Alternative Proteine: Nutzen, Chancen und Herausforderungen

19. November 2024

mit Renate Künast MdB

Die Bundesregierung strebt in ihrer Ernährungsstrategie eine pflanzenbetonte Ernährung an, die auf unverarbeiteten, saisonalen und regionalen Produkten basiert. Eine fleischreduzierte, pflanzliche Ernährungsweise kann durch ökologische Flächennutzung und geringeren Wasserverbrauch zum Klimaschutz beitragen. Um den Bedarf an tierischen Proteinen zu reduzieren, sollen pflanzliche Alternativen gefördert werden.
Im Rahmen der Clustersitzung diskutieren wir über die Herausforderungen, Chancen und Rahmenbedingungen der Proteinwende, etwa zur Wettbewerbsfähigkeit und Verbraucherakzeptanz. Aus der Politik erwarten wir einen Impuls von Renate Künast MdB (Bündnis 90/Die Grünen), aus der Wirtschaft Beiträge von Marcus Keitzer, Vorstandsmitglied bei der PHWGruppe, verantwortlich für die Bereiche Corporate Development und das Geschäftsfeld Alternative Proteinquellen, und Ivo Rzegotta, Senior Public Affairs Manager Deutschland bei The Good Food Institute Europe.

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20.07.2023
Energieversorgung der Industrie in Deutschland
Anlässlich der aktuellen Debatten zu Maßnahmen für eine wettbewerbsfähige Energieversorgung der Industrie in Deutschland lud der GWD Mitgliedsunternehmen aus der energieintensiven Industrie zum Ad-hoc Forum. Die aus der gemeinsamen Arbeit abgeleiteten Handlungsempfehlungen sind im GWD-Standpunkt: „Zukunftsfähige Energieversorgung des Industriestandortes Deutschland“ zusammengefasst. Zentrale Punkte sind: Umsetzung eines zeitlich befristeten Brückenstrompreises Keine Abschaffung des Spitzenausgleichs bei Strom- und Energiesteuern Zukunftsfähige Anpassung des CO2-Preise Der Vorsitzende des GWD, Dr. Thomas Gambke, erläutert die Hintergründe: „Die zu erwartende Entwicklung der Energiepreise in den unterschiedlichen globalen Regionen wird eine ähnlich fundamentale Veränderung von Wertschöpfungsketten nach sich ziehen wie die hohen Unterschiede in den Lohnkosten vor rund 50 Jahren. Auf lange Sicht wird es kaum zu vermeiden sein, dass sich auch die Wertschöpfungsketten von energieintensiven Prozessen an primären Energiekosten orientieren werden. Die Problematik ergibt sich daraus, dass die Verfügbarkeit und die Kosten von erneuerbaren Energien bzw. daraus hergestellte flüssige und gasförmige Energieträger heute kaum seriös bestimmbar sind. Gleichzeitig können wichtige Marktregularien wie der CO2 Preis zumindest mittelfristig – also innert der nächsten rund 25 Jahre – nicht global ohne deutliche Wettbewerbsungleichheiten umgesetzt werden. In diesem Zusammenhang ist es zwingend notwendig, für eine Übergangszeit einen berechenbaren Rahmen für die Verfügbarkeit von Energie in Menge und Preis zu haben, um Investitionssicherheit für die nachhaltige Transformation der deutschen Industrie zu schaffen.“ Mirco Wolf Wiegert, geschäftsführender Gesellschafter der fritz-kulturgüter GmbH, liefert ein anschauliches Beispiel: „Wir bieten unsere Produkte fast ausschließlich in Glas-Mehrwegverpackungen an. Die aktuellen Glaspreise haben sich für uns verdreifacht. Ein Import von Glasverpackungen aus Übersee wird aufgrund von Frachtkosten und des hohen CO2 Ausstoßes nicht funktionierten. Wenn wir in Mitteleuropa keine Glasverpackungen mehr beziehen können, bedeutet dies das Ende des Glasmehrweges und der Übergang zum 100% Einwegverpackungen.“ Zum Arbeitsfeld Energie
Klimaneutralität, Energiewende und Industriepolitik
15.01.2025
Zukunft unseres Arbeitsmarktes: Weiterbildung zielgerichtet stärken
