Energieversorgung Industrie und Mittelstand

29. April 2024

mit Kaya Kinkel MdL
<em>Hybride Veranstaltung</em>

Die erfolgreiche Umsetzung einer nachhaltigen Energieversorgung erfolgt vor allem auf regionaler Ebene. Durch die Förderung erneuerbarer Energien, die Steigerung der Energieeffizienz und die Schaffung einer dezentralen Energieinfrastruktur zur eigenständigen Versorgung können Regionen nicht nur ihren ökologischen Fußabdruck verringern, sondern auch neue Wirtschaftsmöglichkeiten schaffen und die lokale Gemeinschaft stärken. 

Im Rahmen des Regionalforums Hessen wollen wir daher gemeinsam mit Kaya Kinkel MdL, Sprecherin für Wirtschaft und Energie, sowie Jürgen Frömmrich MdL, Sprecher für Medien, ländlichen Raum, Handwerk und Mittelstand der Grünen Landtagsfraktion, diskutieren, welche Möglichkeiten die regionale Wirtschaft in Hinblick auf die nachhaltige Energieversorgung sieht. Dabei möchten wir insbesondere die Herausforderungen beim Ausbau der Infrastruktur und der erneuerbaren Energien sowie in der finanziellen Förderung beleuchten. Zudem soll diskutiert werden durch welche Rahmenbedingungen die Landespolitikregionale Energiesysteme sowie -kooperationen und somit den Wirtschaftsstandort Hessen (auch im Kontext des internationalen Wettbewerbs) stärken kann.

