Ad-hoc Meeting Kapitalmärkte

17. April 2023

Im Rahmen des Ad-hoc Meetings zum Thema „Was treibt die Kapitalmärkte? Ein Blick auf die Zinsen, Nachhaltigkeit und Unsicherheitsfaktoren“ diskutierten die Teilnehmer:innen unter Moderation von GWD-Vorstandsmitglied Bernd Geilen über die aktuelle Lage der Finanzmärkte. Impulsgeber Dr. Moritz Kraemer, Chefvolkswirt bei der LBBW, gab dabei seine Einschätzung zur Effektivität von ESG-Ratingagenturen ab, zeigte die Position von Unternehmen in der Transformation hinsichtlich finanzieller und personeller Aspekte auf und äußerte sich zur finanziellen Sicherheit im Euroraum:

Dr.Kraemer sitzt am Tisch und spricht

„Ein erneutes Aufflammen einer Eurokrise ist derzeit nicht zu befürchten. Auch weil seit der Eurokrise 1.0 verschiedene Krisenbekämpfungsmechanismen dazugekommen sind. Das beruhigt die Investor:innen. Das größte Risiko bleibt Italien. Glücklicherweise hat sich Meloni (noch?) nicht auf größere finanzpolitische Abenteuer eingelassen. Sie weiß, dass der größte Teil der Gläubiger:innen des italienischen Staates in Italien residieren: ihre Wählerinnnen und Wähler. Also: nessun esperimento!

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11.03.2022
Mitgliederversammlung
Die Mitgliederversammlung des Grünen Wirtschaftsdialogs, wegen der Pandemie bereits zweimal verschoben, fand nun am 11. März als hybrides Format in den Räumen des Deutsche Börse-Hub in Berlin statt. Vor den zahlreich anwesenden Förder- und persönlichen (sog. „ordentlichen“) Mitgliedern konnten die Vorsitzenden die sehr erfolgreiche Entwicklung des GWD im vergangenen Jahr darlegen und einen Ausblick auf die in den kommenden Monaten geplanten Aktivitäten und Entwicklungen geben. Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einem öffentlichen Teil, in dem Saori Dubourg, Vorständin unseres Mitgliedsunternehmens BASF, einen Impulsvortrag mit anschließender Diskussion bot. Weitere Informationen in unserem Sondernewsletter zur Mitgliederversammlung.
21.07.2026
Regionalforum Berlin: Zukunftsstandort Gesundheitswirtschaft
Die Berliner Gesundheitswirtschaft zählt zu den stärksten und innovativsten Wirtschaftszweigen der Hauptstadtregion – sie ist ein Motor für Wachstum, Beschäftigung und medizinischen Fortschritt auf europäischem Niveau. Die Branche steht jedoch vor zahlreichen Herausforderungen: Neben den klassischen Hürden Fachkräftemangel, Bürokratie und Digitalisierungsdefizite beeinträchtigen auch steigende Produktionskosten und fragile Lieferketten die internationale Konkurrenzfähigkeit. Vor diesem Hintergrund wollen wir im Rahmen unseres Regionalforums gemeinsam mit unseren Mitgliedern Rahmenbedingungen für den Zukunftsstandort Gesundheitswirtschaft und Life Sciences diskutieren. Welche politischen Weichenstellungen braucht Berlin jetzt, um die Metropolregion als führenden internationalen Innovationsstandort zu stärken und zu bewahren? Wir freuen uns auf eine Round Table Diskussion mit: Werner Graf MdA, Fraktionsvorsitzender und Spitzenkandidat von B90/ Die Grünen für die Berliner Abgeordnetenhauswahl 2026, Tuba Bozkurt MdA, Sprecherin für Industrie und Digitalwirtschaft, B90/ Die Grünen, sowie einem Impuls aus der Wirtschaft von Tobias Helmstorf, Project Lead Berlin Center for Gene and Cell Therapies, Bayer AG.
RegionalforenStandortpolitik, Infrastruktur und Europa
30.11.2023
Regionalforum Sachsen
Beim Regionalforum in Dresden mit Franziska Schubert MdL, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Sächsischen Landtag, wurde insbesondere die Transformationsfinanzierung und die Vergabe von Fördermitteln beleuchtet. Die in verschiedenen Branchen ansässige Teilnehmerschaft war sich über das Potenzial Sachsens als Standort mit vielen Chancen einig, sah jedoch auch Herausforderungen, besonders beim Fachkräftemangel und in der Kommunikation zwischen Kommunen und Bürger:innen. Franziska Schubert MdL wies auf die Bedeutung von einer konstruktiven Kommunikation im Zuge der Transformationsprozesse hin: „Die aktuellen Herausforderungen, denen sich unser Standort gegenübersieht, zeigen: Die Industrie befindet sich in einer Umbruchsphase. Eine Phase, in der neue Schlüsseltechnologien entwickelt und genutzt werden. Nachhaltigkeit wird mit Wertschöpfung verbunden. Eine schwarzmalerische Einstellung ist weder angebracht noch zielführend. Was wir viel dringender brauchen, ist der Schulterschluss zwischen Politik und Wirtschaft, um das Wissen und die Chancen rund um diese Veränderungen in die Breite zu kommunizieren und Zuversicht zu vermitteln. Die guten Entwicklungen in Sachsen brauchen allerdings Klarheit über Rahmenbedingungen – das ist Aufgabe der Politik.“ Andrea Behr, Leiterin Business Development Mitteldeutschland bei GP Joule, betonte die gemeinsame Verantwortung bei der Umsetzung der regionalen Energiewende: „Die regionalen Energiewende ist auch eine Sache des Wollens. Die technischen Möglichkeiten und Geschäftsmodelle sind vorhanden, was es jedoch auch braucht, ist eine Hands-on-Mentalität bei der Politik, vor allem auf kommunaler Ebene.“  Dr. Jan Bellgardt, Manager Business Development bei HH2E, sieht in Sachsen großes Potenzial als Transformationsstandort: „Sachsen ist ein traditionsreiches Industrieland. Und ganz vorn dabei, wenn es um Zukunftstechnologien geht. Für uns als Wasserstoff-Pioniere ist das Mitteldeutsche Revier eine Region voller Chancen. Unser HH2E-Werk Thierbach im Leipziger Südraum wird Unternehmen bei der klimafreundlichen Transformation unterstützen. Denn mit grünem Wasserstoff können sie nachhaltig produzieren. Gerne möchten wir auch die Bürgerinnen und Bürger vor Ort mit bezahlbarer grüner Fernwärme versorgen. Unser Anspruch ist, den Dialog zu suchen und alle Menschen mitzunehmen. Daher schätzen wir den Austausch beim grünen Wirtschaftsdialog über die regionale Energie der Zukunft.“
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