In einer schnelllebigen und dynamischen Arbeitswelt ist es von entscheidender Bedeutung, dass Deutschland über eine wettbewerbsfähige „Workforce“ verfügt, um den Wohlstand und die Wirtschaftskraft auch in Zukunft zu sichern. Die Einführung innovativer KI-Anwendungen und zahlreiche weitere Veränderungen stellen uns vor erhebliche Herausforderungen. In diesem Kontext rücken Weiterbildung sowie das Konzept des lebenslangen Lernens immer stärker in den Fokus. Qualifizierung ist ein wesentlicher Schlüssel, um die Arbeitswelt zukunftssicher zu gestalten und um unsere wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu stärken. Wir wollen gemeinsam erörtern, wie innovative Ansätze aus der Wirtschaft bereits erfolgreich umgesetzt werden – und welche Unterstützung seitens der Politik erforderlich ist, um diese Potenziale weiter zu entfalten. In der Diskussion möchten wir insbesondere folgende Themen behandeln: Wie lassen sich Weiterbildungsangebote so gestalten, dass sie die individuellen Anforderungen von Unternehmen und Mitarbeitenden optimal erfüllen und gleichzeitig die Bereitschaft für lebenslanges Lernen stärken? Welche Hürden gibt es aktuell bei der beruflichen Weiterbildung? Und decken die aktuellen Förderprogramme den Weiterbildungsbedarf von Unternehmen und Mitarbeitenden ausreichend ab? Wir freuen uns auf Impulse durch Ricarda Lang MdB und Stellv. Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales, Bündnis 90/Die Grünen und Dr. Gunilla Fincke, Leiterin der Abteilung I, Qualifizierung, Aus- und Weiterbildung und Fachkräftesicherung, Bundesministerium für Arbeit und Soziales, sowie Praxisbeispiele von Vertreter:innen aus der Wirtschaft.
Arbeitsmarkt und Demografie
24.06.2021
„Zwischen Nischen, Plattformen und Suchmaschinen“ – Wie finanziert sich guter Journalismus?
Die Zukunft von Qualitätsjournalismus und die Frage, über welche (neuen) Geschäftsmodelle dieser weiterhin finanziert werden kann, sind dringende Themen angesichts des tiefgreifenden Wandels, dem die Medienlandschaft durch Internet und Internationalisierung und damit das veränderte Nutzer- bzw. Kundenverhalten ausgesetzt sind. Der Wandel ist, darin waren sich schnell alle einig, nichts Schlechtes, muss aber als Herausforderung begleitet und gestaltet werden. Nur das „Wie“ ist noch nicht klar und war daher eine Grundfrage dieser Runde. So war der Abend auch eine Art Auftaktveranstaltung, der bald weitere vertiefende Dialogveranstaltungen folgen werden. Den Rahmen zur Diskussion bildeten drei Vorträge sowie ein politischer Impuls von Margitt Stumpp MdB, Sprecherin für Medienpolitik der Bundestagsfraktion B90/Die Grünen. Zunächst Stellte Tim Göbel die Arbeit der Schöpflin Stiftung im Bereich Journalismusförderung vor. Dabei ging es um die Frage, was gemeinnützigen Journalismus ausmacht, welche Rolle er in unserer Medienlandschaft übernimmt, und welche Geschäftsmodelle damit verbunden sein könnten. Rainer Esser, Geschäftsführer des ZEIT Verlages und der DvH Medien GmbH, bezog sich in seinem Vortrag auf Strategie und Erfolgsmodell der ZEIT, die den Bogen zwischen Qualitätsjournalismus in Print und neuen Medien schlägt, damit wirtschaftlich sehr erfolgreich ist und ihren besonderen Platz in der deutschen Medienlandschaft stabil innehat. Den Abschluss der Impulsvorträge bildete Christian Kirchner, Autor und Mitinhaber von finanz-check.de, einem Nachrichtendienst, der mit seinem zielgruppengenauen und B2B-Entscheider-orientierten Angebot für die Banken- und FinTech-Branche in kürzester Zeit einen stabilen Konsolidierungs- und Wachstumskurs eingeschlagen hat. Themenpräzision mag ein Nischenthema sein, das aber auch für andere Branchen einen echten Markt hat.