Dialogveranstaltung Transformation der Lebensmittelwertschöpfungskette

4. Mai 2021

Am 4. Mai haben sich Vertreter:innen des Lebensmittelhandels und der Lebensmittelverarbeitung gemeinsam mit Politiker:innen der B90/Grünen in einem ersten spannenden und gewinnbringenden Dialog darüber ausgetauscht, wie wir zentrale Herausforderungen in der Ernährung hin zu mehr Gesundheit und in der Lebensmittelwertschöpfungskette hin zu mehr Nachhaltigkeit, Resilienz, Transparenz und Regionalität aufgreifen können. Moderiert wurde die Veranstaltung von GWD-Vorstandsmitglied Dr. Ophelia Nick.

Übergeordnet begleiteten die Auftaktveranstaltung die Leitfragen: Wie können die Politik und Wirtschaft dazu beitragen, die gesamte Lebensmittelwertschöpfungskette fairer, nachhaltiger und transparenter zu gestalten und den Anteil an regionalen, tiergerecht und ökologisch erzeugten Lebensmitteln im Gesamtabsatz zu erhöhen?
Wie können Politik und Wirtschaft darüber hinaus dazu beitragen, allen Konsument:innen gesunde und ökologisch wertvolle Lebensmittel leicht zugänglich zu machen, Transparenz durch Kennzeichnung zu stärken, und ernährungsbedingten Volkskrankheiten vorzubeugen?

