Fachforum Mittelstand

4. August 2021

Das Fachforum Mittelstand des GWD setzt seine Aktivitäten fort und richtet sein Augenmerk verstärkt auf den Faktor Energie: zum einen auf die Herausforderung der zuverlässigen und nachhaltigen Energieversorgung des Mittelstandes in und nach der CO2-senkenden Transformation; zum anderen auf die Gewährleistung innovativer Entwicklungen durch die Reduzierung von hemmenden Rahmenbedingungen.

Weitere Informationen im Newsletter 13/2021.

Weitere Veranstaltungen

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06.11.2024
Europa zwischen den Mächten: Strategien in einer neuen Weltordnung
Was bedeutet Donald Trump für die deutsche Wirtschaft? Eigenständiger werden – so das Fazit in unserer Einordnung der US-Wahl. Mit Franziska Brantner, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Max Müller, Leiter Public Affairs Deutschland & EU bei Bayer, Simone Menne Präsidentin der American Chamber of Commerce in Germany, und Jürgen Kerner, Vorstandsmitglied der IG Metall haben unsere Mitglieder und Gäste nur Stunden nach Bekanntwerden des Wahlergebnisses die Veränderungen im Welthandel und in der internationalen Ordnung analysiert und darüber diskutiert, worauf sich Deutschland und die EU einstellen sollten. Die Debatte leitete Volker Ratzmann, Vice President Corporate Public Affairs bei DHL und in der Wirtschaftsvereinigung Leiter des Kompetenzclusters Außenhandel sowie Vorstandsmitglied. Die Panelisten waren sich einig, dass Deutschland und Europa ihre Resilienz stärken müssen, um in einer zunehmend komplexen und auf Eigeninteressen fokussierten geopolitischen Landschaft bestehen zu können. Zentrale Themen waren die Energieunabhängigkeit, Investitionen in Forschung und Innovation sowie die Stärkung des europäischen Binnenmarkts. Besonders betont wurde die Notwendigkeit, sich auf Kernkompetenzen zu konzentrieren und gleichzeitig die Abhängigkeit von einzelnen Märkten zu reduzieren. Die Diskussion machte deutlich, dass nur durch gemeinsames Handeln und gezielte Investitionen die Wettbewerbsfähigkeit Europas in einer sich wandelnden Weltwirtschaft gesichert werden kann.
Geoökonomie, Resilienz und Sicherheit
15.03.2023
Fachforum Ernährungswirtschaft
Zukunft der Ernährung – Welches Potential bieten alternative Proteinquellen für den Klimaschutz? Egal ob Tierwohl, Klimaschutz oder Gesundheit: bei der Ernährung dreht es sich heute längst nicht mehr nur um den Geschmack. Auch die wachsende Weltbevölkerung und veränderte Essgewohnheiten führen dazu, dass alternative Proteinquellen und Innovationen in der Lebensmittelproduktion an Bedeutung für den Klimaschutz gewinnen. Doch welche nutzbaren Alternativen gibt es eigentlich? Und inwieweit können neuartige Lebensmittel und Technologien die Land- und Ernährungswirtschaft maßgeblich verändern? Diese und weitere Fragestellungen haben wir gemeinsam mit der Impulsgeberin Viola Molkenthin, Referentin im BMEL im Referat Ökologische Lebensmittelwirtschaft, sowie den Impulsgebern Stefan Beuermann, UFOP Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V und Dr. Benjamin Leon Bodirsky vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung diskutiert. In der Veranstaltung, welche von Dr. Zoe Mayer MdB angeregt wurde, gab es unter den Teilnehmenden Übereinstimmung darüber, dass die Technologie sowie die Industrie in Deutschland bereit ist auf pflanzliche Proteinquellen umzustellen. Damit pflanzliche Alternativen jedoch auch von Endverbraucher:innen angenommen werden, bedarf es einer erhöhten Sichtbarkeit dieser Produkte, sowie einer Konsumveränderung der Verbraucher:innen. Eine erhöhte Nachfrage führt dann zu günstigeren Preisen. Zusätzlich können Instrumente wie CO2-gesteuerte Preissenkungen das Konsumverhalten lenken.        
