Eine Stunde zur Geschäftslage deutscher Unternehmen in China und Einordnung dieser in grüne Außenwirtschaftspolitik

12. März 2024

mit Maik Außendorf, MdB, Mitglied im Wirtschaftsausschuss des Bundestags und Thomas König, Leiter Referat China, Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK)

Die aktuellen Einschätzungen der Bundesregierung, die China in ihrer Chinastrategie sowohl als Partner, Wettbewerber als auch als systemischen Rivalen betrachtet, prägen maßgeblich die Geschäftsbeziehungen zwischen beiden Ländern. Gleichzeitig schlägt die Bundesregierung ein „De-Risking“ der Handelsbeziehungen vor. Wie deutsche Unternehmen auf dieses Spannungsfeld reagieren und was für Maßnahmen sie im Zuge eines De-Risking bereits vornehmen, möchten wir in diesem Austausch diskutieren. Anhand der Ergebnisse der Geschäftsklimaumfrage der AHK wird die aktuelle Stimmungslage deutscher Unternehmen in China diskutiert und was sich daraus für grüne (Außenwirtschafts-) politik ableiten lässt.

Weitere Veranstaltungen

Alle Veranstaltungen
30.06.2022
Ad-hoc Forum Energiepolitik
Die deutsche Energiewirtschaft und die energieintensiven Produktionsbetriebe stehen vor immensen Herausforderungen. Die angespannte geopolitische Lage und insbesondere der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine haben in vielfacher Hinsicht gravierende Auswirkungen. Es gilt, Engpasssituationen entgegenzuwirken und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Gleichzeitig drängt die ökologisch-soziale Transformation der Branche zur Erreichung der Klimaziele, welche einer klugen Umsetzung mithilfe klarer Rahmenbedingungen bedarf. Im Ad-hoc Forum Energiepolitik haben wir die aktuellen energiewirtschaftlichen Handlungsfelder identifiziert sowie unsere Ideen für mögliche Fachforen vorgestellt und mit Ihnen diskutiert. Die gemeinsame Diskussion drehte sich dabei einerseits darum, wie Carbon Capture and Storage (CCS) und Carbon Capture and Utilisation (CCU) effektiv zum Klimaschutz beitragen kann. Dazu wurden von Dr. Erika Bellmann, Leiterin des Deutschlandprogramms bei Bellona, Leuchtturmprojekte vorgestellt, sowie Perspektiven, Hürden und Chancen der Technologie aufgezeigt. Ein weiteres hochaktuelles Thema, welches diskutiert wurde, ist der von Deutschland forcierte Ausbau von LNG-Terminals, dessen Klimaschutzkompatibilität und Möglichkeiten zur Umnutzung der Terminals. Foto: B’90/Die Grünen im Bundestag, Kaminski Dazu Stefan Wenzel, MdB und Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschafts- und Klimaschutzministerium: „Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine führte zwangsläufig zu einer Neubewertung der energie- und sicherheitspolitischen Lage in Deutschland. Um die Abhängigkeit von russischem Gas zu verringern, sind die vier schwimmenden Regasifizierungsanlagen für LNG zwingend erforderlich. Sie werden so lange genutzt, bis einige wenige feste Anlagen entstehen, die auch für Wasserstoffderivate geeignet sind. Ziel ist Energiepartnerschaften zu etablieren, die in möglichst kurzer Frist die Voraussetzungen zum Import von Wasserstoffderivaten aus Erneuerbaren Energien schaffen.“ Wir bedanken uns für die rege Diskussion und die Impulsvorträge.
19.08.2024
Austausch zum Perspektivenpapier Wasserstoff-Hochlauf
Der Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft in Deutschland ist eine große Herausforderung und kann maßgeblich zur Erreichung der Klimaneutralität beitragen. Die Anwendungsmöglichkeiten in der Wirtschaft sind dabei zwar in der Theorie sehr breit, müssen in der Praxis jedoch von den richtigen Rahmenbedingungen begleitet werden. Das Cluster Energie & Wärmewende unseres Fusionspartners hat dazu ein Perspektivenpapier erarbeitet, welches in der Sitzung präsentiert und gemeinsam mit mit Felix Banaszak MdB, Wasserstoff-Experte der Grünen-Bundestagsfraktion, diskutiert wurde. Wesentliche Punkte des Perspektivenpapiers sind: Überwindung von Unsicherheiten für Investitionen in Angebot und Nachfrage von Wasserstoff Die Nutzung von Wasserstoffspeichern Den Aufbau und den Betrieb von Elektrolyseuren anreizen Hochlauf durch Nutzung von Wasserstoff-Derivaten flexibilisieren Als entscheidende Punkte benannte Felix Banaszak im Austausch: Mit dem Amortisationskonto für das Kernnetz sei eine sinnvolle Absicherung gefunden worden, um die Investitionen in Pipelines anzureizen. Aber angesichts der enormen Kosten, die u.a. für den Wasserstoff-Hochlauf noch entstehen würden, müsse auch die Debatte über die Schuldenbremse in ihrer derzeitigen Form geführt werden. Darüber hinaus brauche es klare Rahmenbedingungen, die planbar über die Legislaturperioden hinaus gehen würden. Die Mitglieder aus den Unternehmen diskutierten dazu folgende Punkte: Richtig sei eine Priorisierung auf jene großen Abnehmer(Industrien), die ihre Prozesse nicht elektrifizieren könnten. Eine zu starke Fokussierung könnte allerdings dabei Gefahr laufen, dass sich eine Preisnormalisierung von Wasserstoff verzögern könne. Die Strombezugskriterien seien ein wesentlicher Kostenfaktor für die H2-Produktion in Deutschland. Für den Technologie-Fortschritt brauche es Förderungen über einen langen Zeitraum. Zudem lohne es sich auch zu erörtern, inwieweit steuerliche Aspekte berücksichtigt werden könnten, um Anreize zu schaffen.
Klimaneutralität, Energiewende und Industriepolitik
25.09.2025
Circular Health
Unser Gesundheitssystem steht vor der dringenden Aufgabe, eine qualitativ hochwertige Versorgung sicherzustellen und gleichzeitig den ökologischen und ökonomischen Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen. Klimawandel, begrenzte Ressourcen und steigende Anforderungen an die Gesundheitsversorgung machen ein Umdenken und innovative Lösungsansätze unverzichtbar.  Deshalb laden wir Sie herzlich zur Clustersitzung Gesundheitswirtschaft „Circular Health: Zirkuläre Ansätze für das Gesundheitswesen“ ein. Diskutieren Sie mit Johannes Wagner MdB, Mitglied im Gesundheitsausschuss, wie wir gemeinsam die Zukunft des zirkulären Gesundheitswesens gestalten können. Zusätzlich wird Dr. Melanie Kröger, Referentin für Umweltforschung: Zirkuläre Wirtschaft und Bioökonomie bei Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), die Förderinitiative CirculAID vorstellen.  Zirkuläre Ansätze im Gesundheitswesen eröffnen die Möglichkeit, Ressourcen effizienter zu nutzen, Abfälle zu vermeiden und nachhaltige Innovationen zu fördern. Von langlebigen und reparierbaren Medizintechnik-Geräten bis hin zu neuen, zukunftsweisenden Geschäftsmodellen kann ein zirkuläres Gesundheitssystem einen entscheidenden Beitrag für eine nachhaltige und resiliente Gesundheitsversorgung leisten. 
Geoökonomie, Resilienz und Sicherheit