Weitere Veranstaltungen

Alle Veranstaltungen
25.09.2025
Circular Health
Unser Gesundheitssystem steht vor der dringenden Aufgabe, eine qualitativ hochwertige Versorgung sicherzustellen und gleichzeitig den ökologischen und ökonomischen Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen. Klimawandel, begrenzte Ressourcen und steigende Anforderungen an die Gesundheitsversorgung machen ein Umdenken und innovative Lösungsansätze unverzichtbar.  Deshalb laden wir Sie herzlich zur Clustersitzung Gesundheitswirtschaft „Circular Health: Zirkuläre Ansätze für das Gesundheitswesen“ ein. Diskutieren Sie mit Johannes Wagner MdB, Mitglied im Gesundheitsausschuss, wie wir gemeinsam die Zukunft des zirkulären Gesundheitswesens gestalten können. Zusätzlich wird Dr. Melanie Kröger, Referentin für Umweltforschung: Zirkuläre Wirtschaft und Bioökonomie bei Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), die Förderinitiative CirculAID vorstellen.  Zirkuläre Ansätze im Gesundheitswesen eröffnen die Möglichkeit, Ressourcen effizienter zu nutzen, Abfälle zu vermeiden und nachhaltige Innovationen zu fördern. Von langlebigen und reparierbaren Medizintechnik-Geräten bis hin zu neuen, zukunftsweisenden Geschäftsmodellen kann ein zirkuläres Gesundheitssystem einen entscheidenden Beitrag für eine nachhaltige und resiliente Gesundheitsversorgung leisten. 
Geoökonomie, Resilienz und Sicherheit
24.10.2023
Regionalforum Rheinland-Pfalz, Hessen, Saarland
Am 24. Oktober fand ein weiteres Regionalforum Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland statt, dieses Mal in Mainz und mit dem Fokusthema „Entbürokratisierung der Regionalen Energiewende“. Von politischer Seite durften wir Michael Hauer, Staatssekretär im Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität des Landes Rheinland-Pfalz, sowie Fabian Ehmann MdL, Sprecher für Energie und Klima, Waldpolitik, Gründungen, Europa & eine Welt sowie Jugendpolitik der Grünen Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz, als Impulsgebende begrüßen. Aus der Wirtschaft stellte Felix Bethmann, Leiter Hauptstadtbüro, Corporate Affairs & Communications Manager bei JT International, ein Kooperationsprojekt vor, das als Best Practice weit über die Region hinaus Aufmerksamkeit für die Möglichkeiten der regionalen Energiewende schafft. Moderiert wurde die Veranstaltung von Gabriele C. Klug, 2. Vorsitzende des GWD. StS Michael Hauer ging in seinem Impulsvortrag auf einige der wichtigsten Aufgaben zur Beschleunigung der Energiewende ein: „Wenn wir von Regionaler Energiewende sprechen, sprechen wir zwangsläufig auch von der Stärkung von wirtschaftlichen Standortfaktoren. Es muss daher klar sein, dass wir die Infrastruktur für erneuerbare Energien parallel zu den Produktionskapazitäten aufbauen müssen, ein nacheinander können wir uns nicht leisten. Die Bedarfe der Industrie sind ebenso von zentraler Bedeutung, wie die Bedarfe der Endverbraucher*innen. Ebenso ist klar, dass nicht alles über staatliche Förderung laufen kann. Die Politik muss jedoch Rahmenbedingungen schaffen, die sich in viel höhere Anreize für Investments in die Energiewende übersetzen. Einer der wichtigsten Faktoren dabei ist die Planbarkeit. In diesem Kontext ist die Einbindung der Wirtschaft und der Industrie in der Ermittlung der erforderlichen harten und weichen Faktoren unerlässlich. In Rheinland-Pfalz können wir im Rahmen der Ermittlung der Sektorziele und der Wasserstoffbedarfe als wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu mehr Planungssicherheit auf einer sehr konstruktiven Zusammenarbeit zurück blicken.“ In der Diskussion gemeinsam mit Wirtschaftsvertreter:innen aus der Region wurde unter anderem darauf hingewiesen, dass es an vielen Stellen eine Übergangsregulatorik braucht, damit Projekte der Energiewende nicht unnötig gebremst werden. Ein weiterer Schwerpunkt war die zentrale Rolle der Netze und dass eine intensivere Kommunikation zwischen lokaler Ebene und überregionalen Überträgern notwendig ist, um den Netzausbau besser planen zu können. Nicht zuletzt wurde herausgehoben, dass eine frühzeitige Einbindung der lokalen Bevölkerung in Projekte der Energiewende ein wichtiger Faktor für deren Erfolg darstellt. Fabian Ehmann MdL betonte die Rolle von Erneuerbaren Energien als Standortfaktor: „Umfragen belegen, dass die Akzeptanz in Rheinland-Pfalz für den Ausbau von Erneuerbaren Energien sehr hoch ist.* Das Bewusstsein dafür wächst, dass grüner Strom nicht nur dem Klimaschutz dient, sondern ein wichtiger Standortfaktor für die Wirtschaft geworden ist. Für die Umsetzung der Regionalen Energiewende braucht es nun neue Bündnisse zwischen Unternehmen, Kommunen und Kapitalgebern. Dabei können regionale Energieflüsse auch regionale Finanzflüsse stärken und somit die gesamte Wertschöpfung in der Region steigern.“ *Forsa-Studie „Akzeptanz von Wind- und Solarenergie in Rheinland-Pfalz“ Felix Bethmann beschrieb, welche neuen Wege bei der nachhaltigen Stromversorgung entstehen können, wenn lokale Akteur:innen zusammenarbeiten: „Als größter private Arbeitgeber im Großraum Trier fühlt sich JTI der Region stark verbunden. Als Unternehmen haben wir das ambitionierte Ziel, bis 2030 in Bezug auf unsere eigenen Aktivitäten klimaneutral zu sein. Deshalb investieren mit lokalen Partnern wie den Stadtwerken Trier in einen Windpark, der ab Ende 2023 rund 48 Millionen Kilowattstunden grüne Energie in der Region Trier liefern wird. Der erzeugte Strom wird innerhalb einer Betreibergesellschaft aufgeteilt, an der wir uns zu 25% beteiligen. Dabei werden wir einen Großteil der Strommenge erhalten und dadurch bereits im ersten Jahr bis zu 20% unserer CO2 Emissionen einsparen. Wir sind davon überzeugt, dass eine erfolgreiche Energiewende nur funktionieren kann, wenn alle gesellschaftlichen Akteur*innen im Austausch miteinander bleiben und für den gemeinsamen Erfolg arbeiten. Dabei sind sowohl Eigeninitiative durch die Wirtschaft als auch das zügige Schaffen von Rahmenbedingungen seitens der Politik entscheidend, speziell in Bezug auf die Wärmewende.“
Regionalforen
30.11.2023
Regionalforum Sachsen
Beim Regionalforum in Dresden mit Franziska Schubert MdL, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Sächsischen Landtag, wurde insbesondere die Transformationsfinanzierung und die Vergabe von Fördermitteln beleuchtet. Die in verschiedenen Branchen ansässige Teilnehmerschaft war sich über das Potenzial Sachsens als Standort mit vielen Chancen einig, sah jedoch auch Herausforderungen, besonders beim Fachkräftemangel und in der Kommunikation zwischen Kommunen und Bürger:innen. Franziska Schubert MdL wies auf die Bedeutung von einer konstruktiven Kommunikation im Zuge der Transformationsprozesse hin: „Die aktuellen Herausforderungen, denen sich unser Standort gegenübersieht, zeigen: Die Industrie befindet sich in einer Umbruchsphase. Eine Phase, in der neue Schlüsseltechnologien entwickelt und genutzt werden. Nachhaltigkeit wird mit Wertschöpfung verbunden. Eine schwarzmalerische Einstellung ist weder angebracht noch zielführend. Was wir viel dringender brauchen, ist der Schulterschluss zwischen Politik und Wirtschaft, um das Wissen und die Chancen rund um diese Veränderungen in die Breite zu kommunizieren und Zuversicht zu vermitteln. Die guten Entwicklungen in Sachsen brauchen allerdings Klarheit über Rahmenbedingungen – das ist Aufgabe der Politik.“ Andrea Behr, Leiterin Business Development Mitteldeutschland bei GP Joule, betonte die gemeinsame Verantwortung bei der Umsetzung der regionalen Energiewende: „Die regionalen Energiewende ist auch eine Sache des Wollens. Die technischen Möglichkeiten und Geschäftsmodelle sind vorhanden, was es jedoch auch braucht, ist eine Hands-on-Mentalität bei der Politik, vor allem auf kommunaler Ebene.“  Dr. Jan Bellgardt, Manager Business Development bei HH2E, sieht in Sachsen großes Potenzial als Transformationsstandort: „Sachsen ist ein traditionsreiches Industrieland. Und ganz vorn dabei, wenn es um Zukunftstechnologien geht. Für uns als Wasserstoff-Pioniere ist das Mitteldeutsche Revier eine Region voller Chancen. Unser HH2E-Werk Thierbach im Leipziger Südraum wird Unternehmen bei der klimafreundlichen Transformation unterstützen. Denn mit grünem Wasserstoff können sie nachhaltig produzieren. Gerne möchten wir auch die Bürgerinnen und Bürger vor Ort mit bezahlbarer grüner Fernwärme versorgen. Unser Anspruch ist, den Dialog zu suchen und alle Menschen mitzunehmen. Daher schätzen wir den Austausch beim grünen Wirtschaftsdialog über die regionale Energie der Zukunft.“
Regionalforen