sich die Innenstädte in den Sommermonaten verstärkt aufheizen. Beim fortschreitenden Verlust von Biodiversität kann Fassadenbegrünung zwar helfen, jedoch wird die Biodiversitätskrise dadurch nicht gelöst. Anja Liebert MdB, Ausschuss für Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen, leitete die Diskussion mit einem Impulsvortrag ein, in dem sie die Relevanz der Sicherung von Biodiversität aufzeigte: „Biodiversität im Bau nutzt nicht nur den Tieren, sondern auch den Menschen, indem Quartiere durch mehr natürliche Lebensräume aufgewertet werden. Neben der erhöhten Lebensqualität fördert der Naturschutz im Bau die Resilienz gegen sich verstärkende Wetterereignisse: Grünflächen wirken sowohl kühlend als auch als natürlicher Speicher für Wasser.“ Städte bieten vielen Arten unterschlupf, wenn auf dem Land durch landwirtschaftliche Nutzung Lebensräume zerstört werden. Dennoch werden auch in Städten immer mehr Arten durch das Wachstum der Städte verdrängt – urbane Freiräume werden immer kleiner. Dabei könnten Tiere bei der Gestaltung von Neubauten mitgedacht werden. Landschaftsarchtektin Christine Jakoby von Studio Animal-Aided Design klärte in ihrem Impulsvortrag über gängige Fehlannahmen beim Naturschutz  im Bau auf: „Ein Problem des Naturschutzes im Bau liegt in der Fehlannahme, dass Mensch und Tiere als unterschiedliche Systeme mit gegensätzlichen Anforderungen gesehen werden müssen. Dazu erwarten viele Auftraggeber enorme Aufwendungen für die Implementierung von biodiversitätsfördernden Maßnahmen, obgleich auch durch verhältnismäßig geringe Kosten Erfolge erzielt werden können, sofern (tierische) Artenvielfalt bei der Planung mitgedacht wird.“ 
Standortpolitik, Infrastruktur und Europa
05.09.2022
Regionaltforum Niedersachsen
Beim zweiten Regionaltreffen wurden mit der Fraktionsvorsitzenden Julia Willie Hamburg MdL und Gerald Heere MdL sowie großen, mittleren und kleineren Unternehmen verschiedener Branchen die Erwartungen an grüne Wirtschaftspolitik in der nächsten Legislatur in Niedersachsen diskutiert.