Fachforum Ernährung: Transformation der Lebensmittelwertschöpfungskette: transparent, nachhaltig, versorgungssicher

1. Juni 2022

Mit Dr. Ophelia Nick MdB, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, und Prof. Dr. Achim Spiller, Professor für Agrarökonomie an der Georg-August-Universität Göttingen, konnte der GWD für seine Auftaktveranstaltung zum Lebensmittelsektor wieder außerordentliche Expertise für Fachimpulse gewinnen: „Transformation der Lebensmittelwertschöpfungskette: transparent, nachhaltig, versorgungssicher“, so der Titel der neuen Dialogreihe. Zum Auftaktevent in den Räumlichkeiten der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften BBAW, das von GWD-Vorstandsmitglied Roland Schüren moderiert wurde, durften wir dazu rund 45 Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft begrüßen, vor allem aus den Bereichen Handel, verarbeitende Betriebe sowie aus der Lebensmittelerzeugung.

Im Plenum und anschließend stattfindenden Workshops wurden vertiefend Fragen diskutiert wie:

– Was sind die Erfahrungen mit ökologisch-nachhaltigen Lebensmitteln, fairen marktwirtschaftlichen Bedingungen und regionalen Lieferketten?
– Wie können Tierwohl, Regionalität, nachhaltigere und gesunde #Lebensmittel marktgängiger werden? Was kann seitens der Politik getan werden, damit diese am Markt besser durchsetzbar werden?
– Was wird sich seitens Ihres Unternehmens von der Bundesregierung an Regelungen und Rahmenbedingungen gewünscht, damit es in Aspekten der Nachhaltigkeit, Fairness in der Wertschöpfungskette und Ausgewogenheit in der Ernährung vorangeht?
– Welche Ausgestaltungen von Wertschöpfungsketten sind besonders geeignet und bieten faire marktwirtschaftliche Bedingungen?

Stimmen aus der Veranstaltung:

Dr. Ophelia Nick MdB, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft:

„Der Strukturwandel ist enorm: In den letzten 25 Jahren haben wird rund die Hälfte aller Erzeuger*innenbetriebe verloren. Wir wollen aber eine vielfältige Landwirtschaft mit vielen landwirtschaftlichen Betrieben. Jeder Hof ist wertvoll! Mit der Umsetzung der Richtlinie zu unfairen Handelspraktiken wurde ein erster richtiger Schritt getan, der die Position der Erzeuger*innen innerhalb der Wertschöpfungskette stärken soll. Wir brauchen aber noch bessere Rahmenbedingungen, um Verhandlungen auf „Augenhöhe“ entlang der Kette zu ermöglichen. Wir wollen die Verhandlungspositionen der „schwächsten Glieder“ in der Kette stärken. Und dazu benötigen wir Transparenz, Vertrauen und Dialog. Dass diese Dialogbereitschaft besteht, haben wir an diesem Abend gemerkt. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.“

 

Prof. Dr. Achim Spiller, Professor für Agrarökonomie an der Georg-August-Universität Göttingen:

“Die Nachhaltigkeitstransformation der Agrar- und Ernährungswirtschaft ist eine riesige Herausforderung. Der Lebensmitteleinzelhandel wird darin aufgrund seiner Stärke in der Food Chain eine herausgehobene Rolle einnehmen, die aus meiner Sicht besser mit der Agrar- und Ernährungspolitik verzahnt werden sollte. Spannend beim Workshop war, dass der Handel ein großes Commitment für landwirtschaftliche Vielfalt in Deutschland hervorgehoben hat.“

 

