Auftakt Regionalgruppe Niedersachsen

4. Mai 2022

Am 4. Mai fand die Gründungsveranstaltung der Regionalgruppe Niedersachsen statt. Neben Julia Willie Hamburg, Spitzenkandidatin von Bündnis90/Die Grünen zu den Landtagswahlen in Niedersachsen, durften wir die Landesvorsitzende Anne Kura, den Wirtschaftspolitischen Sprecher Detlev Schulz-Hendel MdL sowie den Umweltpolitischen Sprecher der grünen Bundestagsfraktion Stefan Wenzel MdB begrüßen. Die Veranstaltung bildete den Auftakt für einen regen und offenen Dialog zwischen Wirtschaft und Politik in Niedersachsen. Weitere Foren und Diskussionen in unterschiedlichen Formaten, welche die beim Treffen herausgearbeitete Schwerpunktthemen oder aktuelle Themen zum Inhalt haben werden, sind geplant.

Stimmen aus der Veranstaltung:

„Für uns Grüne sind die Unternehmen ein wichtiger Partner für die sozial-ökologische Transformation der Wirtschaft. Wir freuen uns, mit dem Grünen Wirtschaftsdialog eine Plattform zu haben, die mit der Gründung einer regionalen Gruppe auch für Niedersachsen wesentliche Impulse für den notwendigen Umbau der Wirtschaft zur Klimaneutralität geben kann. Das erste Treffen in Hannover hat schon ein erstes zentrales Problem sehr transparent gemacht: der Mangel an Facharbeitskräften. Ein Thema, dass wir Grüne verstärkt auch auf Landesebene angehen wollen.“

Julia Willie Hamburg, MdL
Fraktionsvorsitzende im Landtag Niedersachsen
Bündnis 90/Die Grünen
„Als Swiss Life begrüßen wir ausdrücklich den Dialog zwischen Politik und Wirtschaft. Daher freuen wir uns besonders, dass der Grüne Wirtschaftsdialog nun auch eine Plattform für den Austausch in Niedersachsen schaffen wird. Die Standortattraktivität zu stärken und Bildung zu fördern sind gerade in Zeiten des Arbeitskräftemangels wichtige Themen über die es sich zu diskutieren lohnt.“

Dr. Ralph Möller-Bösling
Chefsyndikus / General CounselRecht, Compliance & Public Affairs
Swiss Life Deutschland

