Fit für morgen – alle mitnehmen, besonders die Erfahrenen

23. Juni 2025

mit Lisa Paus MdB und Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales und Katja Mast MdB und Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Eine Studie der Bertelsmann Stiftung zeigt: Mit gezielten Maßnahmen ließe sich bis 2035 das Arbeitsvolumen von 1,36 Mio. Vollzeitkräften in der Altersgruppe 55–70 Jahre mobilisieren. Doch wie gelingt das in einer Arbeitswelt, die sich durch KI, Digitalisierung und demografischen Wandel rasant verändert?
Unternehmen stehen vor der doppelten Herausforderung, ihre erfahrenen Mitarbeitenden länger im Erwerbsleben zu halten – und sie gleichzeitig fit für neue Technologien zu machen. Gefragt sind flexible Arbeitszeitmodelle, lebenslanges Lernen, passgenaue Weiterbildungsformate und Anreize für einen flexiblen Übergang in den Ruhestand.

Welche Kompetenzen und Rahmenbedingungen braucht die Arbeitswelt von morgen im Zeitalter von KI und lebenslangem Lernen? Und wie sichern wir die Produktivität und Teilhabe erfahrener Beschäftigter – durch Weiterbildung, Gesundheitsvorsorge und generationenübergreifenden Wissenstransfer?