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08.09.2023
International Digital Strategy – Perspectives from Kenya and Rwanda
Bei der Frühstücksveranstaltung berichtete Tobias B. Bacherle, Obmann im Digitalausschuss und Mitglied im Auswärtigen Ausschuss von seinem jüngsten offiziellen Besuch in Kenia und Ruanda im Rahmen seiner Delegationsreise. Dieser Bericht leitete den Dialog über die wertvollen Erkenntnisse ein, die er aus den Digitalisierungsinitiativen in diesen beiden afrikanischen Ländern gewinnen konnte. Außerdem war Jacob Olonde, Gründer und CEO des Environmental Capacity and Sustainability Institute (ECAS), zu Gast, der die Bestrebungen seines Instituts zur Schließung von Daten-, Kapazitäts- und Politiklücken im Bereich der grünen Transformation in Kenia und darüber hinaus vorstellte. Bacherle brachte vor allem eine neue Perspektive ein, mit der die Umsetzung einer deutschen Digitalstrategie nachhaltig funktionieren kann: „Ich freue mich, dass ich die Erfahrungen und Eindrücke meiner Delegationsreise nach Kenia und Ruanda beim digitalen Expert:innengespräch des Grünen Wirtschaftsdialog einbringen durfte. Denn viel zu oft wird der Globale Süden beim Thema Digitalisierung und internationaler Digitalpolitik ausgeklammert. Während unsere digitalen Innovationen nach wie vor häufig auf Kosten von Arbeitnehmer:innen des Globalen Südens ermöglicht werden – und unsere digitalen Lieferketten auf Ausbeutung und prekären Arbeitsbedingungen fußen – treiben Kenia und Ruanda gleichzeitig eine nachhaltige Digitalisierung voran. Sowohl in der internationalen Digitalpolitik als auch der digitalen Entwicklungszusammenarbeit ist es jetzt entscheidend, verstärkt zusammenzuarbeiten, damit wir vom jeweils anderen lernen können.“
Innovation, Digitalisierung und Technologie
24.06.2021
„Zwischen Nischen, Plattformen und Suchmaschinen“ – Wie finanziert sich guter Journalismus?
Die Zukunft von Qualitätsjournalismus und die Frage, über welche (neuen) Geschäftsmodelle dieser weiterhin finanziert werden kann, sind dringende Themen angesichts des tiefgreifenden Wandels, dem die Medienlandschaft durch Internet und Internationalisierung und damit das veränderte Nutzer- bzw. Kundenverhalten ausgesetzt sind. Der Wandel ist, darin waren sich schnell alle einig, nichts Schlechtes, muss aber als Herausforderung begleitet und gestaltet werden. Nur das „Wie“ ist noch nicht klar und war daher eine Grundfrage dieser Runde. So war der Abend auch eine Art Auftaktveranstaltung, der bald weitere vertiefende Dialogveranstaltungen folgen werden. Den Rahmen zur Diskussion bildeten drei Vorträge sowie ein politischer Impuls von Margitt Stumpp MdB, Sprecherin für Medienpolitik der Bundestagsfraktion B90/Die Grünen. Zunächst Stellte Tim Göbel die Arbeit der Schöpflin Stiftung im Bereich Journalismusförderung vor. Dabei ging es um die Frage, was gemeinnützigen Journalismus ausmacht, welche Rolle er in unserer Medienlandschaft übernimmt, und welche Geschäftsmodelle damit verbunden sein könnten. Rainer Esser, Geschäftsführer des ZEIT Verlages und der DvH Medien GmbH, bezog sich in seinem Vortrag auf Strategie und Erfolgsmodell der ZEIT, die den Bogen zwischen Qualitätsjournalismus in Print und neuen Medien schlägt, damit wirtschaftlich sehr erfolgreich ist und ihren besonderen Platz in der deutschen Medienlandschaft stabil innehat. Den Abschluss der Impulsvorträge bildete Christian Kirchner, Autor und Mitinhaber von finanz-check.de, einem Nachrichtendienst, der mit seinem zielgruppengenauen und B2B-Entscheider-orientierten Angebot für die Banken- und FinTech-Branche in kürzester Zeit einen stabilen Konsolidierungs- und Wachstumskurs eingeschlagen hat. Themenpräzision mag ein Nischenthema sein, das aber auch für andere Branchen einen echten Markt hat.  
17.12.2021
LunchTimeTalk mit Dieter Janecek
Im exklusiven Kreis von GWD-Mitgliedern und ausgewählten Gästen wurden gemeinsam mit dem frischgewählten wirtschaftspolitischen Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen Dieter Janecek die aktuellen Entwicklungen und Pläne in der Wirtschaftspolitik der neuen Regierungskoalition diskutiert und welche Rolle die neu aufgestellten Grünen dabei spielen werden. Moderiert wurde die digitale Veranstaltung von der Journalistin und TV-Moderatorin Judith Bogner. Weitere Informationen im Newsletter 14/2021.