Fachforum Altersvorsorge

16. August 2022
Zwei Männer sitzen an einem Tisch, einer spricht. GWD-Aufsteller im Hintergrund

Im Rahmen eines Arbeitsfrühstücks wurde die Zukunft der Altersvorsorge in Deutschland beleuchtet und Impulse für eine Neuausrichtung gegeben.

Denn der demographische Wandel stellt Deutschland bei der Altersvorsorge vor massive Herausforderungen. Diese haben wir gemeinsam mit Dr. Elmar Dönnebrink, Leiter des Referats „Tragfähigkeit, Alterssicherung und Demografie“ im Bundesministerium der Finanzen, sowie Julia Schäfer, Mitarbeiterin im Bundestagsbüro von Stefan Schmidt MdB, besprochen. Thema war auch der steigende Trend, der sich besonders bei jungen Menschen abzeichnet: Sie nutzen vermehrt Anlagemöglichkeiten wie börsengehandelte Indexfonds, die es ihnen ermöglichen, relativ unkompliziert, günstig und breit gestreut in Aktien zu investieren. Jens Döbbelin, Public Affairs Manager der DKB | Deutsche Kreditbank AG, hat diese Trendwende wie folgt beschrieben:

Zwei Männer sitzen an einem Tisch, einer spricht. GWD-Aufsteller im Hintergrund

Jens Döbbelin, Public Affairs Manager bei DKB

Schon heute gibt es bei jungen Menschen einen Wandel bei der Altersvorsorge. Sie gehen immer weiter weg von klassischen Produkten wie zum Beispiel der Riester-Rente und hin zu Aktien, Fonds und ETF-Sparplänen, teilweise bewusst und explizit mit einem Fokus auf Nachhaltigkeit. Diesen Trend sollte man durch eine staatliche Anerkennung und Förderung von langfristig angelegten Wertpapiersparplänen unterstützen und nutzen. Statt gefühlte Hürden oder neue, komplizierte Altersvorsorgeprodukte zu schaffen, gäbe es so weiteren Schwung für diesen leicht zugänglichen Weg der Altersvorsorge.

