Eine Stunde zu Außenwirtschafts- und Handelspolitik der Bundesregierung

15. Mai 2024

mit BMWK-Abteilungsleiter Prof. Dr. Dominik Schnichels

In dem Austausch wollen wir unter anderem die aktuellen Prioritäten und Herausforderungen der Bundesregierung in Bezug auf Außenwirtschaftspolitik diskutieren. Dabei sind die Strategien und Maßnahmen zur Förderung von nachhaltigem Handel sowie zur Stärkung der deutschen Wirtschaft im globalen Kontext, aber auch die unternehmerische Praxis, besonders interessant.

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23.04.2021
Event on the future of the European automotive landscape
Gemeinsam mit dem Institut Montaigne (F) lud der Grüne Wirtschaftsdialog Vertreter:innen aus Politik, Industrie, und Arbeitnehmerschaft aus Deutschland, Frankreich und Italien ein. Die Veranstaltung widmete sich zwei zentralen Themen der Automobilindustrie: einerseits der Konsolidierung des Sektors in der Folge der Transformation, andererseits den strukturellen und sozialen Auswirkungen dieser Konsolidierung. Dabei war das Ziel, in zwei Podien aus verschiedenen Perspektiven auf die Herausforderungen und Chancen der Transformation und die Folgewirkungen für Unternehmen und Gesellschaft einzugehen. Die Zusammenfassung der Diskussion finden Sie in unserem Sondernewsletter Mobilität I. Partner-Veranstaltung mit Institut Montaigne Digitale Konferenz
19.01.2022
LTT Inflation-Stagflation-Transformation
Das Thema „Inflation“ verfestigt sich und gewinnt zunehmend an Relevanz. Wird der Wohlstand durch Inflation, Stagflation oder gar „greenflation“ gefährdet – was ist zu tun? Am 19. Januar stellten Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor des Instituts für Wirtschaftsforschung Köln (IW) und Katharina Beck MdB, Sprecherin für Finanzpolitik der Grünen Bundestagsfraktion und ordentliches Mitglied im Finanzausschuss des Bundestages, im Rahmen eines digitalen GWD-LunchTimeTalks ihre Einschätzungen zu diesem Thema vor und diskutierten mit GWD-Mitgliedern und geladenen Gästen, welche finanzpolitischen Instrumente eine Antwort auf die aktuellen Herausforderungen geben könnten. Auszüge aus der Diskussion in unserem Newsletter 01/2021
25.06.2024
Kreislaufwirtschaft – Seltene Erden und Industriemetalle
Der Wandel hin zu einer dekarbonisierten Wirtschaft erhöht den Bedarf an seltenen Erden und Industriemetallen. Für eine erfolgreiche Transformation des Industriestandorts Deutschland ist die Sicherstellung einer nachhaltigen Rohstoffversorgung demnach essentiell. Da Deutschland und die EU bei der Gewinnung und Verarbeitung seltener Erden und Industriemetalle stark von einzelnen Ländern abhängig sind, stellt eine effektive Rückgewinnung derselben sowie die Schließung von Rohstoffkreisläufen eine zentrale Herausforderung dar. Welche Barrieren für eine branchenübergreifende Kreislaufwirtschaft überwunden werden müssen, stand im Fokus des Austauschs zwischen Vertreter:innen aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. Als Impulsgeber:innen durften wir Dr. Michael Weltzin, Referat IVB1 Mineralische Rohstoffe, Kreislaufwirtschaft, Fachaufsicht BGR des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), Dr. Lukas Gast, Teamleiter Circular Economy beim Institut für die Zukunft der Industriegesellschaft (INZIN), sowie Dr. Britta Bookhagen, Arbeitsbereichsleiterin Recyclingrohstoffe bei der Deutschen Rohstoffagentur (DERA), begrüßen. Dr. Michael Weltzin vom BMWK betonte die Bedeutung der Rohstoffstrategie der Bundesregierung, die Maßnahmen zur Diversifizierung und zur Förderung der Kreislaufwirtschaft umfasst. Er erklärte: „Wir brauchen die Einleitung eines Paradigmenwechsels zur Förderung der Kreislaufwirtschaft. Ziel muss es sein, dass es zukünftig keine Rolle mehr spielt, ob ein Rohstoff zuvor Abfall war oder nicht. Hierfür brauchen wir gleiche Standards für primäre und sekundäre Rohstoffe.“ Dr. Britta Bookhagen erläuterte die Herausforderungen des Recyclings seltener und strategischer Metalle und die Notwendigkeit, wirtschaftliche und energieeffiziente Prozesse zu entwickeln. Sie betonte: „Wir sehen bereits gute etablierte Stoffkreisläufe dort, wo es sich wirtschaftlich lohnt. Das zeigt die grundsätzliche Herausforderung: Recycling muss wirtschaftlich sein. Dazu müssen die Rahmenbedingungen stimmen und es muss strategisch und in Wertschöpfungsketten gedacht werden.“ Dr. Lukas Gast hob die globale Rohstoffknappheit hervor und betonte die Rolle von Recyclingfähigkeit und Risikovorsorge. „Die Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie (NWKS) und der EU Critical Raw Materials Act (CRMA) können wichtige Beiträge dazu leisten, den Primärmaterialbedarf zu reduzieren und den Anteil der Recyclingrohstoffe zu erhöhen. Für eine effektive Umsetzung ist es wichtig, die relevanten Stoffströme zu priorisieren und Strategien und Maßnahmen zur Steigerung der Materialeffizienz dabei ebenfalls zu berücksichtigen.” In der anschließenden Diskussion wurden drei zentrale Punkte erörtert: 1. die gesellschaftliche Verantwortung und das Bewusstsein für Rohstoffrecycling müssen gestärkt werden; 2. technische und wirtschaftliche Innovationen sind entscheidend für effektives Recycling; 3. die Ausbildung und Integration von Fachkräften im Recyclingbereich muss verbessert werden. Teilnehmer:innen betonten die Notwendigkeit konkreter Maßnahmen und Standards für Recycling sowie das Fachkräfteproblem im Handwerksbereich.
Geoökonomie, Resilienz und Sicherheit