Fachforum Ernährungswirtschaft

29. November 2022

Auf der abschließenden Veranstaltung der Reihe „Transformation der Lebensmittelwertschöpfungskette: transparent, nachhaltig, versorgungssicher“ durften wir erneut die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Dr. Ophelia Nick MdB, sowie Dr. Anne-Monika Spallek MdB, Mitglied des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft im Deutscher Bundestag, beide von Bündnis 90/Die Grünen, begrüßen. Durch die Veranstaltung leitete GWD-Vorstandsmitglied Roland Schüren.

Im Zentrum dieses Forums stand der Entwurf des Scoping Papers mit dem Titel „Transformation der Lebensmittelwertschöpfungskette – transparent, nachhaltig, versorgungssicher“, das im Rahmen der ersten beiden Veranstaltungen durch Prof. Dr.  Achim Spiller, Dr. Anke Zühlsdorf und Dr. Sarah Iweala erarbeitet wurde.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden weitere Diskussionsbeiträge und Bewertungen der Handlungsempfehlungen für das Scoping-Papier besprochen; das Papier wird nun im weiteren Verlauf unserer Aktivitäten relevanten Akteuren aus Politik, Wirtschaft, Verbänden und der Wissenschaft zur Verfügung gestellt.

 

Weitere Veranstaltungen

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20.10.2023
Quantencomputing: Von der Forschung in die Praxis
Forschungserfolge rund um KI sind derzeit in aller Munde. Weniger bekannt ist, dass es auch bei einer weiteren Zukunftstechnologie in den letzten Jahren bahnbrechende Fortschritte gegeben hat: Quantencomputing. Noch sind die weitreichenden Innovationspotenziale, die der Einsatz von Quantencomputern birgt, hauptsächlich in Forschungskreisen bekannt. Daher haben wir im Rahmen unseres GreenTeaTimeTalks vor allem die konkrete Anwendungsfelder dieser Technologie in der Wirtschaft in den Fokus gerückt. Nach Begrüßung und Einführung in das Thema durch die zum 1. Oktober berufene GWD-Geschäftsführerin Katharina Krüger tauschten sich Tech-Expert:innen und Unternehmensverter:innen über den aktuellen Forschungsstand und die Anwendungsfelder der Zukunftstechnologie aus. Als Impulsgeberinnen waren die Koordinatorin der Bundesregierung für die Deutsche Luft- und Raumfahrt sowie Beauftragte für Digitale Wirtschaft & Start-ups im BMWK, Dr. Anna Christmann MdB, und die Naturwissenschaftlerin und Tech-Pionierin bei Connected Innovations, Dr. Edeltraud Leibrock zu Gast. Insgesamt betonte die vom Managing Partner des Fraunhofer Technologie-Transfer Fonds Matthias Keckl moderierte Runde die Chancen, die Quantencomputings für den Standort Deutschland birgt. Dabei ging Dr. Leibrock auf die Vorteile des Forschungsstandorts Deutschland für Unternehmen ein. Denn während die US-amerikanische Hardwareentwickler bereits große Entwicklungsfortschritte vorweisen können, müssen Unternehmen in Deutschland jetzt investieren, um in enger Zusammenarbeit mit den Forschungseinrichtungen Software für Quantencomputer zu entwickeln: „Quantentechnologien stellen eine große Chance für die Wirtschaft hierzulande dar. Auch wenn die praktische Anwendung noch ein paar Jahre in der Zukunft liegt, so lohnt es sich doch für Unternehmen, sich bereits heute damit zu beschäftigen. Wir sind in Europa traditionell stark in Forschung und Entwicklung und haben gerade auch in Deutschland sehr gute Strukturen für den Transfer in die Wirtschaft. Die Use Cases und die Software-Entwicklung für Quantencomputer können allerdings nur durch die Anwenderunternehmen selbst getrieben werden. Das erfordert zum jetzigen Zeitpunkt noch eine recht hohe Risikobereitschaft. Hier ist die Politik gefordert, innovationsfreundliche Rahmenbedingungen zu schaffen.“ Dr. Christmann zeigte auf, welche Maßnahmen von politscher Seite ergriffen werden, um Innovationen im Bereich Quantencomputing zu fördern: „Quantencomputing wird eine wichtige Leittechnologien für viele Branchen werden und deswegen sollten wir schon heute gute Rahmenbedingungen für zukünftige Innovationen schaffen. Hier gibt es noch viel Entwicklungspotential, aber die starke Grundlagenforschung und die vielen Expert:innen in Deutschland stellen eine sehr gute Ausgangslage dar. Eine Schlüsselfunktion nimmt hier die DLR Quantencomputing-Initiative ein, im Rahmen derer Industrie, Wirtschaft, Start-ups und Forschung gemeinsam prototypische Quantencomputer entwickeln. Mit den Mitteln aus dem Zukunftsfonds wollen wir zudem nicht nur öffentliche Investitionen für Technologien wie z.B. Quantencomputing bereitstellen, sondern vor allem auch privates Kapital mobilisieren.“     