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19.11.2024
Alternative Proteine: Nutzen, Chancen und Herausforderungen
Die Bundesregierung strebt in ihrer Ernährungsstrategie eine pflanzenbetonte Ernährung an, die auf unverarbeiteten, saisonalen und regionalen Produkten basiert. Eine fleischreduzierte, pflanzliche Ernährungsweise kann durch ökologische Flächennutzung und geringeren Wasserverbrauch zum Klimaschutz beitragen. Um den Bedarf an tierischen Proteinen zu reduzieren, sollen pflanzliche Alternativen gefördert werden. Im Rahmen der Clustersitzung diskutieren wir über die Herausforderungen, Chancen und Rahmenbedingungen der Proteinwende, etwa zur Wettbewerbsfähigkeit und Verbraucherakzeptanz. Aus der Politik erwarten wir einen Impuls von Renate Künast MdB (Bündnis 90/Die Grünen), aus der Wirtschaft Beiträge von Marcus Keitzer, Vorstandsmitglied bei der PHWGruppe, verantwortlich für die Bereiche Corporate Development und das Geschäftsfeld Alternative Proteinquellen, und Ivo Rzegotta, Senior Public Affairs Manager Deutschland bei The Good Food Institute Europe.
Innovation, Digitalisierung und Technologie
04.07.2022
GreenTeaTimeTalk – Neuorientierung in der Außenwirtschaft
Nach über zwei Jahren pandemiebedingter Pause konnte am 4. Juli endlich unser zweiter GreenTeaTimeTalk mit dem Titel “Ein Handels- und Finanzsystem jenseits der WTO? Zur Neuorientierung in der Außenwirtschaft” stattfinden. Wir haben zum Panel-Talk eingeladen, um die Herausforderungen, die dieses hochaktuelle Thema mit sich bringt, von verschiedenen Seiten zu beleuchten. Gleichzeitig ist es unser Ziel gewesen, Wege aufzuzeigen, wie ein resilientes internationales Handels- und Finanzsystem im Angesicht der aktuellen, aber auch zukünftigen Krisensituationen ausgestaltet werden kann. Als Panelist:innen konnten wir Stormy-Annika Mildner, Reinhard Bütikofer und Jörg Asmussen gewinnen. Im Fokus standen dabei außerdem mehrfach die Chancen und Möglichkeiten eines Plurilateralismus: Dieser beschreibt den Schluss von zwischenstaatlichen Abkommen mit diversen Partnerstaaten – diese Diversifizierung des Handels vermeidet einseitige Abhängigkeiten und verringert Klumpen-Risiken. Auch die enge Verflechtung zwischen Handels- und Finanzsystemen wurde zum Thema. Dr. Stormy-Annika Mildner Dazu Dr. Stormy-Annika Mildner: „Handel hat über Jahrzehnte zu mehr Wirtschaftswachstum, Wohlstand und Arbeitsplätzen beigetragen – in der EU und weltweit. Zu hohe Abhängigkeiten von einzelnen Ländern und Produzenten ist jedoch gefährlich. Dies gilt umso mehr in einem sich gewandelten geopolitischen Umfeld. Unternehmen und Regierungen tragen gemeinsam Verantwortung, resiliente Handelsbeziehungen aufzubauen. Dabei sollten alle Instrumente der EU-Handelspolitik zum Einsatz kommen: Unilaterale, bilaterale und multilaterale.“     Jörg Asmussen Auf Letztere wies auch Jörg Asmussen hin: „Durch die aktuelle Krisensituation mit steigenden Preisen für Nahrungsmittel und Energie wird die enge Verwebung von Handels- und Finanzsystemen deutlich. Sehen wir uns die internationale Verwendung von Währungen im Handel an, wird klar, dass der US-Dollar mit 66% weiterhin das dominante Zahlungsmittel im globalen Handel ist. Der Euro ist mit knapp 25 Prozent die zweitwichtigste Währung. Auf den japanischen Yen entfallen knapp 9 Prozent und auf den chinesischen Renminbi 2 Prozent. Während der Handel sich global fragmentiert und die Rolle großer Schwellenländer deutlich zugenommen hat, ist das „Bezahlsystem“ klar US-Dollar dominiert, mit Zuwächsen für die europäische Gemeinschaftswährung.“   Reinhard Bütikofer Reinhard Bütikofer zeigte die Relevanz der politischen Dimension beim Abschluss internationaler Handelsabkomen auf: „Wir befinden uns in einer Umbruchsituation, in der allein ökonomische Gesichtspunkte bei dem Abschluss von Handelsabkommen nicht mehr ausreichend sind. Staat und Unternehmen müssen dem Primat der Politik zur Geltung verhelfen, um gemeinsam Verantwortung in der globalen Krise zu übernehmen.“     Über die Panelist:innen: Dr. Stormy-Annika Mildner – Direktorin des Aspen Institute Deutschland Jörg Asmussen – geschäftsführendes Präsidiumsmitglied und Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) Reinhard Bütikofer – MdEP (Grüne/EFA), Mitglied im Ausschuss für Auswärtige Angelegenheiten (AFET), außenpolitischer Sprecher der Grünen/EFA; stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Internationalen Handel (INTA); Vorsitzender der Delegation des EP für die Beziehungen mit der Volksrepublik China  
27.05.2026
Regionalforum Hamburg: Resilienz und Widerstandsfähigkeit
Wie widerstandsfähig sind Wirtschaft, Verwaltung und kritische Infrastrukturen in Zeiten wachsender Unsicherheiten? Während die Resilienz von staatlichen Einrichtungen und großen Unternehmen insbesondere in den Bereichen Sicherheit und Verteidigung bereits seit langem diskutiert wird, bleibt die Rolle von kleineren und mittleren Unternehmen sowie Organisationen oft unbeachtet. Deshalb wollen wir beim Hamburger Dialogforum Resilienz und Widerstandsfähigkeit unter anderem folgende Fragen diskutieren: Welche Bedeutung haben kleinere und mittlere Unternehmen für resiliente Versorgungsstrukturen zum Beispiel bei der Logistik oder bei Dienstleistungen? Welche Herausforderungen entstehen durch zunehmende Sicherheits- und Krisenanforderungen – sowohl digital als auch analog? Wie können Unternehmen, Verwaltung und Politik wirksam zusammenarbeiten, um Widerstandsfähigkeit nachhaltig zu stärken? Welche Rahmenbedingungen und Sicherheiten sind notwendig, um Resilienz in Wirtschaft und öffentlichen Strukturen auszubauen? Welche Erfahrungen und Perspektiven lassen sich aus unternehmerischer Praxis, Verwaltung und Politik zusammenführen?
Geoökonomie, Resilienz und SicherheitRegionalforen