Ad-hoc Meeting zum Thema Industriestrompreise

7. Dezember 2022

Vor dem Hintergrund der zu erwartenden Änderungen zur Abfederung der hohen Energiepreise kamen die Vertreterinnen vor allem der Energieintensiven Industrien zu einem kurzfristig anberaumten Gespräch „Energiepreise“ zusammen. Dabei haben die Vertreter:innen der Unternehmen alarmierende Bewertungen bezüglich weiterer Investitionen und Projekte und zum Teil auch unternehmerischer Tätigkeit in Deutschland vorgetragen. Die fehlende Berechenbarkeit der Rahmenbedingungen über die kurzfristigen Belastungen hinaus führe zu nicht umkehrbaren Entscheidungen einer Stornierung von Projekten und zur Verlagerung von Wertschöpfung in andere Länder.  Da auch nach Bewertung des GWD über die üblichen Gesprächskanäle der Verbände offensichtlich bislang kein fruchtbarer und ergebnisorientierter Dialog mit den Regierungsstellen geführt werden konnte, hat der GWD in einem Anschreiben an Minister Robert Habeck um eine direkten Gesprächskontakt mit den kürzlich erst neu formierten Fachabteilungen des BMWK gebeten.

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20.07.2023
Energieversorgung der Industrie in Deutschland
Anlässlich der aktuellen Debatten zu Maßnahmen für eine wettbewerbsfähige Energieversorgung der Industrie in Deutschland lud der GWD Mitgliedsunternehmen aus der energieintensiven Industrie zum Ad-hoc Forum. Die aus der gemeinsamen Arbeit abgeleiteten Handlungsempfehlungen sind im GWD-Standpunkt: „Zukunftsfähige Energieversorgung des Industriestandortes Deutschland“ zusammengefasst. Zentrale Punkte sind: Umsetzung eines zeitlich befristeten Brückenstrompreises Keine Abschaffung des Spitzenausgleichs bei Strom- und Energiesteuern Zukunftsfähige Anpassung des CO2-Preise Der Vorsitzende des GWD, Dr. Thomas Gambke, erläutert die Hintergründe: „Die zu erwartende Entwicklung der Energiepreise in den unterschiedlichen globalen Regionen wird eine ähnlich fundamentale Veränderung von Wertschöpfungsketten nach sich ziehen wie die hohen Unterschiede in den Lohnkosten vor rund 50 Jahren. Auf lange Sicht wird es kaum zu vermeiden sein, dass sich auch die Wertschöpfungsketten von energieintensiven Prozessen an primären Energiekosten orientieren werden. Die Problematik ergibt sich daraus, dass die Verfügbarkeit und die Kosten von erneuerbaren Energien bzw. daraus hergestellte flüssige und gasförmige Energieträger heute kaum seriös bestimmbar sind. Gleichzeitig können wichtige Marktregularien wie der CO2 Preis zumindest mittelfristig – also innert der nächsten rund 25 Jahre – nicht global ohne deutliche Wettbewerbsungleichheiten umgesetzt werden. In diesem Zusammenhang ist es zwingend notwendig, für eine Übergangszeit einen berechenbaren Rahmen für die Verfügbarkeit von Energie in Menge und Preis zu haben, um Investitionssicherheit für die nachhaltige Transformation der deutschen Industrie zu schaffen.“ Mirco Wolf Wiegert, geschäftsführender Gesellschafter der fritz-kulturgüter GmbH, liefert ein anschauliches Beispiel: „Wir bieten unsere Produkte fast ausschließlich in Glas-Mehrwegverpackungen an. Die aktuellen Glaspreise haben sich für uns verdreifacht. Ein Import von Glasverpackungen aus Übersee wird aufgrund von Frachtkosten und des hohen CO2 Ausstoßes nicht funktionierten. Wenn wir in Mitteleuropa keine Glasverpackungen mehr beziehen können, bedeutet dies das Ende des Glasmehrweges und der Übergang zum 100% Einwegverpackungen.“ Zum Arbeitsfeld Energie
Klimaneutralität, Energiewende und Industriepolitik
21.07.2026
Regionalforum Berlin: Zukunftsstandort Gesundheitswirtschaft
Die Berliner Gesundheitswirtschaft zählt zu den stärksten und innovativsten Wirtschaftszweigen der Hauptstadtregion – sie ist ein Motor für Wachstum, Beschäftigung und medizinischen Fortschritt auf europäischem Niveau. Die Branche steht jedoch vor zahlreichen Herausforderungen: Neben den klassischen Hürden Fachkräftemangel, Bürokratie und Digitalisierungsdefizite beeinträchtigen auch steigende Produktionskosten und fragile Lieferketten die internationale Konkurrenzfähigkeit. Vor diesem Hintergrund wollen wir im Rahmen unseres Regionalforums gemeinsam mit unseren Mitgliedern Rahmenbedingungen für den Zukunftsstandort Gesundheitswirtschaft und Life Sciences diskutieren. Welche politischen Weichenstellungen braucht Berlin jetzt, um die Metropolregion als führenden internationalen Innovationsstandort zu stärken und zu bewahren? Wir freuen uns auf eine Round Table Diskussion mit: Werner Graf MdA, Fraktionsvorsitzender und Spitzenkandidat von Bündnis 90/Die Grünen für die Berliner Abgeordnetenhauswahl 2026, Tuba Bozkurt MdA, Sprecherin für Industrie und Digitalwirtschaft, Bündnis 90/Die Grünen, sowie einem Impuls aus der Wirtschaft von Tobias Helmstorf, Project Lead Berlin Center for Gene and Cell Therapies, Bayer AG.
RegionalforenStandortpolitik, Infrastruktur und Europa
20.11.2024
Chancen von CCU-Anwendungen in der Praxis
Im Rahmen des übergreifenden Themas des Carbon Managements werden in dieser Sitzung des Clusters Energie und Wärmewende Chancen und Möglichkeiten des Carbon Capture and Utilization (CCU) Prozesses im Fokus stehen, der abgeschiedenes Kohlenstoffdioxid für weitere chemische Prozesse in der Industrie wiederverwendet. Aus der Politik freuen wir uns dabei auf einen Impuls und Beitrag zur Diskussion von Dr. Sebastian Fischer, Referent im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz im Refereat IV E 2 „Marktrahmen zur Dekarbonisierung der Industrie, internationale Kooperation“. Einen Einblick in die praktische Anwendung von CCU und damit die Perspektive aus der Wirtschaft, erhalten wir von unserem Fördermitglied BASF. Eine unabhängige, wissenschaftliche Perspektive auf das Thema bietet uns Prof. Dr. Sebastian Timmerberg, Professor für Umweltverfahrenstechnik, erneuerbare Kraftstoffe und Energiewirtschaft an der HAW Hamburg.
Klimaneutralität, Energiewende und Industriepolitik