Weitere Veranstaltungen

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06.11.2024
Europa zwischen den Mächten: Strategien in einer neuen Weltordnung
Was bedeutet Donald Trump für die deutsche Wirtschaft? Eigenständiger werden – so das Fazit in unserer Einordnung der US-Wahl. Mit Franziska Brantner, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Max Müller, Leiter Public Affairs Deutschland & EU bei Bayer, Simone Menne Präsidentin der American Chamber of Commerce in Germany, und Jürgen Kerner, Vorstandsmitglied der IG Metall haben unsere Mitglieder und Gäste nur Stunden nach Bekanntwerden des Wahlergebnisses die Veränderungen im Welthandel und in der internationalen Ordnung analysiert und darüber diskutiert, worauf sich Deutschland und die EU einstellen sollten. Die Debatte leitete Volker Ratzmann, Vice President Corporate Public Affairs bei DHL und in der Wirtschaftsvereinigung Leiter des Kompetenzclusters Außenhandel sowie Vorstandsmitglied. Die Panelisten waren sich einig, dass Deutschland und Europa ihre Resilienz stärken müssen, um in einer zunehmend komplexen und auf Eigeninteressen fokussierten geopolitischen Landschaft bestehen zu können. Zentrale Themen waren die Energieunabhängigkeit, Investitionen in Forschung und Innovation sowie die Stärkung des europäischen Binnenmarkts. Besonders betont wurde die Notwendigkeit, sich auf Kernkompetenzen zu konzentrieren und gleichzeitig die Abhängigkeit von einzelnen Märkten zu reduzieren. Die Diskussion machte deutlich, dass nur durch gemeinsames Handeln und gezielte Investitionen die Wettbewerbsfähigkeit Europas in einer sich wandelnden Weltwirtschaft gesichert werden kann.
Geoökonomie, Resilienz und Sicherheit
15.11.2022
GreenTeaTimeTalk mit Prof. Dr. Maja Göpel und Dr. Andreas Audretsch MdB
Am 15. November fand der GreenTeaTimeTalk (GTTT) zum Thema „Von der Verteidigung der Demokratie hin zur Gestaltung der Zukunft“ statt. Prof. Dr. Maja Göpel und Dr. Andreas Audretsch teilten dabei ihre Expertise zu gesellschaftlichen Allianzen für die Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft in den Räumlichkeiten des PalaisPopulaire der Deutschen Bank. * Dabei wurden Bedingungen und Herausforderungen für ein Gelingen dieser Transformation unter verschiedenen Aspekten diskutiert: Wie überwinden wir die Widersprüche und Dichotomien in Gesellschaft und Wirtschaft zum Umbau? Welche Bilanzierungsformen bilden die wahren Kosten und Gewinne der Wirtschaft ab, wenn die Kosten für die Umwelt miteinbezogen werden sollen?  Und zentral: Welche neuen Allianzen braucht es, um den Umbau zukunftsfähig zu gestalten, Bequemlichkeiten zu überwinden und (neuen) Wohlstand zu gewähreisten? Dr. Andreas Audretsch unterstrich in seinem Impulsvortrag die Chance umfangreicher Hilfspakete für die Transformation: „Wir investieren weit über 100 Milliarden Euro in den ökologischen Umbau. Mit dem Klima- und Transformationsfonds stützen wir die Wirtschaft nach der Corona-Krise und treiben zugleich eine nachhaltige Zukunft voran. Genau so macht es Sinn. Wenn wir nun angesichts des Energie-Krieges Russlands gegen Europa mit weiteren 200 Milliarden Euro Wirtschaft und Gesellschaft stützen, muss gleichzeitig immer im Mittelpunkt stehen, grundlegende Veränderungen anzustoßen. Nur den Status Quo mit viel Geld zu konservieren wäre ein großer Fehler. Darum subventionieren wir zum Beispiel nur einen Teil des Gasverbrauches und auch nicht bis auf Vorkriegsniveau. Es muss immer klar sein, dass sich der Umstieg lohnt. Wir müssen weg von den Fossilen, Erneuerbare sind die günstigste und sauberste Energiequelle, die wir haben – und Erneuerbare machen uns unabhängig von Diktatoren wie Wladimir Putin.“ Die Lenkungswirkung einer Internalisierung externer Effekte in Produktionsprozessen unterstrich Prof. Dr. Maja Göpel: Wir sollten aufhören, von „billiger“ Energie zu sprechen. Für die nächsten Jahrzehnte gibt es keine billige Energie, schon gar nicht grenzenlose Mengen davon: Sobald Schäden am Naturkapital wie Wasser oder Biodiversität eingepreist, oder prekäre Menschenrechtssituationen berücksichtigt werden, drängen Fragen der Effizienz und Suffizienz nach vorne und die Wertschöpfung von Unternehmen sieht deutlich anders aus.“   GWD GreenTeaTimeTalk Dr. Andreas Audretsch MdB, ist Stellv. Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag und Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales. Prof. Dr. Maja Göpel, ist Politökonomin, Expertin für Nachhaltigkeitspolitik und Transformationsforschung und Mitbegründerin von Scientists4Future.
16.09.2024
Entwaldungsfreie Lieferketten – Austausch mit der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung
Die EU-Verordnung für entwaldungsfreie Produkte/Lieferketten gilt ab dem 30. Dezember 2024 und zielt darauf, Entwaldung und Waldschädigung zu minimieren. Das betrifft Rohstoffe wie Holz, Kakao, Kaffee, Kautschuk, Ölpalme, Soja und Rinder sowie die daraus hergestellten Erzeugnisse. Bei der Umsetzung der Sorgfaltspflichten für Marktakteure bestehen noch Unklarheiten. Zuständig für die Umsetzung und Durchführung der Verordnung ist in Deutschland die Bundesanstalt für Landwirtschaſt und Ernährung (BLE). Bei der Veranstaltung freuen wir uns auf Impulse und Einblicke in den derzeitigen Umsetzungsstand der Verordnung und den Austausch mit Frank Lenz, Leiter der Abteilung 4 (Entwaldungsfreie Produkte, Ländliche Entwicklung, Umbau der Tierhaltung, Prüfdienst) aus der Bundesanstalt für Landwirtschaſt und Ernährung, sowie Annerose Lichtenstein, Leiterin der Referatsgruppe 41 (Entwaldungsfreie Produkte, Holzhandel) aus der BLE.
Geoökonomie, Resilienz und Sicherheit