Fachforum Regionale Energiewende

23. März 2023

Die Energiewende kann nur gelingen, wenn auch auf regionaler Ebene Maßnahmen zur Transformation umgesetzt werden. Daher hat der GWD das Fachforum Regionale Energiewende ins Leben gerufen. Zur Auftaktveranstaltung des Fachforums hat Dr. Jörg Raupach-Sumiya, Professor für Internationales Management an der Ritsumeikan University (Osaka/Japan) einen spanndenden Vortrag über “Regionale Kooperationen im Rahmen unternehmerischer Klimaschutzstrategien – Stellenwert, Potentiale, Erfolgsfaktoren” gehalten. Dabei stellte er insbesondere die Ergebnisse einer Umfrage unter Unternehmen, Verwaltungen und Verbänden in Deutschland vor. Die Erkenntnisse daraus sowie unternehmensübergreifende Kooperationen mit regionalen Stakeholdern standen in der anschließenden Diskussion im Fokus. 

Dazu Dr. Jörg Raupach-Sumiya: 

„Die Klimakrise ist global, aber ihre Überwindung verlangt wesentlich nach Regionalkonzepten für eine integrierte, sektorübergreifende Transformation der lokalen Infrastruktur. Klimaschutz und Nachhaltigkeit entwickelt sich zugleich zu einem bedeutenden Standort- und Wettbewerbsfaktor. Eine derartige Transformation bedarf regionaler Kooperationen zwischen Unternehmen, Verwaltung, Zivilgesellschaft und anderen lokalen Akteur:innen – unterlegt mit adäquaten, handlungsfähigen Strukturen und eingebettet in entsprechende strategische Ansätze von Unternehmen und Verwaltung.“ 

Zustimmung gab es auch von Corinna Altenburg, Teamleiterin Forschungsbereich Umwelt am Deutschen Institut für Urbanistik (Difu)

“Klimaschutz regional umsetzen heißt: Kooperation, Kommunikation und Strategie. Als klassische Querschnittsaufgabe gelingt Klimaschutz nur dann, wenn er in Verwaltung, Politik und bei Stakeholdern langfristig verankert wird und Akteure miteinander vernetzt sind. Dies gibt es nicht zum Nulltarif, ist jedoch ein notwendiges Investment für resiliente und klimagerechte Regionen.“ 

 

Weitere Veranstaltungen

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08.09.2023
International Digital Strategy – Perspectives from Kenya and Rwanda
Bei der Frühstücksveranstaltung berichtete Tobias B. Bacherle, Obmann im Digitalausschuss und Mitglied im Auswärtigen Ausschuss von seinem jüngsten offiziellen Besuch in Kenia und Ruanda im Rahmen seiner Delegationsreise. Dieser Bericht leitete den Dialog über die wertvollen Erkenntnisse ein, die er aus den Digitalisierungsinitiativen in diesen beiden afrikanischen Ländern gewinnen konnte. Außerdem war Jacob Olonde, Gründer und CEO des Environmental Capacity and Sustainability Institute (ECAS), zu Gast, der die Bestrebungen seines Instituts zur Schließung von Daten-, Kapazitäts- und Politiklücken im Bereich der grünen Transformation in Kenia und darüber hinaus vorstellte. Bacherle brachte vor allem eine neue Perspektive ein, mit der die Umsetzung einer deutschen Digitalstrategie nachhaltig funktionieren kann: „Ich freue mich, dass ich die Erfahrungen und Eindrücke meiner Delegationsreise nach Kenia und Ruanda beim digitalen Expert:innengespräch des Grünen Wirtschaftsdialog einbringen durfte. Denn viel zu oft wird der Globale Süden beim Thema Digitalisierung und internationaler Digitalpolitik ausgeklammert. Während unsere digitalen Innovationen nach wie vor häufig auf Kosten von Arbeitnehmer:innen des Globalen Südens ermöglicht werden – und unsere digitalen Lieferketten auf Ausbeutung und prekären Arbeitsbedingungen fußen – treiben Kenia und Ruanda gleichzeitig eine nachhaltige Digitalisierung voran. Sowohl in der internationalen Digitalpolitik als auch der digitalen Entwicklungszusammenarbeit ist es jetzt entscheidend, verstärkt zusammenzuarbeiten, damit wir vom jeweils anderen lernen können.“
Innovation, Digitalisierung und Technologie
05.11.2024
Wasserstoffversorgung abseits des Kernnetzes
Wie deckt Deutschland künftig den Energiebedarf der Industrie? Eine Antwort liegt im Wasserstoff. Mit Axel Bree/ BMWK, Lizzie Herzog/Salzgitter AG, und Carsten Agert/Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt diskutierten Mitglieder der Wirtschaftsvereinigung der Grünen die Herausforderungen. Wasserstoff ist bei Erzeugung mit Grünstrom nicht nur klimafreundlich, sondern bietet auch breite Anwendungsmöglichkeiten. Aus diesem Grund soll Wasserstoff zukünftig eine zentrale Rolle in der Energieversorgung der deutschen Industrie spielen. Um das zu gewährleisten, wird in den nächsten Jahren das weltweit bisher einmalige Wasserstoffkernnetz ausgebaut. Bis zur Umsetzung und der Versorgung der Industrie mit Wasserstoff gibt es allerdings noch zahlreiche Herausforderungen. Woher wird der Wasserstoff kommen? Wie können auch Standorte abseits des Kernnetzes versorgt werden? Und wie können die Preise für Wasserstoff niedrig gehalten werden? Diskutiert wurden neben den Planungshorizonten auch unterschiedliche Alternativen der Belieferung, etwa via Schiff oder Bahn, oder durch den verstärkten Bau von weiteren Elektrolyseuren. Konkret werden sich Bedarfe aber jetzt im angegangenen Prozess zeigen und müssen dann flexibel von Ministerium und Wirtschaft in enger Zusammenarbeit angegangen werden.
Klimaneutralität, Energiewende und Industriepolitik
16.06.2021
Fachforum Sustainable Finance
Am 16. Juni fand unter Leitung von Gabriele C. Klug und Josef Krieg die Veranstaltung „Impulse für einen nachhaltigen Mittelstand“ im Rahmen des Fachforums Sustainable Finance statt. Der Mittelstand ist eine tragende Säule der deutschen Wirtschaft und lag bisher zu wenig im Fokus der grünen Transformation. Nachhaltigkeitskonzepte für Großindustrie können nicht einfach auf den Mittelstand übertragen werden, da die einhergehende Bürokratie diesen überlasten würde. Stattdessen müssen innovative Lösungen für den Mittelstand gefunden werden, um Anreize für Klimaneutralität zu schaffen, um Klimarisiken bilanziell abzubilden, und um Digitalisierung bei der Erfassung klimarelevanter Informationen zu nutzen. Um diese Lösungen zu definieren, wird der GWD das Thema im Rahmen eines neu geschaffenen Fachforums Mittelstand fortführen. Weitere Informationen im Newsletter 08/2021