Zukunft Netze für den Standort Deutschland: Wie gelingt ein zügiger, kosteneffizienter Ausbau und eine Reduzierung bei Netzentgelten

13. Februar 2025

mit Tobias Goldschmidt, Minister für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur des Landes Schleswig-Holstein und Mitglied im Beirat der Bundesnetzagentur

Was tun mit den Netzentgelten, damit Strom für unsere Wirtschaft günstiger wird? Wie sollte der Netzausbau finanziert werden? Für die nächste Bundesregierung sollte das aus unserer Sicht ein wichtiges Thema werden, weil der Strompreis ein Standortfaktor für Deutschland ist. Dazu veranstalten wir eine Clustersitzung mit zwei ausgewiesenen Experten Tobias Goldschmidt, Minister für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur des Landes Schleswig-Holstein und Mitglied im Beirat der Bundesnetzagentur sowie Andreas Jung MdB (angefragt), Sprecher für Klimaschutz & Energie der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und gehen der Frage nach, wie der Ausbau der Stromnetze auf allen Spannungsebenen effizient realisiert und zugleich als wesentlicher Kostenfaktor im Strompreis reduziert werden kann.

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29.05.2024
Regionale Strukturen für Kreislaufwirtschaft
Kreiswirtschaftliche Ansätze sind von entscheidender Bedeutung für eine nachhaltige Wirtschaftsweise: Dadurch wird nicht nur die Umweltbelastung reduziert, sondern auch die Abhängigkeit von endlichen Ressourcen und Drittstaaten verringert und damit Resilienz in der Wirtschaft gesteigert. Auf lange Sicht ermöglicht Kreislaufwirtschaft eine nachhaltige Entwicklung, die sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Ziele in Einklang bringt. Auf dem Weg dort hin stellen sich jedoch zahlreiche Herausforderungen in Hinblick auf Regulatorik, Neugestaltung von Lieferketten und die Finanzierung von neuen innovativen Technologien und Infrastruktur.  Im Rahmen des Regionalforums Sachsen haben wir gemeinsam mit den Teilnehmenden sowie dem Sächsischen Staatsminister für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft Wolfram Günther diskutiert, auf welche Weise Landespolitik dazu beitragen kann, kreislaufwirtschaftliche Ansätze zu fördern bzw. zu ermöglichen. Gleichzeitig haben wir beleuchtet, welche Kooperation zwischen Produzenten, Entsorgern und Verarbeitungsunternehmen möglich und notwendig sind, um Rückführungs- und Recyclingprozesse effizient zu gestalten. In einem Impulsvortrag hat Valentina Beatovic-Dobman von Dow Deutschland Inc. die Potenziale Sachsens hinsichtlich der Entwicklung eines  Kreislaufwirtschaft-Ökosystems beleuchtet und erläutert, welche politischen Rahmenbedingungen aus Sicht von Dow den Weg dorthin beschleunigen könnten. Beatovic-Dobmann betont die Möglichkeiten, die eine Transformation in Sachsen mit sich bringt: „Kreislaufwirtschaft ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und wir befinden uns zusammen mit unseren Partnern in der Transformation. Kollaborationen entlang der Wertschöpfungskette und mit Wissenschaft sind entscheidend und diese Region Sachsen hat ein großes Potential für die Skalierung der Kreislaufwirtschaft“. Staatsminister Günther stellt die Vorteile einer Kreislaufwirtschaft heraus: »Die Wirtschaft der Zukunft arbeitet in Kreisläufen. Wir müssen weg vom Raubbau an der Natur und von Abfallbergen und hin zu geschlossenen Stoffkreisläufen und Wiederverwendung. Kreislaufwirtschaft schützt Umwelt und Klima, zahlt sich aber auch betriebswirtschaftlich aus – weil neue Rohstoffe nicht mehr teuer beschafft werden müssen, weil Kreislaufwirtschaft ein Geschäftsfeld ist und unsere Volkswirtschaft resilienter macht. Denn Kreislaufwirtschaft heißt auch, sich strategisch unabhängiger von Lieferländern zu machen, in denen Menschenrechte und Umweltstandards nicht eingehalten werden.«
Geoökonomie, Resilienz und SicherheitRegionalforen
23.09.2021
Nachhaltigkeitsfaktor: Energie
Der Schwerpunkt des gemeinsamen Austauschs auf der Veranstaltung des Fachforums lag einerseits auf der nötigen Regulierung für ein mittelstandsorientiertes Energieangebot,  andererseits auf den Handlungsmöglichkeiten eines innovativen Mittelstands selbst. Referenten aus Wirtschaft, praxisorientierter Wissenschaft und Politik stellten verschiedene Perspektiven auf das Thema vor: Marc T. Oehler, Geschäftsführender Gesellschafter der BILSTEIN GROUP, nahm die Teilnehmenden mit in die Praxis eines mittelständischen Unternehmens und zeigte die energiepolitischen Herausforderungen bei der Stahlverarbeitung auf. Um einen Blick auf das Gesamtbild der energiepolitisch notwendigen Entwicklungen für ein klimaneutrales System in allen Sektoren zu bekommen, gab Thorsten Lenck, Projektleiter Strommarktdesign und erneuerbare Energien bei Agora Energiewende, einen Einblick in die Erkenntnisse des Think Tanks; und Gerd Lippold, Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft, bereicherte den Austausch im Fachforum mit der politischen Perspektive auf die derzeitigen Herausforderungen für den Nachhaltigkeitsfaktor Energie. Weitere Informationen im Newsletter 13/2021.
10.12.2025
Reform der Erbschaftssteuer – Unternehmensnachfolge zwischen Planungssicherheit und Investitionsfähigkeit
Angesichts des in den kommenden Monaten erwarteten Urteils des Bundesverfassungsgerichts zur Erbschaft- und Schenkungsteuer stellt sich die Frage: Wie kann sichergestellt werden, dass eine Reform Unternehmensnachfolgen erleichtert, Betriebe planbar entlastet und Investitionsfähigkeit sichert – ohne dabei an Gerechtigkeit oder Wirksamkeit einzubüßen? Im Raum stehen unter anderem Reformansätze, die bisherige Ausnahmetatbestände für Betriebsvermögen durch flexible und großzügige Stundungsmodelle ersetzen könnten. Für die Politik ist dabei zentral, frühzeitig mit der Wirtschaft über mögliche Auswirkungen und Erwartungen ins Gespräch zu kommen. Bei unserer Veranstaltung „Reform der Erbschaftssteuer – Unternehmensnachfolge zwischen Planungssicherheit und Investitionsfähigkeit“ ordnen wir gemeinsam mit Katharina Beck MdB, finanzpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, sowie Vertreter:innen unserer Mitgliedsunternehmen die möglichen Reformszenarien ein und diskutieren darüber: Welche Erwartungen hat die Wirtschaft an eine Reform, und wo sieht die Politik konkreten Gestaltungsspielraum? Welche Rolle können großzügige Stundungsregelungen im Vergleich zu heutigen Ausnahmetatbeständen für Betriebsvermögen spielen? Wie lässt sich eine gerechte und zugleich wirtschaftlich vernünftige Reform der Erbschaftsteuer gestalten?
Standortpolitik, Infrastruktur und Europa