Chancen von CCU-Anwendungen in der Praxis

20. November 2024

mit Dr. Sebastian Fischer, Referent im BMWK im Referat IV E 2

Im Rahmen des übergreifenden Themas des Carbon Managements werden in dieser Sitzung des Clusters Energie und Wärmewende Chancen und Möglichkeiten des Carbon Capture and Utilization (CCU) Prozesses im Fokus stehen, der abgeschiedenes Kohlenstoffdioxid für weitere chemische Prozesse in der Industrie wiederverwendet.
Aus der Politik freuen wir uns dabei auf einen Impuls und Beitrag zur Diskussion von Dr. Sebastian Fischer, Referent im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz im Refereat IV E 2 „Marktrahmen zur Dekarbonisierung der Industrie, internationale Kooperation“. Einen Einblick in die praktische Anwendung von CCU und damit die Perspektive aus der Wirtschaft, erhalten wir von unserem Fördermitglied BASF. Eine unabhängige, wissenschaftliche Perspektive auf das Thema bietet uns Prof. Dr. Sebastian Timmerberg, Professor für Umweltverfahrenstechnik, erneuerbare Kraftstoffe und Energiewirtschaft an der HAW Hamburg.

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10.12.2024
Rentenpolitik: Status quo und Zukunft
Das deutsche Rentensystem steht vor großen Herausforderungen. Aktuell basiert es auf dem Umlageverfahren, welches zunehmend unter Druck gerät. Der demografische Wandel verschärft die Situation: Eine alternde Gesellschaft und niedrige Geburtenraten führen dazu, dass immer weniger Beitragszahlende für immer mehr Rentner aufkommen müssen. Zusätzlich steht der Rentenkasse mit dem Eintritt der geburtenstarken „Babyboomer-Generation“ in den Ruhestand ab 2025 eine weitere Belastungsprobe bevor. Zur Bewältigung dieser Herausforderungen werden verschiedene Ansätze diskutiert. Diese reichen von einer Anhebung des Renteneintrittsalters über die Einführung eines Generationenkapitals als zusätzliche Finanzierungsquelle bis hin zu einer Erhöhung der Bundeszuschüsse. Auch eine Vereinfachung des Rentensystems und langfriste Reformstrategien stehen zur Debatte. In unserer Veranstaltung möchten wir uns mit Markus Kurth MdB, Berichterstatter für Rentenpolitik der Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion, sowie Prof. Dr. Marcel Fratzscher, Präsident des DIW, über den Status quo, die aktuellen Herausforderungen und die Zukunft des deutschen Rentensystems austauschen.  
Arbeitsmarkt und Demografie
10.11.2022
Strategieforum Innovationsstandort Deutschland in der Zeitenwende
Am Donnerstag den 10. November kam in den Räumlichkeiten der Rewe-Hauptstadtrepräsentanz das Strategieforum „Innovationsstandort Deutschland in der Zeitenwende“ des Grünen Wirtschaftsdialogs zusammen. Als Impulsgeberinnen konnten wir Dr. Anna Christmann MdB, Beauftragte der Bundesregierung für Digitalwirtschaft & Startups, sowie Tuba Bozkurt MdA, Sprecherin für Industrie und Digitalwirtschaft der Grünen Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus gewinnen. Anna Christmann MdB (li.); Tuba Bozkurt MdA Nach einem Grußwort des Gastgebers Sebastian Lange, Leiter des Berliner Büros der REWE Group, diskutierten die Teilnehmenden zu den drei thematischen Schwerpunkten: Geopolitische Betrachtung des Innovationsstandorts Strategien für Startups & Wagniskapital Rolle von Datenverfügbarkeit und -nutzung Dabei ging es unter anderem um die Rolle von Staat & Unternehmen bei Innovation, Forschung und Entwicklung, Regulatorische Grundlagen für Investitionen und Beteiligungen, die Bedeutung von Green Startups & ClimateTech für die Dekarbonisierung/Transformation sowie regulatorische Möglichkeiten für das zukünftige Datenökosystem.
