Clustersitzung Agrarwende und Ernährung mit Zoe Mayer MdB

7. Oktober 2024

mit Zoe Mayer MdB, Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft des Deutschen Bundestages

Mit dem Gesetz zur Änderung des Tierschutzgesetzes und des Tiererzeugnisse-Handels-Verbotsgesetzes, zu dem der Bundesrat am 5. Juli Stellung bezogen hat, soll u.a. der Tierschutz, der auch im Grundgesetz steht, gestärkt werden. Es gehe darum, die bisherigen Vorgaben, aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen anzupassen und den Schutz der Tiere bei der Haltung und Nutzung auszubauen.

In der Sitzung werden wir gemeinsam mit Zoe Mayer MdB der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, u.a. Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft des Deutschen Bundestages, diskutieren, welche Effekte und potenziell aufkommende Herausforderungen die Umsetzung für die Wirtschaft mit sich bringt.

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14.12.2023
GreenCrunch Zukunftswerkstatt & Jubiläumsdinner
Am 14. Dezember feierten wir unser jährliches GreenCrunch-Dinner, in diesem Jahr besonders festlich, da wir unser fünfjähriges Bestehen begehen konnten! Aus diesem Anlass haben wir das Dinner um eine nachmittägliche Zukunftswerkstatt ergänzt, mit tollen Gästen und spannenden Diskussionen zu einigen unserer zentralen Themenfeldern. Folgende Workshops wurden durchgeführt: 1. Industrie im Wandel: Startups und Neugründungsinfrastruktur in Deutschland. Als Referentin begrüßten wir Melis Sekmen MdB, Obfrau im Wirtschaftsausschuss | Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen im Deutschen Bundestag. Moderation: Christian Forster, Leiter Programmentwicklung, Grüner Wirtschaftsdialog. 2. Klimapolitik und Energiewende: Hessen als Vorbild. Hier freuten wir uns über Kaya Kinkel MdL, Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen im Hessischen Landtag | Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Hessen.  Moderiert wurde dieser Workshop von Biggi Bender, ehemalige Abgeordnete der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen im Deutschen Bundestag 3. Die Rolle der deutschen und europäischen Außenpolitik: Dynamisierung und Harmonisierung der europäischen Industrie im Krisenszenario. Einmal mehr hatten wir in diesem Workshop Philip Krämer MdB, Mitglied im Verteidigungsausschuss | Bündnis 90/Die Grünen zu Gast, der zu den aktuellen Herausforderungen im Bereich Security & Defense referierte und als Gesprächspartner für unsere Gäste zur Verfügung stand. Moderiert wurde der Slot von Marco Lotz, Senior Consultant – Public Sector Defence | Capgemini Invent und weiterhin als freier Mitarbeiter für den GWD für diesen Themenbereich tätig. 4. Paradigmenwechsel zu einem regenerativen Kreislaufwirtschaftssystem: Deutschlands Umsetzung der europäischen Umwelt- und Verpackungsgesetze. Wie schon in unserem Beitrag vom Freitag berichtet hatten wir zu diesem Thema Dr. Bettina Hoffmann, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) als Impulsgeberin und Dialogpartnerin zu Gast und konnten in diesem Zusammenhang auch das aktuellen Positionspapier des GWD überreichen. Beim folgenden festlichen Teil des Tages mit Sektempfang und anschließendem Dinner freuten wir uns über eine Dinner-Speech von Dr. Nicole Dreyer-Langlet, Mitglied der Geschäftsführung und Vizepräsidentin Forschung & Technologie der Airbus Operations GmbH.
22.02.2024
Werbeverbot ungesunder Lebensmittel für Kinder und Jugendliche
In Fortsetzung des GWD-Fachforums Ernährungswirtschaft haben wir gemeinsam mit einer hochrangigen Runde aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft über das Gesetzesvorhaben zu klaren Vorgaben für an Kinder gerichteter Lebensmittelwerbung diskutiert. Aus der Politik durften wir uns dabei auf einen Impuls von Rita Hagl-Kehl MdB, zuständige Berichterstatterin für das geplante Werbeverbot der SPD-Fraktion, freuen. Aus der Wissenschaft begleitete ein Impuls von Prof. Dr. Pablo Steinberg, Präsident des Max-Rubner-Instituts, Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel, die Veranstaltung. Unter Moderation von Christian Forster, Programmleiter des Grünen Wirtschaftsdialogs, wurde deutlich, dass keine generalisierenden Aussagen über die Effektivität von bisherigen Selbstregulierungen möglich ist, da viele Faktoren die Gesundheit von Kindern