Transatlantische Beziehungen unter Trump: Wohin geht Europa?

27. März 2025

mit Sabine Weyand, Leiterin der Generaldirektion Handel, EU-Kommission

Die drohenden US-Zölle auf EU-Exporte erfordern eine geeinte europäische Reaktion. Doch sie sind nur ein Beispiel für die tiefgreifenden Herausforderungen, vor denen Europa in einer zunehmend fragmentierten Weltwirtschaft steht. Zwischen einer entschlossenen Antwort, diplomatischen Verhandlungen und strategischer Anpassung stellt sich die Frage: Wie und mit welchen Instrumenten kann Europa seine Wirtschaft effektiv schützen, ohne eine protektionistische Negativspirale auszulösen? Wie wir diesen herausfordernden Spagat meistern und weitere Fragen diskutieren wir gemeinsam mit Ihnen und unseren Gästen Sabine Weyand, Leiterin der Generaldirektion Handel, EU-Kommission, Thomas Kleine-Brockhoff, Direktor DGAP (angefragt), Simone Menne, Präsidentin American Chamber of Commerce (angefragt). Gleichzeitig geht es um mehr als nur Zölle – es geht um die Zukunft der regelbasierten internationalen Wirtschaftsordnung, um neue Partnerschaften und um die handelspolitischen Instrumente, die der EU zur Verfügung stehen. Welche Rolle spielt die WTO in einem Umfeld zunehmender geopolitischer Spannungen? Wie kann Europa wirtschaftspolitische Souveränität bewahren und gleichzeitig offene Märkte sichern? Und welche Ansätze verfolgen Unternehmen, um mit diesen Unsicherheiten umzugehen?

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10.11.2022
Strategieforum Innovationsstandort Deutschland in der Zeitenwende
Am Donnerstag den 10. November kam in den Räumlichkeiten der Rewe-Hauptstadtrepräsentanz das Strategieforum „Innovationsstandort Deutschland in der Zeitenwende“ des Grünen Wirtschaftsdialogs zusammen. Als Impulsgeberinnen konnten wir Dr. Anna Christmann MdB, Beauftragte der Bundesregierung für Digitalwirtschaft & Startups, sowie Tuba Bozkurt MdA, Sprecherin für Industrie und Digitalwirtschaft der Grünen Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus gewinnen. Anna Christmann MdB (li.); Tuba Bozkurt MdA Nach einem Grußwort des Gastgebers Sebastian Lange, Leiter des Berliner Büros der REWE Group, diskutierten die Teilnehmenden zu den drei thematischen Schwerpunkten: Geopolitische Betrachtung des Innovationsstandorts Strategien für Startups & Wagniskapital Rolle von Datenverfügbarkeit und -nutzung Dabei ging es unter anderem um die Rolle von Staat & Unternehmen bei Innovation, Forschung und Entwicklung, Regulatorische Grundlagen für Investitionen und Beteiligungen, die Bedeutung von Green Startups & ClimateTech für die Dekarbonisierung/Transformation sowie regulatorische Möglichkeiten für das zukünftige Datenökosystem.
23.06.2025
Virtuelle Angriffe – Reale Schäden: Cybersecurity als Aufgabe für Staat und Wirtschaft
Der Schutz vor digitalen Angriffen ist zu einer Schlüsselaufgabe der inneren Sicherheit geworden. Immer häufiger geraten deutsche Unternehmen ins Visier von Angreifern aus dem In- und Ausland. Dahinter stehen nicht nur Einzeltäter, sondern zunehmend organisierte Kriminalität und staatliche Akteure, die gezielt mit hybriden Angriffen, Spionage und Sabotage operieren. Laut einer Bitkom-Studie waren zuletzt 81 % der Unternehmen von entsprechenden Angriffen betroffen. Der wirtschaftliche Schaden ist auf den Rekordwert von 266,6 Milliarden Euro gestiegen. Die Bedrohungslage ist real – und sie spitzt sich weiter zu. Staat und Wirtschaft müssen ihre Schutzmaßnahmen konsequent ausbauen. Doch gerade bei grenzüberschreitenden Angriffen stoßen Sicherheitsbehörden an ihre Grenzen. Daraus ergeben sich zentrale politische Fragen: Welche Maßnahmen braucht es, um ein wirksames Zusammenspiel von Staat und Wirtschaft zu ermöglichen? Wie können Kooperation und Reaktionsfähigkeit gegenüber hybriden Bedrohungen gestärkt werden? Und welche Investitionen sind nötig, um die Resilienz im digitalen Raum zu erhöhen – und die Zeitenwende auch im Inneren zu gestalten? Diese Fragen möchten wir gemeinsamen mit Dr. Konstantin von Notz MdB, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der grünen Bundestagsfraktion und Mitglied des Innenausschusses, diskutieren.
Innovation, Digitalisierung und Technologie
05.03.2025
Nährwertkennzeichnung für den EU-Binnenmarkt: Wie ein Front-of-pack Labelling ausgestalten?
Wie sollte eine einheitliche Nährwert bzw. Lebensmittelkennzeichnung auf der Vorderseite von Lebensmitteln (Front-of-pack Labelling) für den europäischen Binnenmarkt ausgestaltet sein, um die EU-Ziele eines nachhaltigeren Konsumverhaltens und Stärkung der biologischen Landwirtschaft zu fördern und den Wettbewerb zu stärken? Welche Kriterien sollten dabei berücksichtigt werden? Im Rahmen der Clustersitzung Agrarwende und Ernährung zum Austausch sprechen wir darüber u.a. mit Martin Häusling MdEP, agrarpolitischen Sprecher der Fraktion Die Grünen/EFA im EU-Parlament. Nährwertkennzeichnungen auf Lebensmitteln in der EU sind durch die Lebensmittel-Informationsverordnung (1169/2011) geregelt. Die Verwendung zusätzlicher Angaben und freiwilliger Informationen ist möglich. Einzelne EU-Staaten, Institute und Vertreter des privaten Sektors haben insbesondere Labels auf der Vorderseite, wie den Nutri-Score oder den Reference Intake, vorangetrieben. Die Anwendung ist im EU-Binnenmarkt und zum Teil sogar innerhalb einzelner Staaten uneinheitlich. Gleichzeitig könnten einheitliche Kennzeichnungen deutschen Erzeugern, die oft besonders hohe Tierschutz- und Umweltstandards im Vergleich zu vielen anderen Ländern haben, helfen, am Markt besser zu bestehen.
Standortpolitik, Infrastruktur und Europa