07.02.2024
Öffentliche Verwaltung als Dienstleistung? Neue Wege in der Verwaltungsmodernisierung
Die Effizienz des Verwaltungsapparats nimmt mit immer mehr kleiteiligen Regulierungen und mangelnder Digitalisierung stetig ab. Lange Wartezeiten auf Termine und Bearbeitung von Anträgen führen zu Frustration und einer Verlangsamung der Transformation. Daher wurden im Fachforum Modernes Regieren verschiedene Perspektiven aus Wissenschaft, Verwaltungspraxis und den Bundesländern NRW und Baden-Württemberg aufgezeigt und mit Praxisbeispielen von Dr. Florian Stegmann, Staatsminister im Geschäftsbereich des Ministerpräsidenten und Chef der Staatskanzlei in Baden-Württemberg, Silke Krebs, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes NRW, Dr. Hanna Sammüller-Gradl, Leiterin des Kreisverwaltungsreferats der Stadt München, sowie Prof. Dr. Jörg Bogumil, Inhaber des Lehrstuhls für öffentliche Verwaltung der Ruhr-Universität Bochum untermauert. Unter Moderation von GWD-Vorständin Heidi Schiller wurde zu Beginn der Status-Quo des Verwaltungsapparats beleuchtet. Besonders ein hohes Maß an Bürokratie wurde als Grund für die Unzufriedenheit der Bevölkerung mit der öffentlichen Verwaltung genannt, aber auch der Fachkräftemangel und der geringe Digitalisierungsgrad tragen zur langsamen Bearbeitung von Anträgen  innerhalb der Verwaltung bei. Besonders im Hinblick auf den demographischen Wandel wird es in den kommenden 20 Jahren an ca. 50% der Beschäftigten fehlen, weshalb eine Modernisierung der Prozesse nun umso dringender wird. Ein umfassender Systemwandel kann beispielsweise durch die Implementierung digitaler Tools beschleunigt werden. Gleichzeitig gleicht die Intergration von KI fehlende Fachkräfte aus, indem beispielsweise ein KI-Einstiegstool Antragsstellende bei der Vorauswahl der Anträge hilft bzw. eruiert, ob eine Antragstellung generell einen positiven Ausgang erwarten kann. Außerdem muss die Verwaltung als Dienstleitung auch für Bürger:innen attraktiver werden. So sollten Formulare verständlicher formuliert werden und eine digitale Plattform errichtet werden, auf der aktuelle Bearbeitungsstände von Anträgen einsehbar sind und transparent gezeigt wird, welche Unterlagen noch fehlen. Generell sollte auch bei der Digitalisierung von Prozessen zeitgleich eine Optimierung mitgedacht werden – eine generelle Verschlankung der Prozesse spart Zeit sowie Arbeitskräfte, führt zu mehr Zufriedenheit bei Bürger:innen und baut so mittelfristig wieder mehr Vertrauen in den Staat auf. Staatsminister Dr. Stegmann plädiert für einen umfassenden Wandel in der Verwaltungskultur: “Verwaltungsmodernisierung kann nur mit einem Kulturwandel des gesamten Verwaltungsapparats gelingen. So braucht es eine neue Fehlerkultur, mehr Mut neue Tools und Innovationen einzubinden und einen stärkeren Fokus auf das Angebot eines Verwaltungsdienstleistungsservices, bei dem Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt stehen.”   Wie eine erfolgreiches Digitalisierungskonzept aussehen kann, schlägt Dr. Sammüller-Gradl vor: „Digitalisierung ist ein win-win: Sie wird immer wichtiger für unsere Kund:innen und entlastet gleichzeitig unsere Mitarbeiter:innen. Meine Vision: Online-Anträge verbunden mit persönlicher Beratung vor Ort für Fragen, die Hilfe erfordern, sowie für Personen ohne Zugang zum Internet.“      
Innovation, Digitalisierung und Technologie