Europa zwischen den Mächten: Strategien in einer neuen Weltordnung

6. November 2024

mit Dr. Franziska Brantner, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz

Was bedeutet Donald Trump für die deutsche Wirtschaft? Eigenständiger werden – so das Fazit in unserer Einordnung der US-Wahl. Mit Franziska Brantner, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Max Müller, Leiter Public Affairs Deutschland & EU bei Bayer, Simone Menne Präsidentin der American Chamber of Commerce in Germany, und Jürgen Kerner, Vorstandsmitglied der IG Metall haben unsere Mitglieder und Gäste nur Stunden nach Bekanntwerden des Wahlergebnisses die Veränderungen im Welthandel und in der internationalen Ordnung analysiert und darüber diskutiert, worauf sich Deutschland und die EU einstellen sollten. Die Debatte leitete Volker Ratzmann, Vice President Corporate Public Affairs bei DHL und in der Wirtschaftsvereinigung Leiter des Kompetenzclusters Außenhandel sowie Vorstandsmitglied.

Die Panelisten waren sich einig, dass Deutschland und Europa ihre Resilienz stärken müssen, um in einer zunehmend komplexen und auf Eigeninteressen fokussierten geopolitischen Landschaft bestehen zu können. Zentrale Themen waren die Energieunabhängigkeit, Investitionen in Forschung und Innovation sowie die Stärkung des europäischen Binnenmarkts. Besonders betont wurde die Notwendigkeit, sich auf Kernkompetenzen zu konzentrieren und gleichzeitig die Abhängigkeit von einzelnen Märkten zu reduzieren. Die Diskussion machte deutlich, dass nur durch gemeinsames Handeln und gezielte Investitionen die Wettbewerbsfähigkeit Europas in einer sich wandelnden Weltwirtschaft gesichert werden kann.

Weitere Veranstaltungen

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12.03.2024
Eine Stunde zur Geschäftslage deutscher Unternehmen in China und Einordnung dieser in grüne Außenwirtschaftspolitik
Die aktuellen Einschätzungen der Bundesregierung, die China in ihrer Chinastrategie sowohl als Partner, Wettbewerber als auch als systemischen Rivalen betrachtet, prägen maßgeblich die Geschäftsbeziehungen zwischen beiden Ländern. Gleichzeitig schlägt die Bundesregierung ein „De-Risking“ der Handelsbeziehungen vor. Wie deutsche Unternehmen auf dieses Spannungsfeld reagieren und was für Maßnahmen sie im Zuge eines De-Risking bereits vornehmen, möchten wir in diesem Austausch diskutieren. Anhand der Ergebnisse der Geschäftsklimaumfrage der AHK wird die aktuelle Stimmungslage deutscher Unternehmen in China diskutiert und was sich daraus für grüne (Außenwirtschafts-) politik ableiten lässt.
Geoökonomie, Resilienz und Sicherheit
03.09.2021
Arbeitsmarktpolitik im Grünen Wahlprogramm
Mit: Wolfgang Strengmann-Kuhn, MdB Wie in so vielen Bereichen hat Corona auch auf dem Arbeitsmarkt für Veränderungen gesorgt und verdeutlicht, dass in vielen Bereichen ein Umdenken notwendig ist. Betrachtet man jedoch Faktoren wie die demographische Entwicklung, die Digitalisierung, die ökologische Transformation oder auch Migrationsbewegungen, wird klar, dass die Arbeitswelt schon vor der Pandemie vor signifikanten Herausforderungen stand und die bestehenden Trends teilweise nur an Geschwindigkeit und Intensität zugenommen haben. Es steht daher fest, dass die Arbeitsmarktpolitik der nächsten Legislaturperiode diesen Entwicklungen aktiv begegnen muss. Im Positionspapier des GWD-Fachforums Neue Arbeit und Neue Qualifikation werden Teilaspekte einer aktiven und der neuen Situation angepassten Arbeitsmarktpolitik benannt, bei denen besonderer Handlungsbedarf besteht und welche Grundlage für eine erfolgreiche Gestaltung der zukünftigen Arbeitswelt und des Wirtschaftsstandorts Deutschlands darstellen. Klar ist, dass es mittel- und langfristige Lösungen braucht, die die vielschichtigen Faktoren als Ganzes berücksichtigen.
02.06.2025
Wie weiter mit der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie in der neuen Legislatur?
Die kommende Bundesregierung möchte an die Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) anknüpfen, die erstmals alle Maßnahmen und Ziele auf dem Weg zur Circular Economy gebündelt hat. Die vorige Bundesregierung hat im Dezember 2024 die NKWS beschlossen. Diese bündelt Maßnahmen und Ziele aus allen Wirtschaftssektoren, um den Ressourcenverbrauch in Deutschland zu reduzieren und zugleich die wirtschaftliche Resilienz, vor allem die Verfügbarkeit von wichtigen oder kritischen Rohstoffen, zu erhöhen. Die neue Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag bekräftigt, an der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie anzuknüpfen. Geplant sind unter anderem ein Eckpunktepapier mit kurzfristigen Maßnahmen sowie die Entwicklung von Lösungen für das chemische Recycling und die Förderung digitaler Innovationen zur Schließung von Stoffkreisläufen. Welche Maßnahmen sollten aus Ihrer Sicht mit Priorität umgesetzt werden, damit mehr Lösungen der Kreislaufwirtschaft realisiert und Rohstoffsicherheit gewährleistet werden? Welche Rahmenbedingungen braucht es jetzt, damit Unternehmen die Chancen der Transformation zur Kreislaufwirtschaft besser nutzen können?
Geoökonomie, Resilienz und Sicherheit