beeinflussen. So spielen Einflüsse der Eltern, insbesondere der Mütter, bereits während der Schwangerschaft wie auch in der Stillzeit eine wichtige Rolle. Einigkeit herrschte darüber, dass die Folgekosten ungesunder Ernährung für die Krankenkassen, aber auch die wirtschaftliche Produktivität enorm sind und vermieden werden sollten. Als wichtigste Stellschraube im gesamtgesellschaftlichen Kontext wurde hier die Bildung als Faktor für eine gesunde Lebensweise eruiert. Dennoch möchte die Bundesregierung keine generelle „Erziehung“ der Bevölkerung vornehmen, sondern lediglich ein etwaiges Werbeverbot für spezifische Werbung für Kinder und Jugendliche durchsetzen. Fraglich ist nun, wie eine umfänglich geltende Definition von „kindertypischen Inhalten“ lauten kann. Prof. Dr. Pablo Steinberg erklärt wann der Grundstein für Kinderernährung gelegt wird: „Ernährungsmuster entwickeln sich in den ersten Lebensjahren des Kindes und beeinflussen spätere Ernährungsmuster. Präventive Interventionen zur Verbesserung der Ernährungsqualität sollten sich insbesondere auf die frühe Kindheit konzentrieren.“
Geoökonomie, Resilienz und Sicherheit
23.04.2024
Gesamtstaatliche Verteidigung
Eine in diesen Tagen häufig diskutierte Frage ist die Fähigkeit Deutschlands, sich im Krisenfall zu verteidigen. Nicht zuletzt zeigen der Beschluss eines Sondervermögens für die Bundeswehr oder die Veröffentlichung einer nationalen Sicherheitsstrategie die Relevanz dieser Frage vor einer veränderten internationalen Sicherheitslage. Gemeinsam mit der Berliner Sektion der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) und BundeswehrGrün e.V. und unter Moderation von der 2. Vorsitzenden des GWDs Gabriele C. Klug wurden dabei die vielen Aspekte der Krisenresilienz der Bundesrepublik sowie der EU auch über das militärische hinaus angesprochen. Dabei ging es vor allem um Ansätze für die Reserve, Infrastruktur sowie zivile Ressourcen und Produktionskapazitäten, die im Falle eines Spannungs- oder Ernstfalls belastbar sein müssten. Es stand demnach ein gesamtgesellschaftlicher Ansatz zur Verteidigung im Fokus, ähnlich zu dem „Whole-of-Society“-Ansatz in Finnland und Schweden, wo neben Regierung, Parlament und Verwaltung auch die Wirtschaft, Freiwilligenorganisationen und Individuen mitgedacht werden. Wir haben uns gefreut, von politischer Seite als Diskussionsteilnehmende Robin Wagener MdB, Mitglied im Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union sowie Mitglied im Auswärtigen Ausschuss, und Niklas Wagener MdB, Obmann im Unterausschuss der Vereinten Nationen, internationale Organisationen und zivile Krisenprävention sowie Mitglied im Verteidigungsausschuss, begrüßen zu dürfen. Die GSP war vertreten durch Jessica Nies, Vizepräsidentin und Sektionsleiterin Berlin, für BundeswehrGrün saß Oberst Jörn Jakschik auf dem Podium. Nies betont die Relevanz einer gelungenen Kommunikation einer Verteidigungsstrategie: „Eine fundamentale Erkenntnis im Zuge effektiver gesamtstaatlicher Verteidigung muss sein, diese als gesamtgesellschaftlich zu betrachten. So gilt es dabei nicht ausschließlich auf Erwachsene zuzugehen und die Thematik in deren Alltag präsenter zu machen, sondern auch junge Menschen mitzunehmen. Die Politik muss dabei den Sorgen und Ängsten der Gesellschaft angemessen begegnen. Grundsätzlich steht über all dem, der Bedarf nach einer strategischen Kommunikation, die ehrlich vermittelt und dennoch keine Panik verbreitet.“ (c) Delia Baum Niklas Wagener stimmt einer offenen Kommunikation zu: „Eine ehrliche Kommunikation über die sicherheitspolitische Bedrohungslage ist essenziell. Bedrohungen durch Sabotage im Inland und Cyberangriffe dürfen dabei nicht vernachlässigt werden, gesellschaftliches Engagement sowie das Verständnis für die Verteidigung der Demokratie sind verstärkt zu fördern. Der Bundeswehr kommt bei der Verteidigung der europäischen Demokratien eine Schlüsselrolle zu. Darüber hinaus wünsche ich mir, dass wir die Vor- und Nachteile einer allgemeinen Dienstpflicht für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland und für den steigenden Personalbedarf im Zivil- und Katastrophenschutz, bei der Feuerwehr, im Rettungsdienst, der Bundeswehr oder in sozialen und ökologischen Einrichtungen breit öffentlich diskutieren.“  
Geoökonomie, Resilienz und Sicherheit