Weitere Informationen im NL05/2021

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06.09.2023
Der Europäische Gesundheitsdatenraum – Ein Zugewinn für das Patientenwohl?
Am 06. September fand im Rahmen des Arbeitsfeldes Gesundheitswirtschaft ein wegweisender Dialog zum Thema „Der Europäische Gesundheitsdatenraum (EHDS) – Ein Zugewinn für das Patientenwohl?“ statt. Während der Veranstaltung diskutierten Sabine Grützmacher MdB, Bündnis 90/Die Grünen, Mitglied im Ausschuss für die Angelegenheiten der EU, stv. Mitglied im Unterausschuss Globale Gesundheit und stv. Mitglied im Ausschuss für Digitales im Deutschen Bundestag, Oliver Stenzel, von Eli Lilly and Company, Martin Wisböck von Brainlab, Dr. Andreas Meusch, der Techniker Krankenkasse, Roland Kopetsch von SectorCon Ingenieurgesellschaft, Delia Strunz von Johnson & Johnson, Volker Dr. Lodwig von VLO Excellence in Politics UG und Dr. Tobias Schulz, Pfizer Pharma über das weitreichende Potenzial des EHDS für die Gesundheitsversorgung in der EU, aber auch die zahlreichen gesetzlichen und anwendungsbezogenen Hürden von sowohl politischer als auch unternehmerischer Seite.   Für Delia Strunz ist der EHDS für die Zukunft der Gesundheitsversorgung in der Europäischen Union wegweisend:   „Der EHDS bietet die einmalige Chance, in den EU-Mitgliedsstaaten Datennutzung auf eine neue Ebene zu bringen – basierend auf einheitlichen Standards und im Rahmen der entsprechenden Gesetze. Bisher bleiben Millionen Daten in den Gesundheitssystemen ungenutzt, haben aber ein hohes Potential für 1. Eine bessere und passgenauere Gesundheitsversorgung der Bürger:innen 2. Datenbasierte (gesundheits-)politische Entscheidungen und 3. Die schnellere und individuellere Entwicklung neuer Gesundheitslösungen und -produkte. Der Erfolg des EHDS wird maßgeblich von der Bereitschaft abhängen, Daten für diese gesellschaftsrelevanten Zwecke zu teilen. Voraussetzung dafür ist ein Gleichgewicht zwischen der Erleichterung des Zugangs für Datennutzer:innen und dem gleichzeitigen Schutz der Rechte der Dateninhaber:innen.”  Dr. Andreas Meusch gab einen Einblick in Bedingungen für einen funktionierenden EDHS: „Wir brauchen in der EU verbindliche Spielregeln für Schnittstellen. Die Zukunft liegt in der Vernetzung und nicht in der liebevollen Pflege von Insellösungen. Die Zukunftsfähigkeit des deutschen Gesundheitssystems hängt davon ab, dass wir anschlussfähig an internationale Standards sind. Der EHDS ist ein Weg ins Freie der patientenorientierten Datennutzung.“ Sabine Grützmacher MdB betonte zusätzlich, warum die Entscheidung, welche Anbietenden von Gesundheitsdienstleistungen auf Gesundheitsdaten zugreifen dürfen, relevant ist: „Verbesserung von Patient*innenwohl und Fortschritt in der medizinischen Forschung sind Ziele, denen niemand widersprechen würde. Doch Daten dieser Größenordnung und Qualität wecken automatisch Begehrlichkeiten, auch für neue Dienstleistungen in der weit gefassten Gesundheitsindustrie.Eine zentralisierte Speicherung automatisch erhobener Daten mit Sekundärnutzung auch für z.B. Wellnessapps ist kritisch zu sehen. Eine dezentrale Auswertung von Daten, die aufgrund gezielter Forschungsfragen freiwillig zur Verfügung gestellt werden, kann jedoch Forschungsfortschritt unterstützen ohne die Gefahr der Re-Identifizierung von Gesundheitsdaten in Kauf nehmen zu müssen.“ Die Diskussionen während dieser Veranstaltung verdeutlichten den Bedarf an einheitlichen Standards und die effektive Nutzung von Gesundheitsdaten für einen Paradigmenwechsel in der Gesundheitsversorgung. Die Teilnehmer:innnen waren sich einig, dass die Existenz eines funktioniernden EDHS darüber hinaus sowohl für die Forschung, als auch Diagnosestellung, Patient:innenwohl und Arbeitsbedingungen der Ärzt:innen innerhalb der EU unumgänglich ist. Als Grundlage für die Diskussion wird das GWD-Standpunktpapier zum Thema „Der Mensch im Fokus – Potentiale digitaler Datennutzung im Gesundheitswesen„ genutzt. Zum Arbeitsfeld Gesundheitswirtschaft.  
Arbeitsmarkt und Demografie
16.05.2023
Defizite in der geschlechtsspezifischen Medizin
Am 16. Mai fand im Hörsaal der Kaiserin-Friedrich Stiftung das Expert:innengespräch zum Thema „Defizite in der geschlechtsspezifischen Medizin“ statt. Mit dabei waren die hochkarätigen Speaker:innen Saskia Weishaupt, MdB Bündnis 90/Die Grüne und Mitglied im Ausschuss für Gesundheit im Deutschen Bundestag, Prof. Dr. Mandy Mangler, Chefärztin Vivantes Auguste-Victoria Klinikum und Vivantes Klinikum Neukölln, Autorin des Tagesspiegel-Podcast “Gyncast” und Trägerin des Berliner Frauenpreises 2022, Prof. Dr. Turu Stadler, Professorin für geschlechtersensible Präventionsforschung und Leiterin Geschlechterforschung in der Medizin (GiM) an der Charité, sowie Christoph Habereder, Managing Director Organon.Neben den spannenden und informativen Inputs, wurde die Veranstaltung von Cornelia Wanke, Vorstand Healthcare Frauen und Spitzenfrauen Gesundheit moderiert. Themen wie die geschlechtsspezifischen Unterschiede in der medizinischen Versorgung, Forschung und dessen Auswirkungen auf die Wirtschaftsleistung in Deutschland standen dabei im Fokus. Ergebnis der Veranstaltung war unter anderem der Ausruf der Dekade der Gendergesundheit. Saskia Weishaupt MdB gab in ihrem Impulsvortrag Einblick in die Vorhaben der aktuellen Regierung: „Gendermedizin ist weder in der Lehre noch in der Forschung fest verankert, noch immer gelten Männerkörper als Norm in Forschung und Entwicklung. Als Politik müssen wir hier ansetzen. Daher hat die Ampel-Koalition hat das Thema Gendermedizin in den #Koalitionsvertrag aufgenommen und setzt sich für die Gleichstellung aller Geschlechter ein.“  Prof. Dr. Turu Stadler betonte die Relevanz von Einflussfaktoren, die über das Geschlecht hinausgehen: „Bei der Betrachtung der Einflussfaktoren, die die Gesundheit von Frauen bestimmen, wird deutlich, dass wir nicht länger nur das Geschlecht als alleinigen Faktor berücksichtigen dürfen. Es ist entscheidend, auch andere Aspekte wie sozialen Status, psychische Gesundheit, religiöse Zugehörigkeit und Ethnizität einzubeziehen. Die Berücksichtigung von Intersektionalität ist von großer Bedeutung, um eine umfassende und gerechte Gesundheitsversorgung für alle zu gewährleisten.“ Christoph Habereder zeigte vor allem die Bedeutung von Frauengesundheit auf die Wirtschaftsleistung auf: „Die Frauengesundheit hat Einfluss auf Gesellschaften. Und solche Gesellschaften, die das verstanden haben, sind gesünder und haben eine höhere Wirtschaftskraft. Das kommt einerseits durch geringere Arbeitsausfälle zu Stande, andererseits stärken Frauen durch einen hohen Anteil an Care-Arbeit die Wirtschaft indirekt oder stellen in manchen Berufsgruppen de facto die größte Arbeitskraft. Daher haben wir uns zum Ziel gesetzt, einen Beitrag zu einer verbesserten Frauengesundheit zu leisten.“ Prof. Dr. Mandy Mangler legte die ungleiche Geschlechterverteilung in Führungspositionen dar: „Insgesamt sind 83% der medizinischen Führungspositionen in den Deutschen Universitäten von Männern besetzt – das führt zu einer gravierenden Unterbesetzung dieser Stellen durch Frauen: So finden sich unter allen 21 gynäkologischen Chefärtz:innen in Berlin lediglich drei Frauen.“  
Arbeitsmarkt und Demografie
15.05.2024
Eine Stunde zu Außenwirtschafts- und Handelspolitik der Bundesregierung
In dem Austausch wollen wir unter anderem die aktuellen Prioritäten und Herausforderungen der Bundesregierung in Bezug auf Außenwirtschaftspolitik diskutieren. Dabei sind die Strategien und Maßnahmen zur Förderung von nachhaltigem Handel sowie zur Stärkung der deutschen Wirtschaft im globalen Kontext, aber auch die unternehmerische Praxis, besonders interessant.
Geoökonomie, Resilienz und Sicherheit