FF Digitale Landwirtschaft: Potentiale nutzen – Risiken minimieren

16. Februar 2023

Nachdem der GWD sich in den vergangenen Monaten intensiv mit dem Thema Landwirtschaft und Ernährung beschäftigt hat (das daraus entstandene Positionspapier wird in den kommenden Wochen veröffentlicht), richtete sich der Fokus nun auf die Frage der Digitalisierung in der Landwirtschaft. Zusammen mit Gisela Sengl MdL, Stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Landwirtschaft und Ernährung von Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag, und Dr. Markus Gandorfer, Leiter der Projektgruppe Digitalisierung an der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft diskutierten am 16. Februar im bayrischen Landshut Unternehmensvertreter:innen sowie Agrarexpert:innen zu verschiedenen Leitfragen wie: Welche Folgen hat die digitale Transformation für die Landwirtschaft und die Agrarbranche? Wie können Landwirt:innen, Umwelt und Verbraucher:innen gleichermaßen einen Nutzen aus den Möglichkeiten ziehen? Und was ist nötig, um Vorbehalte abzubauen?

Dazu verweisen wir auch gerne auf die Berichterstattung in den Landshuter Nachrichten.

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20.10.2023
Quantencomputing: Von der Forschung in die Praxis
Forschungserfolge rund um KI sind derzeit in aller Munde. Weniger bekannt ist, dass es auch bei einer weiteren Zukunftstechnologie in den letzten Jahren bahnbrechende Fortschritte gegeben hat: Quantencomputing. Noch sind die weitreichenden Innovationspotenziale, die der Einsatz von Quantencomputern birgt, hauptsächlich in Forschungskreisen bekannt. Daher haben wir im Rahmen unseres GreenTeaTimeTalks vor allem die konkrete Anwendungsfelder dieser Technologie in der Wirtschaft in den Fokus gerückt. Nach Begrüßung und Einführung in das Thema durch die zum 1. Oktober berufene GWD-Geschäftsführerin Katharina Krüger tauschten sich Tech-Expert:innen und Unternehmensverter:innen über den aktuellen Forschungsstand und die Anwendungsfelder der Zukunftstechnologie aus. Als Impulsgeberinnen waren die Koordinatorin der Bundesregierung für die Deutsche Luft- und Raumfahrt sowie Beauftragte für Digitale Wirtschaft & Start-ups im BMWK, Dr. Anna Christmann MdB, und die Naturwissenschaftlerin und Tech-Pionierin bei Connected Innovations, Dr. Edeltraud Leibrock zu Gast. Insgesamt betonte die vom Managing Partner des Fraunhofer Technologie-Transfer Fonds Matthias Keckl moderierte Runde die Chancen, die Quantencomputings für den Standort Deutschland birgt. Dabei ging Dr. Leibrock auf die Vorteile des Forschungsstandorts Deutschland für Unternehmen ein. Denn während die US-amerikanische Hardwareentwickler bereits große Entwicklungsfortschritte vorweisen können, müssen Unternehmen in Deutschland jetzt investieren, um in enger Zusammenarbeit mit den Forschungseinrichtungen Software für Quantencomputer zu entwickeln: „Quantentechnologien stellen eine große Chance für die Wirtschaft hierzulande dar. Auch wenn die praktische Anwendung noch ein paar Jahre in der Zukunft liegt, so lohnt es sich doch für Unternehmen, sich bereits heute damit zu beschäftigen. Wir sind in Europa traditionell stark in Forschung und Entwicklung und haben gerade auch in Deutschland sehr gute Strukturen für den Transfer in die Wirtschaft. Die Use Cases und die Software-Entwicklung für Quantencomputer können allerdings nur durch die Anwenderunternehmen selbst getrieben werden. Das erfordert zum jetzigen Zeitpunkt noch eine recht hohe Risikobereitschaft. Hier ist die Politik gefordert, innovationsfreundliche Rahmenbedingungen zu schaffen.