Ad-hoc Forum ÖPNV während & nach Corona

26. April 2021

Corona hat unser Mobilitätsverhalten nachhaltig verändert. Sicherheitsbedenken, Homeoffice und reduzierte Dienstreisen stellen den deutschen ÖPNV vor neue Herausforderungen und auf eine tiefgreifende Belastungsprobe. Welche Prognosen für die Zukunft können gewagt werden und welche Implikationen haben diese Prozesse für eine nachhaltige Mobilitätswende? Im ersten Podium lag der Fokus explizit auf der Lage und Zukunft des kommunalen ÖPNV, während die Teilnehmer:innen im zweiten Podium zu der Lage und Zukunft des SPNV diskutierten.

Eins ist und bleibt klar: Der ÖPNV/SPNV bleibt auch nach Corona das Rückgrat einer nachhaltigen Mobilitätswende. Corona hat die Klimakrise nicht aufgehoben, und so dürfen die Pandemie-spezifischen Herausforderungen nicht die Tatsache überschatten, dass ein leistungsfähiger und wirtschaftlicher ÖPNV/SPNV ein Kernelement einer sozial-ökologischen Mobilität darstellt.

Die Zusammenfassung der Diskussion finden Sie in unserem Sondernewsletter Mobilität II.

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23.03.2023
Fachforum Regionale Energiewende
Die Energiewende kann nur gelingen, wenn auch auf regionaler Ebene Maßnahmen zur Transformation umgesetzt werden. Daher hat der GWD das Fachforum Regionale Energiewende ins Leben gerufen. Zur Auftaktveranstaltung des Fachforums hat Dr. Jörg Raupach-Sumiya, Professor für Internationales Management an der Ritsumeikan University (Osaka/Japan) einen spanndenden Vortrag über “Regionale Kooperationen im Rahmen unternehmerischer Klimaschutzstrategien – Stellenwert, Potentiale, Erfolgsfaktoren” gehalten. Dabei stellte er insbesondere die Ergebnisse einer Umfrage unter Unternehmen, Verwaltungen und Verbänden in Deutschland vor. Die Erkenntnisse daraus sowie unternehmensübergreifende Kooperationen mit regionalen Stakeholdern standen in der anschließenden Diskussion im Fokus.  Dazu Dr. Jörg Raupach-Sumiya:  „Die Klimakrise ist global, aber ihre Überwindung verlangt wesentlich nach Regionalkonzepten für eine integrierte, sektorübergreifende Transformation der lokalen Infrastruktur. Klimaschutz und Nachhaltigkeit entwickelt sich zugleich zu einem bedeutenden Standort- und Wettbewerbsfaktor. Eine derartige Transformation bedarf regionaler Kooperationen zwischen Unternehmen, Verwaltung, Zivilgesellschaft und anderen lokalen Akteur:innen – unterlegt mit adäquaten, handlungsfähigen Strukturen und eingebettet in entsprechende strategische Ansätze von Unternehmen und Verwaltung.“  Zustimmung gab es auch von Corinna Altenburg, Teamleiterin Forschungsbereich Umwelt am Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) “Klimaschutz regional umsetzen heißt: Kooperation, Kommunikation und Strategie. Als klassische Querschnittsaufgabe gelingt Klimaschutz nur dann, wenn er in Verwaltung, Politik und bei Stakeholdern langfristig verankert wird und Akteure miteinander vernetzt sind. Dies gibt es nicht zum Nulltarif, ist jedoch ein notwendiges Investment für resiliente und klimagerechte Regionen.“   
Klimaneutralität, Energiewende und Industriepolitik
13.06.2023
Fachforum Nachhaltiges Bauen
Am 13. Juni fand das zweite Veranstaltung der GWD-Reihe „Bauwende: Versöhnung der Baustoffe“ des Fachforums Nachhaltiges Bauen statt. Jens Deutschendorf, Staatssekretär im hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen (Bündnis 90/Die Grünen) gab einen Impuls zu politischen Rahmenbedingungen und Transformationsplänen. Einen praktischen Impuls lieferte Markus Brunner, Stellvertretender Geschäftsstellenleiter DIN-Normenausschuss Bauwesen (NABau); Prof. Thomas Auer von der Technischen Universität München (TUM) begleitete die Veranstaltung wissenschaftlich. Wie auch bei der ersten Veranstaltung hat Dr. Ipek Ölcüm, Fachanwältin für Bau- und Architekturrecht und Wirtschaftsmediatorin (IHK), moderiert. StS Jens Deutschendorf erinnerte in seinem Impuls an den knappen zeitlichen Rahmen für die Transformation: „Uns bleiben noch 22 Jahre, um unsere Gebäude klimaneutral zu machen. Holz und anderen nachhaltige Materialien können einen großen Beitrag leisten, deshalb müssen wir ihre Anwendung erleichtern. Ein niedriger Energiebedarf und CO2-Ausstoß schützen vor hohen Energiepreisen.“ In der anschließenden Diskussion wurde die Relevanz der Nutzung regionaler Baustoffe betont, aber auch der Bedarf an einer Versöhnung der verschiedenen Baustoffe, um nachhaltig und kreislauforientiert zu bauen. Es wurde jedoch angemerkt, dass Standardisierungen und Normen im Bereich des Rückbaus fehlen und eine Initiative zur Normierung entwickelt wird. Die Ökobilanzierung von Gebäuden sollte bei der Normierung als Maßstab dienen, um Gebäude aus verschiedenen Materialien wie Holz, Beton, Stahl und Stein miteinander zu vergleichen und eine klimaneutrale und klimaangepasste Bauweise zu erreichen. Insgesamt wurde die Notwendigkeit betont, nachhaltige Baustoffe zu definieren, Normen und Standards zu etablieren, den Gebäudebestand zu berücksichtigen und praktikable Lösungen für eine nachhaltige Bauweise, aber auch den Rückbau zu finden. Denn auch wenn nachhaltige Baustoffe verwendet werden, bedeutet dies noch keine (vollständige) Trennung der verbauten Stoffe – dies ist jedoch zum Recycling notwendig. Darüber hinaus umfasste die Diskussion auch die Herausforderungen bei der Zulassung von innovativen Baustoffen und die Bedeutung der Bestimmung von Gebäudedaten.
Standortpolitik, Infrastruktur und Europa
12.02.2025
Finanzierung des Schienenverkehrs
Wie können wir die Finanzierung des Schienenverkehrs am Standort Deutschland zukünftig sichern? Bringen Sie Ihre Ideen und Perspektiven im Dialog mit dem bahnpolitischen Sprecher der grünen Bundestagsfraktion, Matthias Gastel MdB, ein. Die Finanzierung der Schieneninfrastruktur in Deutschland steht vor bedeutenden Aufgaben. In den vergangenen Jahren zeigte sich, dass die Investitionen in das Schienennetz Verbesserungspotenzial aufweisen, was zu einem erheblichen Modernisierungsbedarf geführt hat. Die bisherigen jährlichen Haushaltsentscheidungen bieten Raum für Optimierung, um eine nachhaltige Entwicklung dieser wichtigen Infrastruktur voranzutreiben. Es besteht die Chance, durch gezielte Maßnahmen und innovative Finanzierungskonzepte die Leistungsfähigkeit des Schienennetzes für die Zukunft zu stärken. Aktuelle Probleme, die adressiert werden müssen, sind unter anderem der Verfall der Infrastruktur, mangelnde Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit sowie die Notwendigkeit einer umfassenden Digitalisierung und Modernisierung des Netzes.
Standortpolitik, Infrastruktur und Europa