Weitere Veranstaltungen

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08.06.2023
Chancen und Risiken der Künstlichen Intelligenz
Die Chancen und Herausforderungen der künstlichen Intelligenz (KI) sind spätestens seit dem Launch von ChatGPT in aller Munde. Beim GWD steht das Thema bereits seit längerem im Fokus, und so konnte das Fachforum im Arbeitsfeld Forschung und Innovation kurzfristig eine Veranstaltung dazu durchführen: Marco-Alexander Breit, Leiter der Unterabteilung Künstliche Intelligenz, Daten und Digitale Technologien im BMWK und Dr. Isabella Hermann, Politikwissenschaftlerin und Science-Fiction-Expertin sowie Autorin des Buches „Science Fiction zur Einführung“, diskutierten am 8. Juni mit Unternehmensvertreter:innen aus der Digitalwirtschaft und dem Handel über die Zukunft der künstlichen Intelligenz, die in allen Wirtschaftsbereichen einen bedeutenden Wandel verspricht. Aus der Wirtschaft waren Dr. Guido Brinkel, Leiter Regierungspolitik bei Microsoft, sowie Lukas Klingholz, Leiter Cloud & Künstliche Intelligenz bei Bitkom e.V. zu Gast. Außerdem wurde ChatGPT in die Moderation und Diskussion miteinbezogen. Unter anderem wurde im Fachforum das Erreichen von Human-Parity sowie Natural Language Processing thematisiert, mit dem die Errungenschaft der beinahen Gleichstellung von KI mit menschlicher Kognition und Sprache, beschrieben wird. Dieser Meilenstein verändert die Art und Weise, wie Suchmaschinen im Internet benutzt werden, indem auf individuell gestellte Fragen maßgeschneiderte Antworten ausgegeben werden. Jedoch stand auch der Umgang mit Risiken von KI im Zentrum der Diskussionen: Bei der Annahme neuer Technologien sei es entscheidend, die damit verbundenen Risiken möglichst korrekt zu bewerten. Tendenziell neigten Menschen jedoch dazu, kurzfristige Risiken zu überschätzen und langfristige Konsequenzen zu unterschätzen. Daher wurde während der Veranstaltung auch die Notwendigkeit sinnvoller Regulierungen zur Steuerung der Entwicklung und Anwendung von KI und digitalen Technologien erörtert. Darüber hinaus wurden ungeklärte Haftungsfragen debattiert: Mit dem Anstieg von Cyberkriminalität und potenziellen Unfällen durch KI blieben Haftungsfragen ein dringendes Thema. Es stellte sich entsprechend die Frage, wie das komplexe rechtliche Umfeld in klare Rahmenbedingungen eingegliedert werden kann, um KI effektiv und sicher zu regulieren. Isabella Hermann  ©Anthony Straeger Dr. Isabella Hermann unterstrich sowohl in ihrem Impulsbeitrag, als auch in Ihrem Gastbeitrag zum Thema, wie wichtig nun die Konzentration auf die tatsächlichen Anwendungsbereiche von KI seien: „Wir sollten uns beim Thema Künstliche Intelligenz nicht von Science-Fiction-Diskursen ablenken lassen, die behaupten, die Auslöschung der Menschheit à la Skynet aus den Terminator-Filmen sei das größte Risiko. Solche Reden lenken nicht nur von tatsächlichen Problemen im Hier und Jetzt, wie diskriminierende KI-Systeme oder schlechte Arbeitsbedingungen von Clickworkern, ab. Sie verschleiern auch die positiven Anwendungsfälle in Bereichen wie Medizin und Bildung, die unser Leben ganz real verbessern können.“ >>Zum Gastbeitrag von Dr. Isabella Hermann<<  
Innovation, Digitalisierung und Technologie
28.03.2023
LTT: Zeitenwende, Systemwettbewerb und Chinapolitik – Wie gestalten wir Europas wirtschaftliche Zukunft?
Gemeinsamer LunchTimeTalk des Grünen Wirtschaftsdialogs mit der Heinrich-Böll-Stiftung mit Impulsvorträgen von Jürgen Trittin MdB, außenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/die Grünen, Lukas Pauly, Managing Director bei Enpal, Christian Schubert,Vice-President sowie Head of Corporate Government Relations and Berlin Office bei BASF SE sowie Beate Hofmann, Managing Director, Head Working Capital Mid Caps & Business Banking der Deutschen Bank AG. Das Fachgespräch wird moderiert von Prof. Dr. Markus Taube, Universität Duisburg-Essen. In Berlin und digital.
Standortpolitik, Infrastruktur und Europa
30.11.2023
Zukunftsfinanzierungs- & Wachstumschancengesetz: Neue Impulse für den Wirtschaftsstandort Deutschland
Das Thema im wohl letzten Fachforum Sustainable Finance in 2023 war eigentlich das „Zukunftsfinanzierungs- und Wachstumschancengesetz“. Impulsgeber aus der Politik war Sascha Müller MdB, Obmann der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Finanzausschuss im Bundestag. In der von Gabriele C. Klug moderierten hybriden Runde war aber zunächst das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Klima- und Transformationsfonds Diskussionsgegenstand. Hinzu kamen die Folgen auch für den Wirtschaftsstabilisierungsfonds sowie natürlich ein Austausch zwischen anwesender Wirtschaft und der Politik zur Frage der Reform der sogenannten Schuldenbremse. Die Themen verbanden sich dann auch sehr gut unter Fragestellungen wie: Was bleibt an Finance und Sustainability in Zeiten der Schuldenbremse? Wie können wir die Transformation finanzieren? Und wie stellen sich Wachstumschancen und Zukunftsfinanzierung in unserer heutigen Zeit dar? Der Fokus des Dialogs lag im Folgenden dann auf der Bedeutung des Zukunftfinanzierungsgesetzes, gerade auch für Start-ups als wesentlicher Innovationsmotor. Sascha Müller MdB, Obmann im Finanzausschuss: „In Zeiten von wirtschaftlicher Transformation sind Start-ups essenziell, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Mit dem Zukunftsfinanzierungsgesetz machen wir den Finanzplatz Deutschland attraktiver und sorgen mit der Reform der Mitarbeiterkapitalbeteiligung dafür, dass Start-ups ihre Mitarbeiter ohne steuerliche Benachteiligung direkt am Unternehmenserfolg partizipieren lassen können.“   Fin Stempel, Manager Public Affairs and Public Relations, Raisin-Gruppe: „Für uns ist nach dem Aufschieben des Generationenkapitals durch das Haushaltsurteil in Karlsruhe nun vor allem spannend, wann und in welcher Form wir Reformen in der gesetzlichen Rente und privaten Altersvorsorge sehen werden. Hier braucht es dringend mutige Reformierungen, die schnell in die Tat umgesetzt werden.“
Standortpolitik, Infrastruktur und Europa