Biodiversität im Bau: Naturschutz in der Rohstoffgewinnung

23. April 2024

mit Kassem Taher Saleh MdB: Gemeinsam mit Kassem Taher Saleh MdB und Dr. Oliver Hendrischke haben Teilnehmende über die Herausforderungen und bereits bestehende aber auch noch zu implementierende Prinzipien des Naturschutzes in der Rohstoffgewinnung diskutiert. Thema waren...

Gemeinsam mit Kassem Taher Saleh MdB, Bündnis 90/Die Grünen und Obmann im Ausschuss für Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen, und Dr. Oliver Hendrischke vom Bundesamt für Naturschutz haben Teilnehmende über die Herausforderungen und bereits bestehende, aber auch noch zu implementierende Prinzipien des Naturschutzes in der Rohstoffgewinnung für die Bauwirtschaft diskutiert. Thema waren verschiedene Normen und rechtliche Rahmen, beispielsweise die Abfallende-Verordnung und Ersatzbaustoffverordnung, welche laut den Teilnehmenden die Implementierung einer vollumfänglichen Kreislaufwirtschaft im Bauwesen verkompliziert. Diese ist jedoch für den Naturschutz und eine Rohstoffunabhängigkeit von Drittstaaten essentiell. Zudem wurden verschiedene Baustoffe beleuchtet und auf soziale und ökologische Standards bei deren Abbau eingegangen. Darunter Sand, dessen Gewinnung zur Erosion von Küsten und zur Versalzung von Grundgewässern führt und Küsten anfälliger für die durch den Klimawandel verstärkten Sturmfluten macht.

Kassem Taher Saleh sprach in seinem Impuls vier essentielle Punkte für einen nachhaltigen Rohstoffabbau an:

„Das Thema Rohstoffe im Bau verlangt eine ganzheitliche Betrachtung: Die verbauten Mengen müssen möglichst reduziert, die Stoffe in Sinne einer echten Kreislaufwirtschaft wiederverwendet sowie möglichst durch nachwachsende Rohstoffe ersetzt werden. Beim Abbau aller Rohstoffe gilt es dann soziale und ökologische Standards einzuhalten. Für eine effiziente praktische Umsetzung dieser Prinzipien ist ein intensiver Austausch zwischen Wirtschaft und Politik unentbehrlich.“

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06.06.2024
Verschmelzung von Wirtschafts- und Sicherheitspolitik
Das Konzept der Economic Security wird zunehmend als integraler Bestandteil von Sicherheitspolitik betrachtet, denn vermehrt nutzen autoritäre Staaten wie z.B. China wirtschaftliche Abhängigkeiten, um Druck in zahlreichen internationalen Politik- und Wirtschaftsbereichen auszuüben. Wie ist darauf auf deutscher und EU-Ebene zu reagieren, welche Ansätze gibt es bereits und was kann noch kommen? Um dieses kontroverse Thema näher zu beleuchten, haben wir zum GreenTeaTimeTalk Economic Security: Verschmelzung von Wirtschafts- und Sicherheitspolitik eingeladen und als Podiumsgäste Reinhard Bütikofer MdEP, Fraktion Grüne/EFA, und Prof. Dr. Moritz Schularick, Präsident des Kiel Instituts für Weltwirtschaft, begrüßt. Moderiert wurde der GreenTeaTimeTalk von Gabriele C. Klug, 2. Vorsitzende des GWD. Die Impulsvorträge sowie die anschließende Diskussion machten deutlich, dass es bei der „neuen Weltwirtschaftsordnung“ vor allem um die Rolle Chinas geht: eine Großmacht, die nicht an dem bisherigen regelbasierten System interessiert ist und gleichzeitig in vielen Bereichen eine globale Marktführerschaft hat. Die Bedeutung von „De-risking“ wurde hervorgehoben, jedoch gleichzeitig festgestellt, dass die deutsche und europäische Politik zu zaghaft bei der Umsetzung dieses Konzepts vorgeht. Reinhard BUTIKOFER in the EP in Brussels Bütikofer äußerte sich in diesem Rahmen u.a. zur Diversifizierung von Lieferketten: „Um die Abhängigkeit von China zu reduzieren, müssen gemeinsam mit Partnerländern neue Wertschöpfungsketten aufgebaut werden. Dafür braucht es unter anderem Abnahmeverpflichtungen seitens deutscher und europäischer Unternehmen. Das wirtschaftliche Interesse des einzelnen Unternehmens ist hier jedoch oft ein anderes, vor allem da Sicherheitsrisiken bisher nicht als Kosten internalisiert werden. Daher braucht es eine stärkere Verschränkung von Handels- und Außenpolitik. Dabei kann es keine „one size fits all“-Lösung geben und es muss klar priorisiert werden, welche Industrien wirklich sicherheitsrelevant sind.“
Geoökonomie, Resilienz und Sicherheit
17.12.2021
LunchTimeTalk mit Dieter Janecek
Im exklusiven Kreis von GWD-Mitgliedern und ausgewählten Gästen wurden gemeinsam mit dem frischgewählten wirtschaftspolitischen Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen Dieter Janecek die aktuellen Entwicklungen und Pläne in der Wirtschaftspolitik der neuen Regierungskoalition diskutiert und welche Rolle die neu aufgestellten Grünen dabei spielen werden. Moderiert wurde die digitale Veranstaltung von der Journalistin und TV-Moderatorin Judith Bogner. Weitere Informationen im Newsletter 14/2021.
23.09.2022
Fachforum Kreislaufwirtschaft
In der hybriden Veranstaltung mit Dr. Jan-Niclas Gesenhues MdB und Gunda Rachut, Vorstand der Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister, diskutierten die geladenen Teilnehmer:innen zum Thema „Aufschwung der Circular Economy: Kreislaufwirtschaft gegen Rohstoffkrise“. Jan-Niclas Gesenhues, MdB hob besonders hevor, wie die Nutzung der Kreislaufwirtschaft Deutschlands Rohstoffabhängigkeiten verringern kann: „Wir müssen nicht nur über Energieunabhängigkeit sprechen, sondern auch über Rohstoffunabhängigkeit. Hier setzt die Kreislaufwirtschaft an und bekommt so eine geopolitische Dimension. Indem Rohstoffe nicht den Stoffkreislauf verlassen, werden Nationen unabhängiger von Importen – das macht die Kreislaufwirtschaft zu einer Freiheitstechnologie.“ In ihrem Impulsvortrag wies Gunda Rachut unter anderem auf die Regelungen der Kommission zum Recyclateinsatz und die dadurch zusätzlich entstehenden Hindernisse für die Kreislaufwirtschaft hin: „Einer Kreislaufwirtschaft steht in Deutschland bzw. Europa viel Bürokratie im Wege: Das Einbringen von Recyclaten in Lebensmittelverpackungen war auf rechtlicher Ebene bereits sehr kompliziert, und wurde mit den neuen Vorschriften auf EU-Ebene noch weiter bürokratisiert. Um eine echte Kreislaufwirtschaft nach vorne zu bringen, müssen auf Bundes- aber auch europäischer Ebene zukunftsfähige Rahmenbedingungen geschaffen werden, die Konzepte wie die Kreislaufwirtschaft mitdenken. Zentral werden hier auch ökonomische Lenkungsinstrumente zur Förderung des Recyclateinsatzes sein.“