Innovation, Digitalisierung und Technologie
07.03.2023
Regionalforum Niedersachsen
Regionaltreffen Niedersachsen beim Gastgeber EWE AG in Oldenburg mit Impulsvortrag von Christian Meyer, Niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz, zum Thema „Challenge accepted – Niedersachsen als Energiewende-Macherland“. „Challenge accepted – Niedersachsen als Energiewende-Macherland“ – so der Titel des aktuellen GWD-Regionalforums der niedersächsischen Regionalgruppe am 7.März in Oldenburg. In der Firmenzentrale unseres Mitglieds EWE AG durften wir Christian Meyer, Niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz als Impulsgeber begrüßen, neben Susanne Menge MdB von der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen im Deutschen Bundestag und Sina M. Beckmann MdL sowie Vertretern verschiedener Unternehmen. Minister Meyer sagte hier unter anderem: „Wir wollen grüne Industrie in Niedersachsen wieder groß machen. Das war schon einmal so, aber heute kommen mehr als 90% der Solaranlagen, Vorprodukte und PV-Modulteile aus China. Nach russischem Gas rutschen wir so in die nächste Abhängigkeit. Das wollen wir vermeiden und darum die Produktion wieder hier bei uns ansiedeln, so steht es auch im Koalitionsvertrag. Das ist vor allem für das hiesige Handwerk eine riesige Chance, vom Ausbauziel von 1,5 GW Windenergie pro Jahr zu profitieren.“
Regionalforen
13.06.2023
Fachforum Nachhaltiges Bauen
Am 13. Juni fand das zweite Veranstaltung der GWD-Reihe „Bauwende: Versöhnung der Baustoffe“ des Fachforums Nachhaltiges Bauen statt. Jens Deutschendorf, Staatssekretär im hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen (Bündnis 90/Die Grünen) gab einen Impuls zu politischen Rahmenbedingungen und Transformationsplänen. Einen praktischen Impuls lieferte Markus Brunner, Stellvertretender Geschäftsstellenleiter DIN-Normenausschuss Bauwesen (NABau); Prof. Thomas Auer von der Technischen Universität München (TUM) begleitete die Veranstaltung wissenschaftlich. Wie auch bei der ersten Veranstaltung hat Dr. Ipek Ölcüm, Fachanwältin für Bau- und Architekturrecht und Wirtschaftsmediatorin (IHK), moderiert. StS Jens Deutschendorf erinnerte in seinem Impuls an den knappen zeitlichen Rahmen für die Transformation: „Uns bleiben noch 22 Jahre, um unsere Gebäude klimaneutral zu machen. Holz und anderen nachhaltige Materialien können einen großen Beitrag leisten, deshalb müssen wir ihre Anwendung erleichtern. Ein niedriger Energiebedarf und CO2-Ausstoß schützen vor hohen Energiepreisen.“ In der anschließenden Diskussion wurde die Relevanz der Nutzung regionaler Baustoffe betont, aber auch der Bedarf an einer Versöhnung der verschiedenen Baustoffe, um nachhaltig und kreislauforientiert zu bauen. Es wurde jedoch angemerkt, dass Standardisierungen und Normen im Bereich des Rückbaus fehlen und eine Initiative zur Normierung entwickelt wird. Die Ökobilanzierung von Gebäuden sollte bei der Normierung als Maßstab dienen, um Gebäude aus verschiedenen Materialien wie Holz, Beton, Stahl und Stein miteinander zu vergleichen und eine klimaneutrale und klimaangepasste Bauweise zu erreichen. Insgesamt wurde die Notwendigkeit betont, nachhaltige Baustoffe zu definieren, Normen und Standards zu etablieren, den Gebäudebestand zu berücksichtigen und praktikable Lösungen für eine nachhaltige Bauweise, aber auch den Rückbau zu finden. Denn auch wenn nachhaltige Baustoffe verwendet werden, bedeutet dies noch keine (vollständige) Trennung der verbauten Stoffe – dies ist jedoch zum Recycling notwendig. Darüber hinaus umfasste die Diskussion auch die Herausforderungen bei der Zulassung von innovativen Baustoffen und die Bedeutung der Bestimmung von Gebäudedaten.
Standortpolitik, Infrastruktur und Europa