Fachforum Kreislaufwirtschaft

23. September 2022

In der hybriden Veranstaltung mit Dr. Jan-Niclas Gesenhues MdB und Gunda Rachut, Vorstand der Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister, diskutierten die geladenen Teilnehmer:innen zum Thema „Aufschwung der Circular Economy: Kreislaufwirtschaft gegen Rohstoffkrise“.

Jan-Niclas Gesenhues, MdB hob besonders hevor, wie die Nutzung der Kreislaufwirtschaft Deutschlands Rohstoffabhängigkeiten verringern kann:
Wir müssen nicht nur über Energieunabhängigkeit sprechen, sondern auch über Rohstoffunabhängigkeit. Hier setzt die Kreislaufwirtschaft an und bekommt so eine geopolitische Dimension. Indem Rohstoffe nicht den Stoffkreislauf verlassen, werden Nationen unabhängiger von Importen – das macht die Kreislaufwirtschaft zu einer Freiheitstechnologie.“

Gunda Rahut sitzt rechts neben Jan-Niclas Gesenhues, links davon ein GWD-AufstellerIn ihrem Impulsvortrag wies Gunda Rachut unter anderem auf die Regelungen der Kommission zum Recyclateinsatz und die dadurch zusätzlich entstehenden Hindernisse für die Kreislaufwirtschaft hin:
„Einer Kreislaufwirtschaft steht in Deutschland bzw. Europa viel Bürokratie im Wege: Das Einbringen von Recyclaten in Lebensmittelverpackungen war auf rechtlicher Ebene bereits sehr kompliziert, und wurde mit den neuen Vorschriften auf EU-Ebene noch weiter bürokratisiert. Um eine echte Kreislaufwirtschaft nach vorne zu bringen, müssen auf Bundes- aber auch europäischer Ebene zukunftsfähige Rahmenbedingungen geschaffen werden, die Konzepte wie die Kreislaufwirtschaft mitdenken. Zentral werden hier auch ökonomische Lenkungsinstrumente zur Förderung des Recyclateinsatzes sein.“

 

Weitere Veranstaltungen

Alle Veranstaltungen
24.06.2021
„Zwischen Nischen, Plattformen und Suchmaschinen“ – Wie finanziert sich guter Journalismus?
Die Zukunft von Qualitätsjournalismus und die Frage, über welche (neuen) Geschäftsmodelle dieser weiterhin finanziert werden kann, sind dringende Themen angesichts des tiefgreifenden Wandels, dem die Medienlandschaft durch Internet und Internationalisierung und damit das veränderte Nutzer- bzw. Kundenverhalten ausgesetzt sind. Der Wandel ist, darin waren sich schnell alle einig, nichts Schlechtes, muss aber als Herausforderung begleitet und gestaltet werden. Nur das „Wie“ ist noch nicht klar und war daher eine Grundfrage dieser Runde. So war der Abend auch eine Art Auftaktveranstaltung, der bald weitere vertiefende Dialogveranstaltungen folgen werden. Den Rahmen zur Diskussion bildeten drei Vorträge sowie ein politischer Impuls von Margitt Stumpp MdB, Sprecherin für Medienpolitik der Bundestagsfraktion B90/Die Grünen. Zunächst Stellte Tim Göbel die Arbeit der Schöpflin Stiftung im Bereich Journalismusförderung vor. Dabei ging es um die Frage, was gemeinnützigen Journalismus ausmacht, welche Rolle er in unserer Medienlandschaft übernimmt, und welche Geschäftsmodelle damit verbunden sein könnten. Rainer Esser, Geschäftsführer des ZEIT Verlages und der DvH Medien GmbH, bezog sich in seinem Vortrag auf Strategie und Erfolgsmodell der ZEIT, die den Bogen zwischen Qualitätsjournalismus in Print und neuen Medien schlägt, damit wirtschaftlich sehr erfolgreich ist und ihren besonderen Platz in der deutschen Medienlandschaft stabil innehat. Den Abschluss der Impulsvorträge bildete Christian Kirchner, Autor und Mitinhaber von finanz-check.de, einem Nachrichtendienst, der mit seinem zielgruppengenauen und B2B-Entscheider-orientierten Angebot für die Banken- und FinTech-Branche in kürzester Zeit einen stabilen Konsolidierungs- und Wachstumskurs eingeschlagen hat. Themenpräzision mag ein Nischenthema sein, das aber auch für andere Branchen einen echten Markt hat.  
15.01.2025
Zukunft unseres Arbeitsmarktes: Weiterbildung zielgerichtet stärken
In einer schnelllebigen und dynamischen Arbeitswelt ist es von entscheidender Bedeutung, dass Deutschland über eine wettbewerbsfähige „Workforce“ verfügt, um den Wohlstand und die Wirtschaftskraft auch in Zukunft zu sichern. Die Einführung innovativer KI-Anwendungen und zahlreiche weitere Veränderungen stellen uns vor erhebliche Herausforderungen. In diesem Kontext rücken Weiterbildung sowie das Konzept des lebenslangen Lernens immer stärker in den Fokus. Qualifizierung ist ein wesentlicher Schlüssel, um die Arbeitswelt zukunftssicher zu gestalten und um unsere wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu stärken. Wir wollen gemeinsam erörtern, wie innovative Ansätze aus der Wirtschaft bereits erfolgreich umgesetzt werden – und welche Unterstützung seitens der Politik erforderlich ist, um diese Potenziale weiter zu entfalten. In der Diskussion möchten wir insbesondere folgende Themen behandeln: Wie lassen sich Weiterbildungsangebote so gestalten, dass sie die individuellen Anforderungen von Unternehmen und Mitarbeitenden optimal erfüllen und gleichzeitig die Bereitschaft für lebenslanges Lernen stärken? Welche Hürden gibt es aktuell bei der beruflichen Weiterbildung? Und decken die aktuellen Förderprogramme den Weiterbildungsbedarf von Unternehmen und Mitarbeitenden ausreichend ab? Wir freuen uns auf Impulse durch Ricarda Lang MdB und Stellv. Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales, Bündnis 90/Die Grünen und Dr. Gunilla Fincke, Leiterin der Abteilung I, Qualifizierung, Aus- und Weiterbildung und Fachkräftesicherung, Bundesministerium für Arbeit und Soziales, sowie Praxisbeispiele von Vertreter:innen aus der Wirtschaft.
Arbeitsmarkt und Demografie
28.11.2023
Fachforum Kreislaufwirtschaft: Arbeitsgruppensitzung
Anschließend an unser Fachforum am 23.Oktober mit dem Titel “Die neuen nationalen und europäischen Regelungen zu Verpackungen und Verpackungsentsorgung” möchten wir gerne die Diskussion zu einigen Themen fortsetzten. Im Rahmen dieser GWD-internen Arbeitsgruppensitzungmöchten wir beispielsweise unterschiedliche Perspektiven auf das Thema Massenbilanzierung erörtern. Zudem können Sie im Anmeldeformularweitere von Ihnen gewünschte Themen angeben. Darüber hinaus möchten wir gerne das GWD-Standpunktpapier “Verpackungen-Vom Abfall zum Mehrwert” finalisieren, um es an die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz, Dr. Bettina Hoffmann MdB zu übergeben