“ Dr. Christmann zeigte auf, welche Maßnahmen von politscher Seite ergriffen werden, um Innovationen im Bereich Quantencomputing zu fördern: „Quantencomputing wird eine wichtige Leittechnologien für viele Branchen werden und deswegen sollten wir schon heute gute Rahmenbedingungen für zukünftige Innovationen schaffen. Hier gibt es noch viel Entwicklungspotential, aber die starke Grundlagenforschung und die vielen Expert:innen in Deutschland stellen eine sehr gute Ausgangslage dar. Eine Schlüsselfunktion nimmt hier die DLR Quantencomputing-Initiative ein, im Rahmen derer Industrie, Wirtschaft, Start-ups und Forschung gemeinsam prototypische Quantencomputer entwickeln. Mit den Mitteln aus dem Zukunftsfonds wollen wir zudem nicht nur öffentliche Investitionen für Technologien wie z.B. Quantencomputing bereitstellen, sondern vor allem auch privates Kapital mobilisieren.“     
Innovation, Digitalisierung und Technologie
26.09.2025
CBAM in Practice – Bureaucratic Nightmare or Climate Breakthrough?
Der Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) der Europäischen Union verfolgt ein zentrales Ziel: die Verhinderung von Carbon Leakage und die Sicherstellung fairer Wettbewerbsbedingungen für europäische Unternehmen auf dem Weg zu einer klimaneutralen Wirtschaft. Gleichzeitig wächst jedoch der Widerstand gegen den CBAM seitens der Wirtschaft – Grund sind Sorgen über Komplexität, Kosten und internationale Wettbewerbsfähigkeit. Bei unserer bevorstehenden Online-Veranstaltung freuen wir uns, Gerassimos Thomas, Generaldirektor für Steuern und Zollunion bei der Europäischen Kommission und innerhalb der Kommission zuständig für den CBAM, begrüßen zu dürfen. Gemeinsam wollen wir die zentrale Frage diskutieren: „CBAM in der Praxis – bürokratischer Albtraum oder Klimadurchbruch? Kann der Mechanismus sein Versprechen wirklich einlösen?“ Der CBAM soll Klimaschutz mit fairem Handel in Einklang bringen, indem er auf bestimmte Importe einen CO₂-Preis erhebt – in Anlehnung an das EU-Emissionshandelssystem. Die Umsetzung erweist sich jedoch als komplex, bürokratisch und schwer einheitlich auf verschiedene Sektoren anwendbar. Das Gespräch wird beleuchten, ob und wie der Mechanismus reformiert werden sollte, welche alternativen Ansätze es zur Verhinderung von Carbon Leakage gibt und was notwendig ist, um Klimaschutz weltweit wirksam und wirtschaftlich tragfähig zu gestalten.
Klimaneutralität, Energiewende und Industriepolitik
28.01.2025
Bilanz Gesundheitspolitik: Wo stehen wir, wo wollen wir hin?
Welche Richtung für die deutsche Gesundheitspolitik? Bringen Sie Ihre Impulse ein im Dialog mit dem Fachpolitiker aus der grünen Bundestagsfraktion, dem gesundheitspolitischen Sprecher Janosch Dahmen. Er will mit Ihnen Bilanz ziehen: Was lief aus den verschiedenen Perspektiven gut, was sollte besser werden und gehört in der nächsten Bundesregierung auf den Tisch? Der Gesundheitssektor ist eine der wichtigen Branchen im Land, zugleich sind die Kosten des Gesundheitssystems natürlich ein relevanter Faktor der Lohnnebenkosten der gesamten Wirtschaft. Es gibt viel zu besprechen – von der Bewältigung demographischer Veränderungen bis zur Sicherstellung einer flächendeckenden Versorgung, von der Digitalisierung des Gesundheitswesens und dessen nachhaltiger Finanzierung.
Arbeitsmarkt und Demografie