Geoökonomie, Resilienz und Sicherheit
11.05.2023
Fachforum Nachhaltiges Bauen
Am 11. Mai fand der Auftakt der neuen Veranstaltungsreihe „Bauwende: Versöhnung der Baustoffe“ des Fachforums Nachhaltiges Bauen in den Räumlichkeiten des GWD statt. Impulsgeber:innen waren Kassem Taher Saleh MdB, Obmann der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Ausschuss für Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen, Prof. Marzia Traverso, Professorin und Leiterin des Instituts für Nachhaltigkeit im Bauwesen der RWTH Aachen, sowie Prof. Hubert Röder, Professor für Betriebswirtschaftslehre Nachwachsender Rohstoffe an der University of Applied Sciences in Weihenstephan-Triesdorf. Anwendungsbeispiele aus der Praxis lieferte Architekt Julian Trummer (Leipfinger-Bader). Dr. Ipek Ölcüm, Fachanwältin für Bau- und Architektenrecht und Wirtschaftsmediatorin (IHK), moderierte das Event. Kassem T. Saleh betonte in seinem Impulsvortrag die Relevanz der Baustoffe bei der Erreichung der Pariser Klimaziele: „In der Baubranche manifestieren sich die gegenwärtigen Krisen in anschaulicher Weise, wobei die Mehrheit auf der nicht nachhaltigen Nutzung der Ressourcen unseres Planeten beruht. Die Auswahl der Baustoffe spielt dabei eine bedeutende Rolle. Um langfristig wirtschaftlich und ökologisch klug zu handeln, bedarf es einer Kombination aus verschiedenen Rohstoffen. Klar ist: Baustoffe der Zukunft sind regional, nachwachsend und kreislauffähig. Das sichert eine nachhaltige Versorgung und verbindet im Sinne der Nachhaltigkeit die ökologische und ökonomische Dimension.“  Julian Trummer von Leipfinger-Bader stellte einige neue Anwendungsarten von Baustoffen vor: „Ich sehe die Zukunft des nachhaltigen Bauens in der Symbiose der Baustoffe. Aus dem 20. Jahrhundert zu lernen kann nicht bedeuten, ein Einheitsmaterial durch ein anderes zu ersetzen. Stattdessen müssen wir wieder zu einer sinnvollen Kombination von Baustoffen finden, in der jedes Material seine Stärken ausspielt. Hier kann vor allem Lehm als Brückenbauer agieren.“ Prof. Marzia Traverso kommentierte in ihrem Impulsvortrag unter anderem den Stellenwert messbarer Kriterien in der Nachhaltigkeitsbewertung von Unternehmen: „Sagen Sie bitte nicht „Nachhaltigkeit“, wenn Sie es nicht wirklich meinen. Nachhaltige Leistung kann nicht mit Bauchgefühlen erreicht werden, sondern nur mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und quantitativen Messungen. Eine richtige Nachhaltigkeitsbewertung umfasst die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit und den gesamten Lebenszyklus eines Produktes oder einer Wertschöpfungskette einer Organisation.“ Prof. Dr. Hubert Röder bezog sich in seinem Impulsbeitrag auf die Vorteile des Rohstoffes Holz: „Holz liefert als Baustoff nicht nur die Chance, proaktiv unsere Mischwälder so umzugestalten, dass diese eine erhöhte Klimaresilienz und Biodiversität aufweisen, das Bauen mit Holz ermöglicht auch mehr bezahlbaren Wohnraum und bietet dazu noch einen Ausweg aus der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Somit dient Holz als Baustoff dem Klimaschutz, der Biodiversität, der Schaffung von Wohnraum und der Energiewende in Deutschland und sollte daher staatlich gefördert werden.“
Standortpolitik, Infrastruktur und Europa